Kurz, knapp & bündig aus der Rubrik Mein Marathon Kriterien Kompass (13): 7. Rekener 24h-Spendenlauf 2017

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Organisation:   [top!] – organisiert von Rainer Kauczor mit Hilfe der Sportfreunde Klein Reken und vielen anderen Helfern anderer lokaler Organisationen (Feuerwehr, etc.); START: Freitag, 8. September um 16 Uhr direkt neben der Sportanlage auf dem Gevelsberg; ENDE: Samstag, 9. September um 16 Uhr; Sportanlage mit Sanitäranlage;

An-/ Abfahrt:   [genial!] – Entfernung knapp 45 km; Fahrtzeit je nach Verkehrslage 0:45 h; es geht größtenteils über die A43 Richtung Münster; danach über Wald- und Landstraßen bis nach Klein-Reken; wieder in den Feierabend-Wochenendverkehr gekommen;

Strecke:   [HM-reich!] – 2,4 km Runde Wirtschaftswege um den Gevelsberg mit 30 Höhenmetern; 100% Asphalt deshalb keinerlei Probleme mit den Wassermassen; vereinzelte Pfützen, aber überschaubar; nachts dank der Baustellenbarken und der zahlreichen Scheinwerfer gut beleuchtet;

Highlights:   [einige!] – Freundlichkeit der Helfer & Respekt untereinander; das Miteinander steht bei den meisten im Mittelpunkt; miteinander gegen die äußeren Bedingungen und die Uhr; gemeinsam für den karitativen Nutzen – jeder gelaufene Kilometer zählt; Startgelder = 100%  Spende für die ambulanten Kinderhospizdienste Recklinghausen und Gladbeck; Teil bekommt teilnehmerstärkste Grundschule für Gartenprojekt; Frau Peters mit ihren mittlerweile 93 Jahren; der Weltrekordler im Marathon Retro-RUNNING; inoffizielle Weltrekord des Rückwärtsstarts; Steffis initiierter Sektempfang um 03.00 Uhr am frühen Morgen;

Zuschauer/ Stimmung:   [eher anders!] –  100% (Landschafts-) Rundenlauf, kein Jubel-Trubel-Städtemarathon; Zuschauer gibt es hier eher keine; dafür ein Zusammengehörigkeitsgefühl auf der Strecke, vor allem mit fortschreitender Zeit, die man zusammen auf und an der Strecke ist; auch zwischen den Normalo-Läufern, den Laufnarren und Helfern; bunte Mischung aus Kinderwagen, Rollatoren, Kindern und Schülern der Grundschulen – irgendwie einzigartig und speziell – muss man erlebt haben;

Leistungen:   [überschaubar!] – Startplatz, Startnummer – beim erstmaligen Erreichen der 100 km-Marke gibt es das Club-Shirt vom Club der 100km-Läufer von Reken mit Fanfare und anschließendem Foto für die Ahnengalerie (Pinnwand); VP, motivierte und motivierende Helfer, die rund um die Uhr für einen da sind, immer nett und freundlich; Sanitäranlagen, Zeltmöglichkeit;

Verpflegung:  [super!] – Festival-Picknick – jeder bringt sich mit, was er braucht: Kuchen, Gouda- und Salamiwürfel, Weingummi, Waffeln, RedBull; Steffis Sektempfang;  Offiziell gibt es 1 VP-Stand vor dem Zelt mit Wasser, Cola, Banane, Laugenbrezel; im Zelt: Kaffee, Brühwurst, Bratwurst, Nudeln mit Bolognese; Lokallust-Zelt: auch mit eigenem Catering; à ist ein wenig diffus, vor allem für Erst-Läufer;

Preis:   [super!] – von einem Startgeld im klassischen Sinne kann hier gar nicht die Rede sein; 3 Euro Pfand für die Startnummer mit Zeitsensor; bei Rückgabe erfolgt Pfandrückerstattung; Spenden werden gerne gesehen; alle Einnahmen werden karitativen Zwecken gespendet;

Wetter:   [naja!] – in 24 Stunden passiert wettertechnisch EIGENTLICH einiges; allerding dominierte diesmal der Regen (18h); zusammengefasst war es in vielerlei Hinsicht extrem – extrem regnerisch + extrem windig + in der Summe auch phasenweise vor allem in Nacht extrem frisch; gegen Ende der Veranstaltung 3 Stunden durchgehend trocken und teilweise sogar sonnig – Temperaturen gefühlt zwischen 8-17 °C; ABER: besser als massive Sonne mit schweißtreibender Hitze;


Gesamturteil:                     [~*  5 von 5 Sterne  *~]

Der 7. Rekener 24-Stunden-Spendenlauf  war in diesem, meinem persönlichen zweiten Jahr, wie ein großes Familientreffen. Man trifft viele bekannte Gesichter, obwohl die Mehrheit der Läufer nicht dem harten Ultra-Kern zu zurechnen sind. Aber gerade diese bunte Vielfalt aus Läufern, Joggern, Walkern und Spazierengehern unterschiedlichen Alters macht das Erlebnis des Rekener-24-Stunden-Laufes irgendwie auch aus. Auf der Strecke trifft man auf Kinderwagen, Rollstuhlfahrer, Ältere mit Rollatoren, Familien und viele junge Starter, die ihre Grundschule vertreten und durch ihre Laufteilnahme ihren Beitrag zum Spendenlauf beitragen wollen. Neben den individuellen sportlichen Zielen werden alle Anwesenden durch das gemeinsame Ziel vereint, möglichst viele Kilometer für die gute Sache zu erlaufen.  Für jede gelaufene Runde spendet ein hiesiges Autohaus 0,50 €, womit jeder den Spendenbetrag durch sein läuferisches Tun maximieren kann und dadurch zusätzlich motiviert wird.

