Friede, Freude, Eierkuchen – 42.195 Kilometer beim TCS Amsterdam Marathon 2016 – vor allem abwechslungsreich & stimmungsvoll

Nach der Pacer-Premiere vor 14 Tagen in Köln stolpere ich zwei Tage vor dem nächsten Marathonwochenende eher per Zufall über einen Eintrag in der Facebook-Gruppe Startplatzaustausch, wo jemand versucht seinen Amsterdam-Startplatz krankheitsbedingt los zu werden. Da alle vorherigen Angebote, die ich gesehen hatte, bei noch immer stolzen 70 € liegen sollten, stand für mich eigentlich fest, dass ich zwar auf jeden Fall mit Thorsten nach Amsterdam fahre, ihn aber nur aus der Zuschauerperspektive supporte. Doch der Preis des Angebots lag diesmal bei unschlagbaren 40 € und somit 35 € unter den regulären Startgebühren. Im Grunde musste ich nicht lange nachdenken, was gibt es da auch groß zu überlegen? Entweder fünf Stunden an der Strecke stehen und irgendwie die Zeit totschlagen oder fünf Stunden selber auf der Strecke aktiv unterwegs zu sein und die Stadt aus der Läuferperspektive aufsaugen. Schnell war klar, dass ich mir dieses Angebot natürlich nicht entgehen lasse.

planungen_amsterdam

Kommunikation und Verhandlungen mit Christoph aus Frankfurt verliefen einwandfrei und überaus nett. Nachdem ich ihm die Überweisungsbestätigung zukommen lassen habe, erhielt ich von ihm auch prompt die Bestätigungsmail darüber, dass der Startplatz auf mich transferiert wurde. Das Beste hierbei, die Organisatoren verlangen für das einmalige „BIB-Tranfering“ nicht einmal eine Bearbeitungsgebühr, weil dank der Möglichkeit einer online-Umschreibung keinerlei Arbeit für den Veranstalter anfällt. Einziges, aber unwesentliches Manko ist, dass die schon im Vorfeld gedruckte Startnummer mit dem Namen des Vorgängers verständlicherweise so kurzfristig vor dem Marathon nicht noch abgeändert werden kann. Auf meiner Startnummer sollte also nicht Christian sondern Christof stehen – womit ich natürlich mehr als gut leben kann. Auch wenn ich zugeben muss, dass es speziell zu Beginn des Rennens schon komisch war des Öfteren den Namen Christoph zu hören, aber selbst daran gewöhnt man sich mit der Zeit sehr schnell.

Auf zum P&R in Amsterdam Rai

Um 6 Uhr sollte die Reise eigentlich losgehen – 240 km gen Westen nach Amsterdam lagen vor uns. Doch entgegen der Absprache holt mich Thorsten erst gegen 6.15 von zu Hause ab. Als er nach Programmierung des Navis dann auch noch feststellen muss, dass der Weg nicht, wie er zunächst vermutet hatte, nur um die 200 km sondern stolze 240 km beträgt, sieht er sich genötigt den Bleifuß auszupacken, um so Minute für Minute wieder gutzumachen. Bis zur niederländischen Grenze war der ursprüngliche Zeitplan beinahe wieder erreicht. Doch nachdem ich Thorsten auf die Art der Überwachung des Tempolimits in Holland aufmerksam gemacht hatte, wurde die Fahrt wesentlich gemütlicher fortgesetzt. In Holland kommen nämlich keine, wie es bei uns üblich ist, stationären Radarfallen zum Einsatz sondern ein System mit dem Namen Section-Control, das das Fahrverhalten über einen längeren Autobahnabschnitt überwacht. Es wird also nicht das punktuelle Überschreiten des Tempolimits bestraft, sondern das notorische Rasen über einen längeren Zeitraum. Die Erfahrung wie und wann genau ein Fehlverhalten zur Sanktionierung führt, bleibt uns zum Glück trotz vereinzelter Überschreitungen erspart.

Besonders beeindruckend auf dem Hinweg war außerdem der kreisrunde Mond, auf den wir uns den überwiegenden Teil der Autofahrt hinzubewegt hatten und der erst gegen 8.00 Uhr also ziemlich spät hinter dem Horizont verschwunden war.

