Ich bin Marathon – Holocaust-Mahnmal-Marathon in Gelsenkirchen 2017 – kurioser Lauf mit Anlass zum Nachdenken

| Nachtrag | 22. April 2017 | Gelsenkirchen | Zielzeit 3:58:29 |

Gerade einmal  zwei Wochen nach dem HAJ Hannover Marathon wartete auf mich beim HO-MA-Marathon einmal mehr die Distanz von 42,195 km. Doch größer hätte der Kontrast zwischen den beiden Marathons nicht ausfallen können – in Hannover herrschte Jubel, Trubel, Heiterkeit auf menschenvollen Straßen, wohingegen der HOMA-Marathon in Gelsenkirchen von wenig Resonanz und andächtiger Stille geprägt war.

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Schon mit der Zielzeit aus Hannover von unter vier Stunden hatte sich angedeutet, dass ich mich in einer für meine Verhältnisse beeindruckenden Form befinde, aber auch über die in Hannover gezeigte Wettkampfleistung hinaus wurde die Wirkung des vorausgegangenen Trainingsblocks sichtbar, da es mir vor allem auch im Training immer öfters gelingen will, mich zu Einheiten außerhalb des Wohlfühlbereichs zu motivieren.


Schon wieder Marathon? HOMAMA wie es dazu kam

Die Teilnahme beim HO-MA-Marathon war eher von spontaner Natur und im Grunde dem Umstand geschuldet, dass wir aus einer Laufveranstaltung mit einem Streckenangebot von 10 km und Halbmarathon kurzerhand eine Veranstaltung mit dem Maximum vom Marathon gemacht haben. Auf Nachfrage beim Veranstalter, ob es denn auch möglich wäre einen Marathon zu laufen und nach dessen Zusagen, stehe ich eine Woche später als einziger Starter des HOMAMAs am Start in Gelsenkirchen und das obwohl die Initiative zum Marathonstart sogar von Thorsten ausging

Eigentlich wollten wir den Marathon zusammenlaufen, eigentlich als letzte lange Trainingseinheit vor dem Metro-Marathon Ende April in Düsseldorf, aber wie so oft in letzter Zeit macht Thorsten noch am Abend vor dem Starttag einmal mehr einen Rückzieher. Mittlerweile bin ich es gewöhnt und ja fast schon überrascht, wenn er mal keine Ausrede parat hat. Aber auch ohne ihn wurde der Lauf zu einem einmaligen und auf jeden Fall kuriosen Erlebnis.

Allerdings muss man auch zugeben, dass die Veranstaltung auf dem ersten Blick schon einen ziemlich skurrilen Eindruck hinterlässt – beispielsweise ist mir bis jetzt die genaue Bezeichnung des Laufes – also der eigentliche Veranstaltungsname – immer noch nicht ganz klar geworden, was daran liegt, dass der Name durch eine etwas überfordernde Homepage nicht wirklich klar wird. Es wird teilweise von einem HO-MA-MA also vom Holocaust-Mahnmal-Marathon gesprochen, teilweise ist dann die Rede vom Gelsenkirchen Marathon, an einer anderen Stelle auf der Homepage kommt dann der „DFB-COOPER-Lauf“ ins Spiel und dann ist die Rede vom „Int. Gelsenkirchener Volkslauf gegen Doping und Drogen“ – aber nicht nur das Namens-Chaos ist verwirrend, auch die Art und Weise der Präsentation und vor allem die Informationen selbst, die auf dem chaotisch erscheinenden Internetauftritt unter den Veranstaltungsinfos zu finden sind.

All diese unprofessionell wirkenden Umstände sind zu tiefst irritierend und schrecken wohlmöglich den einen oder auch anderen von seiner Teilnahme ab, aber abschrecken lassen sollte man sich auf keinen Fall, weil der Lauf an und für sich eine super Gelegenheit zum gepflegten Laufen ist. Wer allerdings für 2 € ein Hightend-Event erwartet ist hier fehl am Platze.


Anfahrt – per Katzensprung zum Start

Die Anfahrt ist äußerste unspektakulär und schnell erzählt. Nach einer Fahrzeit von nicht einmal 10 Minuten stehe ich auf einem Parkplatz unterhalb des Busbahnhofs am Bahnhofcenter, dass sich (wie der Name es schon vermuten lässt) direkt am Bahnhof in Gelsenkirchen befindet. Im Prinzip hätte ich die 4 Kilometer auch mit dem Rad anreisen können, da allerdings nicht davon auszugehen war, dass es vor Ort offizielle Depotmöglichkeiten für meine Wechselklamotten geben wird, brauchte ich den Wagen neben der Beförderung sondern auch als Aufbewahrungsort für meine Klamotten.

