Tag 2: Hinter den Kulissen des VIVAWEST-Marathon – als humanoide Maschine an der Flyer-Packstraße


In der Rubrik ‚Hinter den Kulissen‘ gibt es schon 3 Einträge. Hier kannst du nachlesen wie ich überhaupt an den Job gekommen bin und was am 1. Tag passiert ist:

  1. Hinter den Kulissen des VIVAWEST-Marathons: Bewerbung der kurioseren Art [1/2]
  2. Hinter den Kulissen des VIVAWEST-Marathons: Jobzusage [2/2]
  3. Hinter den Kulissen des VIVAWEST-Marathons: Tag 1 – Tüten stopfen

Nachdem ich am Dienstag schon 8,5 Stunden die Starterbeutel für die EVONIK-Schüler-Staffeln packen durfte, stand für mich Heute der 2. Tag meines Minijobs hinter den Kulissen des VIVAWEST-Marathons an. Hatte ich beim Packen der Starterbeutel für die Schülerstaffeln über die überwiegend dumpfe Monotonie geklagt, konnte ich heute erfahren, dass es noch monotoner geht – ganz nach dem Motto schlimmer geht immer. Diese Monotonie ereilte mich sogar ganze 8 Stunden und wirkte gedanklich noch selbst zu Hause nach dem Feierabend für 2 weitere Stunden nach.

Im Vergleich zum Packtag für die Schülerstaffeln im Sportzentrum Schürenkamp, wo ausschließlich nette Gimmicks den Weg in die Beutel gefunden hatten, wurden die Startbeutel für die „regulären“ Läufer ausschließlich mit unzähligen Flyern bestückt, die  zudem mit der Zeit schwer zu greifen waren. Aber ok, auch solch primitive Arbeiten müssen zum Gelingen einer Großveranstaltung im Vorfeld erledigt werden.

Das Messezelt, indem das heutige Beutelpacken stattgefunden hat, wurde schon am Dienstag aufgebaut. Am Donnerstag wurde dann von einigen Ausstellern damit begonnen die bis dahin leere Halle nach und nach zum Leben zu erwecken, indem die verschiedenen Messestände aufgebaut und eingerichtet wurden.

Zu den Ausstellern von Marathonmessen zählen überwiegend lokale Sportartikel-Fachgeschäfte hier beim VIVAWEST-Marathon beispielsweise das von Lauflust oder Laufsport Brunert aber auch Botschafter anderer regionaler Läufe sind vertreten. Ein Stand, an dem man esoterische Magnetsteine für eine bessere Leistungsfähigkeit an den Läufer respektive die Läuferin bringen will, fällt im Vergleich zu den üblichen Messeangeboten deutlich aus der Reihe. Und inwieweit ein solcher Stand die entstehenden Kosten für die Standmiete ausgleichen wird, kann ich nicht beurteilen, ich halte es aber für äußerst fragwürdig.

Zumal das Mieten von Messefläche gar nicht so günstig ist. Die Standmeieten zählen neben den Startgebühren und der Veranstaltungsvermarktung wie Namensrechte, Bandenwerbung und dergleichen zu den hautsächlichen Einnahmeposten eines Marathonveranstalters. Die Aussteller müssen mit Mieten je nach Größe des Messestandes von 75 Euro pro Quadratmeter und teilweise auch darüber rechnen, wobei der tatsächliche Preis zwischen den verschiedenen Veranstaltungsorten stark variieren kann.

Messezelt

Im Gegensatz zu Dienstag waren heute mehr helfende Personen am Start – neben den beiden Jahrespraktikanten Isabel und Niko, die bei der Veranstaltungsagentur MMP den praktischen Teil ihrer Ausbildung zum Veranstaltungskaufmann respektive zur Kauffrau absolvieren, waren in etwa 10 weitere Helfer u.a. Jerome und Svenja vor Ort und haben dafür gesorgt, dass die Flyer in die Tüten kommen. Wie ich aus Gesprächen heraushören konnte, waren viele von den Anderen schon in den vergangenen Jahren dabei gewesen. Die neuen Gesichter brachten aber in jedem Fall nach den gestrigen 8,5 h allein mit Niko ein wenig ablenkende Abwechslung in die sonst überwiegend monoton-primitive Tätigkeit.

Packstrasse_klien

Schnell hatten sich 2 Packteams gefunden, die sich jeweils ihre Packstraße eingerichtet haben und in der Folgezeit gemeinschaftlich knapp 5000 Starterbeutel mit den entsprechenden Werbeflyern bestückten. Meine wesentliche Tagesaufgabe bestand darin, die Plastikbeutel aus den 250er-Großpaketen zu nehmen, dann davon jeweils zwei Tüten zu greifen und diese den Flyer-Pflückern geöffnet so hinzuhalten, dass sie ihren zuvor gesammelten Flyerstapel optimal in den Starterbeutel fallen lassen konnten. Was zu Beginn noch unkoordiniert wirkte, spielte sich mit der Zeit ein und wurde im weiteren Verlauf zu einem verstörenden Automatismus. In jedem Fall war der Tag heute nicht wirklich spannend und nach 7 Stunden reiner Packzeit auch schmerzhaft für die Fingerkuppen, aber wat mut dat mut


in dem Sinne Keep on moving & Rock ’n Roll


In der Rubrik ‚Hinter den Kulissen‘ gibt es schon 3 Einträge. Hier kannst du nachlesen wie ich überhaupt an den Job gekommen bin und was am 1. Tag passiert ist:

  1. Hinter den Kulissen des VIVAWEST-Marathons: Bewerbung der kurioseren Art [1/2]
  2. Hinter den Kulissen des VIVAWEST-Marathons: Jobzusage [2/2]
  3. Hinter den Kulissen des VIVAWEST-Marathons: Tag 1 – Tüten stopfen

 

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Über SohlenRocker

Irgendwas zwischen laufverrücktem Kilometerfresser & multibewegtem Blogger - die Familienpackung Laufschuhe geht pro Jahr drauf?! Ansonsten naturverbunden, outdoorbesessen, wissbegierig, sozialverträglich & irgendwie auch ewiger SocialMedia-Neu-Entdecker...
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2 Antworten zu Tag 2: Hinter den Kulissen des VIVAWEST-Marathon – als humanoide Maschine an der Flyer-Packstraße

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