Und weiter mit der Pseudo-U-Bahn

Gegen 8:30 kommen wir in Amsterdam Rai an – direkt an der Metro-Station liegt das Parkhaus, in dem wir unseren Wagen abstellen und von wo aus es mit der Metro weiter zum Stadion der Olympischen Spiele von 1928 gehen soll. Warum die Bahn hier wie in Frankreich den Namen Metro trägt, bleibt mir bis zum Schluss suspekt, da unsere 2-Stationen-Fahrt überirdisch verlief und ich bis zu dem Zeitpunkt davon ausgegangen bin, dass sich eine U-Bahn unterirdisch fortbewegt. Die Zugtickets für unsere Fahrt hatten wir zuvor am Parkhausschalter gezogen und dann ging es auch schon ab zum Bahnsteig, der nach knapp 1000 m Fußweg optimal zu erreichen ist.

Die Sicherheitsvorkehrungen an der hiesigen Station unterscheiden sich von denen bei uns in Deutschland bekannten wesentlich. Beim Zugang zur Metrostation gibt es Drehkreuzschleusen, die zusätzlich von Angestellten in neongelben Westen kontrolliert werden. Inwieweit die personellen Vorkehrungen auch unter normalen Nicht-Marathon-Betriebsbedingungen an der Tagesordnung stehen, kann ich nicht beurteilen. Aufgrund der fremden Technik sind Thorsten und ich zunächst ein wenig überfordert. Wir hatten zwar am Schalter im Parkhaus für 2 Personen bezahlt, aber nur das eine Ticket erhalten. Deshalb drängeln wir uns zu zweit durch das Drehkreuz, welches daraufhin anfängt Alarm zu schlagen. Zum Glück scheint kein Metro-Officer wirklich Interesse daran zu haben sich am frühen Morgen ins Rampenlicht zu spielen, um mit uns über unser Fehlverhalten zu palavern. Klar, potentielle Schwarzfahrer hätten sich in dieser Situation vermutlich auch geschickter angestellt, um ihre Leistungsgaunerei besser zu maskieren, aber nun gut.

am1_anfahrt_collage

Ab zur Halle Zuid & Startunterlagen & Umziehen & Turnbeutelabgabe

Die Fahrt in der vollbesetzten Bahn dauert keine 5 Minuten und wir kommen an der Zielhaltestelle Isolatorenweg an. Es wartete ein kurzer Fußweg zur Sporthalle ZUID. Nach Vorzeigen von Christophs Bestätigungsmail, erhalte ich bis auf das Covert mit der Startnummer nichts weiter – keine Gimmicks, keine Werbeflyer und auch keinen Starterbeutel, ok?! Die freundliche Dame erklärt mir allerdings, dass ich mit dem an der Startnummer hängenden Coupon mein T-Shirt beim nächsten Stand abholen kann.

Da wir keinen Grund dafür sehen – jetzt so kurz vor dem Start noch aufwendig den Weg in die offiziellen Umkleidekabinen zu suchen, findet das Umziehen kurzerhand in der mittlerweile sowieso fast schon menschenleeren Halle statt. Aber wie soll es auch anders sein – wenn der Startschuss in einer halben Stunde fällt und sich unsereins erst kurz vor Toresschluss seine Startnummer abholt und langsam damit anfängt sich für den Marathon umzuziehen. Was bei unerfahrenen Marathonläufern vermutlich für zusätzliches Adrenalin sorgt, ist bei uns längst zur Normalität geworden. Welchen Vorteil sollte es aber auch haben, eine halbe Stunde vor dem Start schon aufgeregt im Startblock zu stehen. Spontan entscheide ich mich für das kurz zuvor erhaltene blaue Amsterdam-Shirt, das so wenigstens einmal einen großen Auftritt haben wird, bevor es bei den anderen zig Veranstaltungsshirts im Schrank landet und da dann sein weiteres Dasein fristen wird.

Als wir dann endlich soweit startklar waren, ging es raus in Richtung Stadion, dachten wir zumindest, aber war natürlich nicht so. Nachdem wir einmal falsch abgebogen waren, standen wir unerwartet auf der Läufer-EXPO, von wo aus wir dann aber doch relativ zeitnah den richtigen Weg zum Stadion gefunden hatten. Jetzt noch schnell die Butzen abgeben und dann kann es wegen mir auch schon losgehen. Die Kleiderbeutelabgabe befindet sich praktischerweise direkt vor dem Stadion. Da es keine offiziellen Kleiderbeutel gibt, was aus ökologischer Sicht natürlich zu befürworten ist, bekommt jeder eine Ablagenummer auf die Startnummer und das Nummern-Pendant auf die abgegebene Tasche geklebt. Den richtigen Weg zum Start finden wir natürlich auch erst  im zweiten Anlauf. Unser erster Versuch endete oben auf den Tribünen, wodurch sich aber ein einmaliger Blick in den Stadioninnenraum ergeben sollte. Umwege müssen also nicht grundsätzlich schlecht sein, denn erst von dort oben konnte man sehen, wie viele Läufer heute tatsächlich auf den Beinen sein werden. Dass es sehr viele werden sollen, bekommen wir danach am eigenen Leib zu spüren, als wir knapp 20 Minuten in der Schlange zum Stadioninnenraum stehen. Vom offiziellen Start bekommen wir deshalb zwar nicht viel mit, da aber auch hier wie bei den meisten Marathons in Wellen gestartet wird, stellt das Ganze absolut kein Problem dar.

