Amphibienschutz in Herne: It’s Karma-Time – Zeit Gutes zu tun. Zum Schutz der heimischen Amphibien bauen wir einen „Krötenzaun“ – Kontrolbeginn

Teil 2: Die Kontrollgänge entlang des Krötenzauns

Nachdem der Zaun steht, ist es zwingend erforderlich, dass in regelmäßigen Abständen kontrolliert wird, ob sich Tiere in den Fangeimern befinden. Zu Beginn der Aktion reicht es allerdings noch aus, nur eine Kontrollgang pro Tag zu machen. Sobald die Anzahl der Exemplare ansteigt, was ein Zeichen dafür ist, dass es losgeht, finden die Kontrollen morgens und abends statt.

8:00 Uhr, Samstag den 19. März

Heute Morgen beim Kontrollgang  (8:00 Uhr, Samstag den 19. März) ist es endlich soweit, der erste Molch in dieser Saison liegt in einem der eingegrabenen Eimer. Die Temperaturen der letzten Nacht waren erstmalig über 0°C geblieben und die Sonnenstrahlen vom Donnerstag haben anscheinend das Amphibienblut in Wallung gebracht. Das aktuelle Wetter ist für unsereins zwar wenig einladend, es ist stark bewölkt und nieselig bei fühlbar hoher Luftfeuchtigkeit, aber für die Lurche genau richtig.


8:50 Uhr, Sonntag den 20. März

Nix, nada, niente, nothing…


8:30 Uhr, Montag den 21. März: Rushhour am Krötenzaun

Mit gemischten Gefühlen mache ich mich heute Morgen auf meine kurze Laufrunden entlang am Krötenzaun. Gestern bin ich ja auch dran vorbei gelaufen, aber die Eimer waren alle samt leer. Die heutige Nacht war wieder frostfrei bei mäßigem Niederschlag. Die Chance auf Amphibien zu treffen stehen also gut. Als ich mir die Laufschuhe anziehe ein kleiner Schauer, aber kein Problem nach 5 Minuten ist der Schauer vorbei und ich im Laufmodus. Ich laufe am Tierheim vorbei hoch zur Erzbahntrasse. Auf der Erzbahntrasse hat wer mit roter Farbe ACHTUNG AMPHIBIENWANDERUNG getakt! Hm, wer war das denn. Bin mir sicher, dass der Schriftzug gestern da auf dem Weg noch nicht war, aber ich finde es cool. Schließlich müssen die Leute für so ein Thema sensibilisiert werden.

Mit gemütlicher Pace von 6 Minuten pro Kilometer laufe ich weiter Richtung Krötenzaun. Er liegt knapp 3,5 km von zu Hause entfernt. Ich überquere die Straße und gehe zum ersten Eimer, hmmm?! Er ist leer. Auch der zweite Eimer ist nur mit Laub gefüllt. Am dritten Eimer erblicke ich dann die erste Erdkröte. Sie sitzt regungslos in der Regenpfütze auf dem Eimerboden. Da ich keine Transportschale dabei habe, nehme direkt den ganzen Eimer mit und gehe den Zaun weiter entlang. Die nächsten Kröten lassen nicht lange auf sich warten. Neben Kröten befinden sich auch einige Teichmolche in den Eimern, sie versuchen am Rand des Eimers wieder hochzuklettern und sind auf dem ersten Blick nicht immer direkt zu erkennen. Am Ende des Zauns habe ich insgesamt 9 Erdkröten und 3 Teichmolche eingesammelt.Ein zufriedenes Gefühl beim Anblick des EImerinhalts – ein lohnendes Gefühl auf jeden Fall. Der KARMA-Couter steigt.

Beim Überqueren der Straße kommt mir ein Radfahrer entgegen, es ist Illmann, der auch einen Krötenzaun an einer anderen Straße betreut und mit dem wir im letzten Jahr unseren Krötenzaun zusammen aufgebaut hatten. Er erzählt mir, dass an seinem Zaun in Günnigfeld auch noch nicht wirklich viel los ist. Außerdem erzählt er, dass er noch eine alte Spraydose gefunden hat mit der er den Schriftzug auf der Trasse gesprüht hat. Ich wünsche ihm noch einen schönen Tag und bringe meine tierischen Passagiere rüber zum Teich auf der anderen Straßenseite, wo ich sie dann am Ufer freilasse. Die Erdkröten im Eimer geben vereinzelte Laute von sich, sind aber sonst relativ träge. Unter den Kröten ist ein dickes Weibchen, das noch direkt im Eimer von einem Krötenmann bestiegen wird. Als ich den Transporteimer zurückbringe, entdecke ich 2 weitere Teichmolche. Ich platziere den umfunktionierten Transporteimer wieder am Zaun und finde im Gebüsch einen weggeworfenen Coffe-to-go-Becher. Ich setze die beiden Molche in den Becher und gehe erneut rüber zum Teich. Die nächsten Tage werde ich noch aufmerksamer nach Molchen gucken, um mir den doppelten Weg sparen zu können. Alles in Allem ein ereignisreicher Kontrollgang. Ich freue mich auf die nächsten Tage…

Tagesausbeute: 9 (7.2.0) Erdkröten und 5 (2.3.0) Teichmolche

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In dem Sinne – keep on Running, Rock n‘ Roll & immer dran denken mit offenen Augen sieht man mehr!!!

Über SohlenRocker

Irgendwas zwischen laufverrücktem Kilometerfresser & multibewegtem Blogger. Ansonsten naturverbunden, outdoorbesessen, wissbegierig, sozialverträglich & irgendwie auch ewiger SocialMedia-Neu-Entdecker...
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