Da man der Interpräsenz auch sonst  nur schwer Informationen entlocken kann, was daran liegt, dass diese ein wenig unsortiert präsentiert sind und es vorher auch eigentlich nicht vorgesehen war, dass jemand überhaupt den ganzen Marathon läuft, lässt das ganze Vorhaben ein wenig abenteuerlich erscheinen. Deshalb verlasse ich das Auto auch ohne wirklich zu wissen, wo ich genau hin muss. Da aber der Gebäudekomplex vom Bahnhofcenter nur wenig verwinkelt und dadurch relativ überschaubar ist und wir heute zudem Sonntag haben, vereinfacht die Startsuche ungemein.

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Vor dem Start – die Suche nach dem Start

Zwischen Bahnhof und dem Gebäudepassage des Bahnhofcenters  sehe ich dann auch direkt Personen in Laufklamotten, die ich dann auch gleich anspreche und nach dem Weg frage, aber auch sie wissen nicht genau wo sich der Start befindet. Da die beiden noch auf einen anderen Laufkollegen warten, erkunde ich die nähere Umgebung auf eigene Faust. Am anderen Ende der Einkaufspassage erblicke ich auch sofort weitere Läufer, die augenscheinlich darauf warten, dass die Anmeldung öffnet. Sehr gut, das ist schon mal beruhigend, ich bin also richtig – alles wird gut.

Organisatorisch passiert bei dieser Veranstaltung natürlich alles im kleinen und überschaubaren Rahmen. Die Abläufe sind deshalb alles andere als automatisiert, was aber auch beim zahlenmäßig doch recht überschaubaren Teilnehmerfeld nicht weiter ins Gewicht fällt. Von kleinen Problemchen abgesehen, wie beispielsweise einer verlegten Teilnehmerliste, sind alle Helfer durchweg hilfsbereit, freundlich und zuvorkommend.

Mit einem humorigen „also ich habe nicht die Absicht hier 2 € Startgebühren zu unterschlagen“, versuche ich die Situation zu entspannen. Doch das Problem löst sich zeitnah und ich bekomme meine Startnummer ausgehändigt. Ja trotz überschaubarer Veranstaltungsgröße wird auf Startnummern nicht verzichtet und dies allerdings nicht nur aus ästhetischen Gründen, denn die Startnummern sind vor allem für die Zeitmessung wichtig, da diese via Videoaufzeichnung und anschließender Auswertung erfolgt.

Als ich am provisorischen Check-In-Desk mein Vorhaben kundtue einen ganzen Marathon laufen zu wollen, ist das Entsetzen darüber nur schwer zu übersehen. „Einen ganzen Marathon?“ „Ja genau einen Ganzen – ich habe das mit Sieghardt abgeklärt. Der weiss also bescheid!“ Nachdem der Zettel mit den Startern gefunden ist, die die zu entrichtenden 2 € schon bei der Online-Anmeldung überwiesen hatten, bekam ich meine Startnummer ausgehändigt. Keine 50 m vom Check-In entfernt konnte ich dann auch Sieghardt erspähen, der gerade dabei war mit anderen älteren Herrschaften den Start vorzubereiten.


Markanter Streckenpunkt – das Holocaust-Mahnmal

Der HOMAMA als Holocaust-Mahnmal-Marathon setzt eine Tradition fort, die in Gelsenkirchen schon seit der Anfangszeit einer Aufarbeitung der national-sozialistischen Verbrechen des NS-Regimes gelebt wird. Diese Erkenntnis ist mir allerdings erst durch Recherchen zum Mahnmal selbst gekommen – bei der ich per Zufall auch über die Stolpersteine gestolpert bin, die mir auch in der Einkaufsstraße schon begegnet sind, dort allerdings eher unbewusst. Als ich sie das erste Mal mit flüchtigem Auge gesehen hatte, dachte ich zuerst noch an eine Werbemaßnahme der hiesigen Geschäfte vor denen sie in den Boden eingelassen waren. „Link zu der Seite