am2_vorstart_collage

Marathon mit unterschiedlichen Gesichtern: Von hui zu pfui und zurück…

erst hui…

Nach einer Viertelstunde wurde dann endlich auch der grüne Startblock auf die Strecke geschickt. Die ersten Meter in der mir fast unbekannten Stadt sind durchweg beeindruckend und inspirierend. Die Straßen direkt aus dem Stadion sind enggesäumt mit Zuschauern – selbst die sonst so lästigen Wendstreckenanteile, die folgen sollten, fallen hier nicht wirklich ins Gewicht. Stimmung und gute Laune, überall wo Ohr und Auge hinreicht. Es geht raus aus dem Olympiastadion und rein in den Vondelpark eine Grünanlage in Mitten von Amsterdam. Wie schon vor einiger Zeit beim Metrogroup Marathon in Düsseldorf höre ich hier wieder dieses markante Vogelgezwitscher, das sich von der einheimischen Geräuschcharakteristik deutlich unterscheidet. Schnell erinnere ich mich daran zurück, dass es wohl Halsbandsittiche sein müssten. Und wenn man ganz genau hinguckt, dann kann man die grünen Vögel sehen, die meistens in Grüppchen zwischen den Bäumen hin und her flattern.

Kaum hatten wir den Vodelparks über das pompöse Parktor wieder verlassen, wartete auch schon das nächste Highlight der ersten 10 km. Es ging zunächst auf einer breiten Hauptstraße weiter, doch dann machte die Strecke an einem prächtigen Bauwerk plötzlich einen so nicht zu erwartenden Schwenk nach rechts. Es ging mittendurch das weltberühmte Rijksmuseum, wo unter vielen anderen Gemälden auch Rembrandts Nachtwache hängen soll. Danach ging es an imposanten und architektonisch beeindruckenden Hochhausgebäuden vorbei weiter in Richtung Amstelgebiet – hier wird aus dem eigentlich zu erwartenden Citymarathon zumindest phasenweise ein Landschaftslauf. Auf den dann folgenden ca. 14 Kilometern geht es nämlich am Ufer der Amstel entlang. Im Vergleich zur Innenstadt ist es hier draußen bis auf vereinzelte Stimmungsnester eher ruhiger, aber trotzdem auf keinen Fall langweilig, weil es auch hier viel zu bestaunen gibt. Es geht vorbei an schicke Villen und Windmühlen, Partyschiffe beschallen uns mit Musik vom Fluss aus und auch hier sind in regelmäßigen Abständen die dicken Boxen von DJs aufgebaut, die für einen antreibenden Beat sorgen.am3_fruhphase_collage

dann pfui…

Bis zum Halbmarathon durch das Gebiet der Amstel verlief alles mehr oder weniger planmäßig – wenn gleich ich mal wieder überhaupt keinen hatte. Dennoch war das Tempo von um die 6:15/km im Rahmen des Möglichen und Thorsten und ich hatten sichtlich Spaß sowohl mit der Atmosphäre als auch mit den angeschlagenen Themen, die einen die Anstrengung vergessen ließen. Auch wenn ich mich wegen des Tempos das ein oder andere Mal von Thorsten maßregeln lassen durfte. So eine geschwindigkeitskatalysierende Euphorie-Bremse dabei zu haben, ist immer ein Vorteil, vor allem wenn man bedenkt, dass der Marathon erst ab Kilometer 30 anfängt Spaß zu machen. Doch dann plötzlich an der VP kurz vor dem Halbmarathonbogen verliere ich Thorsten – ist er noch hinter mir oder schon vorbei gelaufen – ich kann es nicht sagen, jeden Falls kann ich ihn nicht erblicken.

