Amphibienschutz in Herne: Voila c’est ca – Schluss, aus und vorbei!

Das Ende eines spannenden Projektes…

Nach dem Aufbau des Krötenzauns und den anschließenden Kontrollen, die mit vielen interessanten Entdeckungen (zu finden unter: Rushhour am Krötenzaun, Invasion der Erdkröten, Amphibische Frühlingssymphonie) verbunden waren, wartete heute der eher lästige Part unseres Krötenzauneinsatzes nämlich der Abbau.

Wir schreiben den Mitte April (12.04.) und in den letzten Tagen blieben die Eimer allesamt leer. Das Zeichen für uns mit dem Abbau des Amphibienschutzzauns anzufangen, um den rückkehrenden Amphibien den Weg in ihr Winterquartier zu ermöglichen. Der Abbau geht im Vergleich zum Aufbau wesentlich schneller, weil der lästige Arbeitsschritt zur Brombeerbekämpfung wegfällt. Zudem müssen keine Eimerlöcher gegraben und auch keine Erde zum Abdichten des Zauns herangeschafft werden.

Es müssen lediglich alle Zaunanker und die Heringe aus dem Boden gezogen sowie die Zaunelemente sorgfältig zusammengerollt werden. Die Betonung liegt hierbei eindeutig auf dem Wort sorgfältig, weil ansonsten im Folgejahr das Problem eines verdrehten Zauns auftritt, der viel Zeit zum Entwirren in Anspruch nimmtund so zu erhöhtem Aufbaustress führt. Im Grunde ist das sorgfältige Zusammenrollen des grünen Kunststoffzauns genauso ätzend wie die Brombeerbekämpfung beim Aufbau, allerdings mit dem wesentlichen Unterschied, dass hierbei kein Blut fließt.

Nach 2-stündiger Plackerei liegen alle Zaunkomponenten am errichteten Depotplatz, von wo sie am Freitag von den „Mitarbeitern“ des städtischen Umweltamtes der Stadt Herne unter Leitung von Herrn Pawlicki abgeholt werden sollen. Nachdem auch die beiden Strassenschilder abmontiert sind, ist unser Dienst an den Herner Amphibien für dieses Jahr abgeleistet.

Unser Feierabendbier genießen wir bei einem letzten offiziellen Rundgang um den Teich. Am Teichboden wimmelt es von unzähligen Berg- und Teichmolchen, die mit ihrer Silhouette wie Minidrachen aussehen und dabei flink durch das Wasser huschen. Kröten sind keine zu sehen, was höchstwahrscheinlich mit der tageszeitbedingten UV-Strahlung zusammenhängt. Der Laich, den ich schon seit einigen Tagen beobachte, hat mittlerweile das nächste Entwicklungsstadium erreicht. Es sind vereinzelt die typischen Schwanzbewegungen der Mini-Kaulquappen zu erkennen.

Nachdem die praktische Arbeit mit dem Abbau des Zauns abgeschlossen ist, wartet nun der theoretische Teil mit der Auswertung der erhobenen Daten. Hierzu werde ich mit Hilfe der Deskriptiven Statistik die aktuellen Zahlen in Form von Tabellen und Abbildungen plakativ darstellen, um so mögliche Zusammenhänge beispielsweise zwischen den Tageszahlen und anderen Faktoren wie Temperatur und Niederschlagmenge besser ableiten zu können. Abschließen werde ich den theoretischen Teil mit einem Resümee und einen Ausblick für die Krötensaison 2017.


In dem Sinne – keep on Running, Rock n‘ Roll & immer dran denken mit offenen Augen sieht man mehr!!!

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Über SohlenRocker

Irgendwas zwischen laufverrücktem Kilometerfresser & multibewegtem Blogger - die Familienpackung Laufschuhe geht pro Jahr drauf?! Ansonsten naturverbunden, outdoorbesessen, wissbegierig, sozialverträglich & irgendwie auch ewiger SocialMedia-Neu-Entdecker...
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