Mahnmal

Das Holocaust-Mahnmal, welches sich im Stadtgarten in Gelsenkirchen befindet, wurde Anfang der 50er Jahre erbaut (1951) und ist für jeden Interessierten über den  Zugang an der Zeppelinallee erreichbar. Im Rahmen des ersten Holocaust-Mahnmal-Marathons der Welt, der unter anderem als Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus ausgetragen wurde, führt die Strecke pro Runde einmal auf das Mahnmal zu und einmal dran vorbei,das Mahnmal tritt also pro Runde zweimal in den Blick des Läufers. Spätestens beim 8-ründigen Marathon ist somit eine gedankliche Auseinandersetzung unumgänglich. Zudem ist das Mahnmal nicht nur Namensgeber des Marathons sondern auch gleichzeitig Wendepunkt der Strecke.

Wie auf den obigen Bildern zu sehen ist, ist das Denkmal halbkreisförmig aufgebaut und besteht aus insgesamt 12 Pfeilern. Zwischen den 12 Pfeilern sind die Namen einiger Konzentrationslager angebracht (die Namen der KZs lauten: Neuengamme, Ravensbrück, Sachsenhausen, Treblinka, Auschwitz, Buchenwald, Dachau, Flossenbürg). Auf der mittleren Gedenktafel am Mahnmal  ist zudem der folgende Vers zu lesen, den ich wörtlich übernommen habe und wie folgt lautet:

Zerstampft des Unrechts Drachensaat. Zerstört den Haß von Staat zu Staat. Versenkt die Waffen in Gewässern. Dann wird im Friedenssonnenschein die ganze Welt uns Heimat sein. Den Opfern der Nat. Soz. Gewaltherrschaft“.


Start frei – als Alleinunterhalter durch Gelsenkirchen

Dafür, dass der offizielle Start erst für 11.00 Uhr angesetzt ist, bin ich deutlich zu früh dran. Da aber schon vorher davon auszugehen war, dass nicht viele den Marathon spontan mitlaufen wollen, hatte mir Sieghardt schon vorher via Internet eine frühere Startzeit in Aussicht gestellt. Vor allem wollte ich es aber vermeiden, dass die Veranstaltung durch mich unnötig in die Länge zu gezogen wird. Da ich nicht erwartet hatte, dass es am VP Cola geben wird, hatte ich mir vorsorglich meine eigene mitgebracht und am Stromkasten beim Start deponiert.

Der historische Moment des ersten Marathonstarters beim HOMAMA musste natürlich bildtechnisch festgehalten werden. Ich werde instruiert so zu tun als würde ich die Aufzeichnung meiner Herzfrequenz-GPS-Smartwatch starten, die ich zu dem Zeitpunkt allerdings gar nicht umhabe, weil ich eigentlich ohne Zeitdruck ganz entspannt einen Marathon runterspulen wollte. Naja was soll es – nachdem die Video-Camara und Uhr für die Zeitmessung miteinander synchronisiert sind, gibt mir Sieghardt um 10.10 Uhr grünes Licht für meinen Start.

Mein Start erfolgt – kein Gedränge, kein nervender Moderator, kein Konfetti – nix – einer der puristischsten Starts, den ich je erlebt habe, aber trotzdem einzigartig. Aber warum auch nicht – wer kann schon von sich behaupten, dass er jemals bei einer Laufveranstaltung einen offiziellen Privatstart nur für sich alleine bekommen hat!


Kampf mit Langeweile & Monotonie

Die Runde durch die Gelsenkirchener Innenstadt und den angrenzenden Stadtpark ist zumindest auf den ersten 2-3 Runden relativ abwechslungsreich. Es gibt nebenbei vieles zu entdecken, vor allem dann wenn man so wie ich nicht aus Gelsenkirchen kommt und sich in dem Teil von Gelsenkirchen auch nicht auskennt. Zugegebenermaßen spätestens ab der dritten Runde wird es dann auch für Ortsfremde zu einer zunehmend reizarmen und ermüdenden Dauerschleife.

Da ich knapp eine Stunde vor dem offiziellen Start auf die Strecke gegangen bin, hatte ich die Strecke in den ersten beiden Runden noch komplett für mich alleine, das änderte sich dann mit dem offiziellen Start. Ab dem Zeitpunkt sind neben mir knapp 50 andere Läufer auf der Runde unterwegs, die sich den Distanzen von 5 km bis 21 km stellen und mir in den folgenden 2 Stunden mehr oder weniger oft über den Weg laufen. Nach knapp unter 2 Stunden ist die Hälfte geschafft – 4 von 8 Runden sind gelaufen – ich fühle mich fast schon zu gut, das Wetter ist lauffreundlich, was will man mehr.