Ich warte gut 3 Minuten abseits des Weges, alle Läufer an denen wir zuvor vorbeigelaufen waren, überholen mich wieder, aber Thorsten will nicht auftauchen. Naja ist ja nicht das erste Mal, dass wir uns bei einem Lauf aus den Augen verlieren – zumal der Weg ja eh vorgegeben ist. Schnell finde ich wieder in mein Wohlfühltempo zurück. Bis km 25 verläuft alles nach Plan – doch dann sollte ich unbewusst einen folgeschweren Fehler begehen.

am4_amstel_collage

Um den langsam aufkommenden Hunger zu besänftigen, greife ich an einer der nächsten VPs zu einem Riegel. Normalerweise ist das überhaupt kein Problem, doch heute sollte es zu einem werden. Dachte ich zuvor, dass mein Magen aufgrund der umfangreichen und teilweise auch deftigen VP-Mahlzeiten bei Ultras bestens abgehärtet wäre,  wurde ich diesmal eines besseren belehrt. Dieses Drittelstück Riegel verpasste mir solch ein Übelkeitsgefühl, dass ich ein Erbrechen herbeiführen musste, um den lästigen Riegelbrei, der sich beim Übergang Speiseröhre Magen staute irgendwie los zu werden. Gesagt, getan – Finger in den Hals, Mund abputzen und weiter geht es.

Danach ging es erst wieder, aber mit den negativen Emotionen, die das Erbrechen in mir auslöste und der zunehmenden belastungsbedingten Erschöpfung war das Flow-Empfinden von jetzt auf gleich abrupt beendet. Gesprächsablenkung gab es auch keine mehr – nur die Auseinandersetzung mit den eigenen Gedanken, die mal wieder alles andere als motivationsfördernd waren.

Die letzten 16 km bis ins Ziel zogen sich wie Kaugummi, daran konnte weder das grandiose Wetter noch die berauschende Stimmung vom Streckenrand etwas ändern. Zudem kam von km 24 bis 34 ein Rennabschnitt, der entweder wegen meiner Probleme oder auch unter normalen Bedingungen im Vergleich zum Rest der Strecke nicht wirklich viel Ablenkendes zu bieten hatte. Es ging über endloslange und breite Straßen etwas Außerhalb von Amsterdam, mit dünn gesäten Zuschauermengen, dafür aber mit den DJs, die mit ihren Beats immer wieder zum Weiterlaufen antreiben konnten.

und wieder zurück…

Erst als es wieder über die schon bekannten Wege zurück in die Innenstadt ging, neutralisierte sich meine negative Grundstimmung – ich hatte mich mittlerweile mit der Situation abgefunden. Mir wurde klar, dass es solche Tage auch geben muss, um Tage an denen es optimal läuft noch mehr schätzen zu können. Trotz der Schwierigkeiten war es ein einmaliges Erlebnis einen Marathon durch die niederländische Metropole laufen zu dürfen und diese Erkenntnis habe ich mir gegen Ende immer wieder versucht ins Bewusstsein zu rufen, was mich dann doch noch dazu motivieren konnte die letzten 3 Kilometer ohne Stopps durchzulaufen. Am Ende war ich froh und dankbar zugleich, dass ich dies  hier und heute aktiv miterleben durfte.

Auf den letzten Kilometern bis ins Ziel war zuschauertechnisch wieder die Hölle los. Es gab keinen Meter, wo nicht fröhlich-feiernde Leute standen und uns Läufer anfeuerten. Dann kam auch schon die letzte Rechtskurve, dann noch an der langen Gerade mit plastischen I-AMsterdam-Schriftzug und den ganzen Nationalflaggen vorbei direkt bis vor das Marathontor zum Olympiastadion. Nachdem Marathontor warteten dann noch knapp 300 Meter auf der Tartanbahn des gutgefüllten Stadions bis der geschmückte Zielbogen endlich erreicht war. Nach turbulenten 5 Stunden (04: 47: 38) war ich endlich wieder da angekommen, wo die Amsterdamer Sightseeing-Tour heute Morgen begonnen hatte.

am6_zielbereich_collage

Nachzielbereich

Nach dem Zieleinlauf war die Situation ein wenig verwirrend, mich dominierte die eine Frage – ist Thorsten jetzt schon vor mir ins Ziel eingelaufen oder kommt er erst noch?! Ich hatte absolut keine Ahnung, was mir in dem Moment auch irgendwie egal war, ich musste mich erst einmal auf die Tartanbahn setzen und meine Beine ausstrecken. Das entspannte Sitin wurde dann allerdings durch den Zielbereichssteward alsbald beendet, der mich freundlich aufforderte den Zielkanal zu räumen und weiter zu gehen. Am Ende des Zielkanlas wartete dann noch meine Medaille auf mich und eine wärmende Plastikdecke.