Ganz ohne kurz das Wetter anzusprechen geht es in diesem Jahr nicht. Was uns in den 24 Stunden wettertechnisch geboten wurde, war teilweise schon grenzwertig. Von Starkregen, über starken Regen und sekundärem Regen gab es vor allem Regen und das in allerlei Ausführung. Und Wind in Kombination mit dem Regen hat dann doch mit der Zeit zunehmend an der mentalen Reserve genagt, was sich bei mir persönlich vor allem ab dem Zeitpunkt negativ auswirkte, wo ich keine trockenen Wechselsocken hatte und die aufgeweichten Füße vermehrt zur Blasenbildung neigten, aber bis auf minimale Bläschen hielt sich dies in einem kontrollierten Umfang.

Alles in allem war der 24h-Lauf wieder eine toporganisierte Veranstaltung mit super netten Menschen, ob auf der Strecke oder auch am Verpflegungsstand. Ich war gerne dabei am „schönsten Berg des Münsterlandes“, ich war auch gerne bei diesem Wetter dabei und ich werde ganz bestimmt, wenn es passt, auch im nächsten Jahr wieder dabei sein, um den Gevelsberg zu rocken. Danke für alles und vor allem dafür, dass ich Teil des Ganzen sein durfte!!! Die Veranstaltung ist jedem Läufer zu empfehlen, kommt vorbei, dreht ein paar Runden, tut euch und den Kinderhospizen was Gutes…


In dem Sinne keep on Running & Rock ’n Roll


M2K2-Einleitung                                                                                            M2K2-Chronologisch

ausführlicher Erlebnisbericht

 

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Über SohlenRocker

Irgendwas zwischen laufverrücktem Kilometerfresser & multibewegtem Blogger - die Familienpackung Laufschuhe geht pro Jahr drauf?! Ansonsten naturverbunden, outdoorbesessen, wissbegierig, sozialverträglich & irgendwie auch ewiger SocialMedia-Neu-Entdecker...
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11 Antworten zu Kurz, knapp & bündig aus der Rubrik Mein Marathon Kriterien Kompass (13): 7. Rekener 24h-Spendenlauf 2017

  1. Pingback: Mein Marathon-Kriterien-Kompass: Nach dem Lauf ist vor dem Lauf – the hopefully never ending story | sohlenrocker

  2. somi1407 schreibt:

    61 Runden?

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    • SohlenRocker schreibt:

      ich habe mich mit 3 Marathons bzw. 53 Runden zufrieden gegeben – hätte noch Zeit gehabt, aber gegen Ende hat die Motivation gefehlt und du warst ja nicht da 😉 , Bedingungen waren für den A.., 18h Regen waren demoralisierend – bin aber dennoch zufrieden und wie war der Bike&Run? Wetter war ja am Sonntag top??

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      • somi1407 schreibt:

        Laut Tageszeitung war jemand mit 61 runden dabei. Ich dachte, dass du das vielleicht warst.
        Mir war das Wetter zu nass 😆 sonntag war es deutlich besser. Leider war das Starterfeld recht klein

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      • SohlenRocker schreibt:

        Ja, 61 Runden hatte der Alois – der läuft normalerweise aber auch an die 200 km in 24h, hat auch frühzeitig aufgehört – im Grund haben viele vorher aufgehört – wenn ich nicht das Minimalziel 3 Marathons gehabt hätte, wäre ich auch viel früher abgehauen – nen Neo wär die optimale Bekleidung gewesen… Bist du auch gestartet oder dürftest du ausschliesslich organisieren?!

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      • somi1407 schreibt:

        Ich hab die Läufer massiert 😎

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      • SohlenRocker schreibt:

        Ui welch ein Luxus – nach welchen Distanzen noch gleich? 😀 Wann ist denn die Veranstaltung im nächsten Jahr – vlt. sollte ich auch auf Bike&Run umswitchen??

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      • somi1407 schreibt:

        10km, Hm und Marathon. Datum steht noch nicht 100%, wird wohl wieder September. Kannst ja nach Reken bei uns dann auslaufen 😂

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  3. solera1847 schreibt:

    Wow! An so eine Belastung habe ich mich noch nicht gewagt. Irgendwann mache ich das aber mal…

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    • SohlenRocker schreibt:

      Im Grunde leichter als jeder Marathon – stellst dein Zelt auf – läufst ein bisschen – legst dich hin – läufst weiter und guckst hinterher was zusammengekommen ist und wenn das Ganze dann noch für einen guten Zeweck ist, läuft es sich noch motivierter, obwohl 18 Stunden Dauerregen schon eine Bürde waren 😉

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      • solera1847 schreibt:

        Wäh! Ich bin eh so eine Frostbeule, seit ich abgenommen habe. Aber die Idee arbeitet schon in mir. Als ich damals »Born to run« gelesen habe, fand ich die Ultra-Distanzen besonders cool, mittlerweile bin ich etwas zurückhaltender. Aber so ein 24-Stunden-Rennen, bei dem man halt mal dabei ist und mal wieder pausiert, das könnte mich glatt anlocken.

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