Als ich die Bahnhofstraße runterlaufe, um meine mittlerweile 5 Runde abzuschließen, kommt mir der Sieger des Halbmarathons auf der Einkaufsstraße entgegen, der für die 21km gerade einmal 1:20 h benötigt hatte und mit einem irren Tempo mehrmals an mir vorbei gejagt war, aber auch viele andre legten eine stramme Halbmarathon-Pace an den Tag.

In den letzten beiden Runden nachdem alle anderen Läufer schon wieder auf ihrem Heimweg waren, kehrte auf der Strecke zunächst Tristesse und Einöde ein – zudem wurde es zunehmend härter vor allem auf motivationaler Ebene. Doch dann kam überraschenderweise als Thorsten samt Family am Wegesrand stehen und mich frenetisch anfeuern genau zum richtigen Zeitpunkt doch nochmal so etwas in der Art wie Abwechslung auf. Ein kurzer Schnack holt mich sodann zurück aus dem gedanklichen Delirium. Er erzählt mir, dass seine Magenprobleme dermaßen intensiv waren, dass er nicht in der Lage gewesen ist, um an den Start gehen zu können – ja ja, ist ja gut! Niemals um eine Ausrede verlegen, aber trotzdem Danke dafür, dass ihr wenigstens zuschauertechnisch noch am Start wart!!!

Vor der letzten Runde fragt mich Sieghardt dann, ob ich nicht doch aufhören will, was ich allerdings entschieden zurückweisen muss – denn wenn ich mir einmal das Ziel gesetzt habe, das ich eine bestimmte Distanz laufe, dann ist es in der Regel schwer mich von diesem Ziel wieder abzubringen, vor allem dann wenn ich weder körperliche noch motivationale Schwierigkeiten habe, die nach 4 Stunden auch äußerst unüblich gewesen wären. Und zudem ist ein Ende in Sicht – in 30 Minuten ist alles vorbei. Zu allem Überfluss fing es dann in der letzten Runde auch noch ordentlich an zu regnen – der VP, den ich nicht einmal in Anspruch genommen hatte, war auch schon längst abgebaut, selbst die Polizei, die für eine reibungslose Straßenquerung gesorgt hatte, war schon wieder abgerückt, deshalb war ich am Ende mehr als froh, dass ich Marathon Nummer 45 so gut über die Bühne bringen konnte.


5 km Kontrast pur  Einkaufsstraße vs. Stadtpark

Streckentechnisch wartet beim HOMAMA eine liebevoll abgekreidete Strecke – die Siggi höchstpersönlich mit einer Kreidemaschine wie sie zum Markieren von Aschesportplätzen Verwendung findet, präpariert hat. Diese Kreide-Markierungen befinden sowohl in der City als auch im Stadtgarten zu Genüge und machen ein Verlaufen fast unmöglich.

Der Start befindet sich auf der Bahnhofstraße am Ausgang Bahnhofcenter. Die Bahnhofstraße ist im Grunde genommen die Fußgängerzone der Gelsenkirchen Einkaufsstraße. Zunächst geht es die Einkaufsstraße 600 Meter hoch, dann geht es links ins Kirchviertel mit den verschiedenen  Skulpturen u.a. einer lebensgroßen vom St. Augustinus – im weiteren Verlauf folgen die beiden Unterführungen, die nach einander durchlaufen werden, um dann in den Stadtpark hinein zu laufen und nach rechts abzubiegen. Direkt vor dem folgenden Hotel Maritim liegt der einzige VP der Strecke. Es geht vorbei am See und den Teichen mit Springbrunnen und vielen bunte Blumenbeeten immer den Kreidepfeilen folgend bis zur polizeigesicherte Straßenquerung an Zeppelinallee.