Nach ergebnislosem Warten, habe ich mich dann doch auf den Weg raus aus dem Stadion gemacht, um meinen Kleiderbeutel abzuholen. Und wen treffe ich auf dem Weg dahin – genau Thorsten, der auf mich mittlerweile ebenfalls fast eine ganze Stunde gewartet hatte, allerdings draußen vor dem Stadion, da er dann doch eine Viertelstunde vor mir ins Ziel gekommen ist. Die Nachzielverpflegung am Ausgang des Stadions flachte vor dem Hintergrund einer rundum fast genialen Veranstaltung ein wenig ab. Es gab lediglich eine 0,5 Liter Flasche Isostar und eine Banane, was bei den zahlreichen Fressständen, die im Außenbereich des Stadions aufgebaut waren, aber durchaus verständlich ist.

Der Rückweg verlief fast genauso unspektakulär, wie der Hinweg schon verlaufen war, mit dem einzigen Unterschied, dass wir uns aufgrund der sparsam ausgefallenen Nachzielverpflegung beim goldenen M mit Burgerzeugs eingedeckt hatten. Gegen 19.00 Uhr also nach knapp 13 h war ich um die Erfahrung Amsterdam-Marathon reicher, aber auch gut gerädert zurück in der Homebase.

Fazit:

Stimmungstechnisch hat mich der Amsterdam-Marathon voll geflusht – alle paar Kilometer DJs, dazu die vielen Bands und fast durchgehend diese Massen an gut gelaunten Menschen, was ganz bestimmt auch damit zusammenhängt, dass der Veranstalter die Wettbewerbe der Kurzdistanzen nicht, wie bei den vielen Veranstaltungen in Deutschland (Köln, VIVAWEST, Bonn, usw.) vor dem Marathon starten läßt. In Amsterdam starten die Kurzdistanzen erst so spät, dass die schnellen Halbmarathonis, die bei Marathonveranstaltungen in der Regel immer das größte Starterfeld  stellen, mit den langsamen Marathonis ins Ziel einlaufen und zu diesem Zeitpunkt nicht schon längst zu Hause auf der Couch sitzen.

Durch diesen Ablauf gelingt es nämlich die ganzen Begleitpersonen der Halbmarathonis und der anderen Kurzdistanzen noch an der Strecke zu halten, was unter anderem für diese bombenmäßige Stimmung verantwortlich war. Hieran sollte sich der ein oder andere Veranstalter aus Deutschland mal ein Beispiel nehmen. Förderlich für die Stimmung, das ist ganz klar, ist natürlich auch das Wetter gewesen, was zu der Jahreszeit besser nicht hätte sein können – strahlender Sonnenschein von der ersten bis zur letzten Minute bei moderaten Temperaturen von 19°C.

am5_party_djs_collage

Unter’m Strich: In jedem Fall ist der Marathon durch die Hauptstadt der Niederlande eine rundum gelungene Veranstaltung und somit empfehlenswert!!!


Bewegt, in Farbe, ohne Text, dafür aber  mit Musik  – die Fotoshow gibt’s hier!



In diesem Sinn keep on running & Rock ’n Roll

Werbeanzeigen

Über SohlenRocker

Irgendwas zwischen laufverrücktem Kilometerfresser und multibewegtem Blogger, aber eine Familienpackung Laufschuhe geht pro Jahr drauf?! Ansonsten naturverbunden, outdoorbesessen, wissbegierig, pflegeleicht, sozialverträglich & irgendwie auch ewiger SocialMedia-Neu-Entdecker...
Dieser Beitrag wurde unter Alles, Marathon, SPORTS veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

5 Antworten zu Friede, Freude, Eierkuchen – 42.195 Kilometer beim TCS Amsterdam Marathon 2016 – vor allem abwechslungsreich & stimmungsvoll

  1. Pingback: …meine Läufe | sohlenrocker

  2. Pingback: Glück auf vom 44. Herbstwaldlauf aus Bottrop: 50 Kilometer mit viel Herbst und noch mehr Wald | sohlenrocker

  3. Pingback: Kurz, knapp und bündig aus der Rubrik Mein Marathon Kriterien Kompass (01): TCS Amsterdam Marathon 2016 | sohlenrocker

  4. Pingback: (110) Zitate und Weisheiten rundum die Lauferei: „A goal is just an awesome way to force growth on yourself.“ | sohlenrocker

  5. Pingback: Je suis dedans beim Schneider Electric Marathon de Paris 2019 – Europas größter Marathon wartet – Paris is calling!!! | sohlenrocker

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s