Kurz, knapp & bündig aus der Rubrik ‚Mein Marathon Kriterien Kompass‘ (02): RWW Herbstwaldlauf 2016

Organisation: (semi-)professionell und liebevoll – eine Veranstaltung nach dem Motto von Läufern für Läufer. Um- und Nachmeldungen auch halbe Stunde vor dem Start noch möglich; Parkplatzeinweiser; vorbildliche Helfer. Alles ist so organisiert, wie man es bei einer 44. Austragung erwarten würde; Kurzdistanzen (10 km, 25 km) werden aber nicht so gestartet, dass auch noch beim Finish der langsamen Ultras Publikum vor Ort ist.

Anfahrt: „fast vor der Haustür“ – Optimal erreichbar über A2 oder A42.

Strecke:  50 km-Wendestrecke (2 x 25km-Runde); Landschaftslauf; es geht durch die Kirchheller Heide vorbei an vielen Feldern, Wiesen und Wäldern – auf befestigten und teilweise asphaltierten Forst- und Waldwegen fernab jeglicher Zivilisation – Natur pur.

Highlights: Umziehen in der Kaue des Bergwerks, Startbeutelaufbewahrung im Kleiderkorb unter der Kauendecke (Tipp: Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte sich ein kleines Vorhängeschloss mitbringen. 2015 und 2016 ging es bei mir aber auch ohne gut). Start und Ziel vor der noch aktiven Schachtanlage Franz Haniel 1/2 vom Bergwerk Prosper Haniel in Bottrop – dem einzigen noch aktiven Steinkohlebergwerk des Ruhrgebiets.

Zuschauer/ Stimmung: Wenn überhaupt dann im Start- und Zielbereich, aber auch nur so lange die Kurzdistanzen noch nicht beendet sind, ansonsten und vor allem gegen Ende ein gespenstischer Landschaftslauf; Moderation und Bergmannskapelle im Start- und Zielbereich; jedem sollte schon vor dem Lauf klar sein, dass es ein absolutes Kontrastprogramm zum Jubel-Trubel von Citymarathons wird.

Leistungen: Frühstück optional, kein Kleiderbeutel, Shirt optional, Medaille und Urkunde weitere Merchandise-Artikel optional (Buff, graviertes Glas, etc.).

Verpflegung: mehr als ausreichend – Gummibärchen, Schokolade, Traubenzucker, salzige TUC-Kekse, Salztabletten, warmer Tee, Cola, Malzbier, getrocknete Aprikosen und natürlich das übliche Programm mit Wasser und Bananen.

Preis: unschlagbar – 25 € + 3 € Pfand für den Chip der Zeitmessung, die in der Startnummer integriert ist und bei Rückgabe nach dem Lauf zurückerstattet wird.

Wetter: Herbstlich-feucht bei lauffreundlichen Temperaturen von um die 6°C; Teilweise etwas windig, aber bis auf minimale Nieselregenphasen zum Glück trocken.

Gesamturteil:               \°~*~°~ 4,5 von 5 Sternen ~°~*~°/

Der Herbstwaldlauf in Bottrop ist natürlich nicht mit dem Eventcharakter eines großen Citymarathons zu vergleichen, was aber auch grundsätzlich nicht schlecht sein muss. Der Stimmungsmangel auf der Strecke ist der Charakteristik des Landschaftslaufs und zum kleinen Teil auch der Abfolge der Wettbewerbe geschuldet. Allerdings tröstet das einzigartige Bergbau-Setting über die fehlende Stimmung hinweg. Für mich persönlich ist der Herbstwaldlauf in Bottrop nicht nur aufgrund der örtlichen Nähe zu meinem Wohnort eine empfehlenswerte Veranstaltung.


In dem Sinne Keep on running & Rock ’n Roll


M2K2-Einleitung                                                                                       M2K2-Chronologisch


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Über SohlenRocker

Irgendwas zwischen laufverrücktem Kilometerfresser und multibewegtem Blogger, aber eine Familienpackung Laufschuhe geht pro Jahr drauf?! Ansonsten naturverbunden, outdoorbesessen, wissbegierig, pflegeleicht, sozialverträglich & irgendwie auch ewiger SocialMedia-Neu-Entdecker...
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4 Antworten zu Kurz, knapp & bündig aus der Rubrik ‚Mein Marathon Kriterien Kompass‘ (02): RWW Herbstwaldlauf 2016

  1. Belana Hermine schreibt:

    Danke für Deinen Bericht. Scheint trotz wenig Publikum ein netter Lauf zu sein. Geht es viel hoch und runter?

    Gefällt mir

    • SohlenRocker schreibt:

      also hoch und runter ist vlt. ein wenig übertrieben, aber wellig wars irgendwie schon, dazu dann die endlosen Graden, das diesige Wetter, ich muss zugeben, dass ich froh gewesen bin als das Ziel endlich erreicht war… Und der „richtige“ Bericht kommt noch in den nächsten Tagen – die Kompass-Rubrik ist der „objektiviertere Part“ und ergänzt den noch subjektiveren des Wettkampfberichtes?! 😀

      Gefällt 1 Person

  2. Pingback: Mein Marathon-Kriterien-Kompass: Nach dem Lauf ist vor dem Lauf – the hopefully never ending story | sohlenrocker

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