GE-Kirchviertel_50

Dann führt die Strecke vorbei am Musikpavillon und direkt auf das Holocaust-Mahnmal zu und nach einem weiteren Schwenker auch dran vorbei, womit der Rückweg eingeläutet ist. Bei km-Markierung 3,6 wird der sogenannte COOPER-Punkt durchlaufen und man befindet sich unmittelbar an der Straßenquerung Zeppelinallee. Nachdem der folgende japanische Garten passiert ist, geht es am Spielplatz vorbei raus aus den Stadtgarten in Richtung der beiden Unterführungen, zurück durch das  Kirchviertel und über die Einkaufsstraße zurück zum Bahnhof-Center, wo der Start-Ziel-Bereich mit der Uhr eingerichtet ist.

GE-Stadtpark_50


Fazit mit abschließenden Worten:

Aus der Retroperspektive betrachtet, hatte der HOMA-Marathon vom Feeling her irgendwie was von einem 6h-Lauf. Allerdings mit dem  Unterschied einer durch die Streckenlänge von 42 km limitierten Belastungszeit, dann mit deutlich weniger Leuten auf der Strecke – letzteres zumindest auf der ersten Hälfte meines Marathon, denn danach kam wieder etwas Abwechslung auf, weil die Starter der anderen Distanzen mit auf die Strecke kamen. 8 identische Runden mag sich vielleicht viel und langweilig anhören, wer aber schon mal bei einem 6h- oder sogar 24h-Lauf gewesen ist, der hat ganz andere Maßstäbe was Monotonie und Langeweile anbelangt.

Eine Runde entspricht 5,25 km also einem Achtel der Marathonstrecke und jedem ist vor dem Lauf grundsätzlich selbst überlassen, wie viele Runde er am Veranstaltungstag läuft, wandert oder geht. „Offiziell“ im Angebot enthalten, waren laut Ausschreibung allerdings nur die Wettbewerbe über 10 km und Halbmarathon. Erst als Thorsten nach dem Marathon angefragt hatte, ob auch ein kompletter Marathon gelaufen werden kann, wurde die Volldistanz über 8 Runden im offiziellen Angebot ergänzt.

Leider war ich nach Thorstens Absage in diesem Jahr der einzige Marathonläufer, sodass ich den Großteil des Marathons komplett alleine absolvieren musste. Hatte aber den ehrenvollen Nebeneffekt, dass meine Soloteilnahme wie es scheint dazu geführt hat, dass ich der erste Finisher über die Volldistanz gewesen bin und somit in die Geschichtsbücher des Gelsenkirchen-Marathons eingehen werde… 🙂

Ich gehe stark davon aus, dass es im nächsten Jahr schon mehr Teilnehmer sein werden. Für jeden Läufer, dem es bei Laufveranstaltungen nicht nur um das reine Laufen geht, der sollte sich vielleicht zweimal überlegen, ob er hier auf seine Kosten kommt. Ich habe meine Entscheidung längst getroffen, wenn sich für mich im nächsten Jahr (22.04.2018) keine Doppelterminierung ergeben sollte, werde ich wieder dabei sein!

Vielleicht ist dann sogar auch Thorsten mit dabei – der sich dann in der unmittelbaren Vorbereitung auf die Tortour de Ruhr befindet und es sich eigentlich nicht wirklich erlauben kann, zu viele lange Trainingsläufe auszulassen, weil sonst der Traum des Zieleinlaufs am Rheinorange in Gefahr geraten werden wird.

Mein bester Dank geht raus an den Hauptorganisator vom HOMAMA Sieghardt T. und seinem Team für die Mühen, die bei der Durchführung einer solchen Veranstaltung zwangsläufig entstehen. Für zukünftige Autragungen drücke ich die Daumen & vlt. bis demnächst in 2018…


bewegt, in Farbe und ohne Text, dafür mit Musik  – die Fotoshow gibt’s hier


In dem Sinne keep on running und rock ‚N‘ roll

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Über SohlenRocker

Irgendwas zwischen laufverrücktem Kilometerfresser & multibewegtem Blogger - die Familienpackung Laufschuhe geht pro Jahr drauf?! Ansonsten naturverbunden, outdoorbesessen, wissbegierig, sozialverträglich & irgendwie auch ewiger SocialMedia-Neu-Entdecker...
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5 Antworten zu Ich bin Marathon – Holocaust-Mahnmal-Marathon in Gelsenkirchen 2017 – kurioser Lauf mit Anlass zum Nachdenken

  1. Pingback: …meine Läufe | sohlenrocker

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  3. solera1847 schreibt:

    Beeindruckend, wie so oft! 👍🏻💐🍾

    Gefällt 1 Person

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