42.195 Kilometer per pedes durch eine Rheinmetropole – desillusioniert in der Landeshauptstadt beim Düsseldorfer METRO-Marathon 2017

|Nachtrag: 30.04.2017 | Düsseldorf | Metro Marathon |

Nur eine Woche nach dem Holocaust-Marathon in Gelsenkirchen wartete der Metro Marathon in Düsseldorf, bei dem ich in diesem Jahr mittlerweile zum dritten Mal am Start stehen sollte. Die Erinnerungen an den Marathon durch die Landehauptstadt von NRW sind durchweg positiv. Bei meiner DÜS-Premiere 2015 konnte ich damals die anstrengende Erfahrung machen, um als Erdinger-Alkoholfrei-Glas auf die Strecke gehen zu dürfen und auch 2016 als Staffel-Koordinator hatte ich mich mit meiner dargebotenen Leistung über die 42,195 km in 4:12:44 selbst überrascht. Auch in diesem Jahr sollte es nicht bei einem 0815-Marathon bleiben – so hatte ich die ehrenvolle Aufgabe als Brems- und Zugläufer für 4:45 h auf die Strecke zu gehen – was mir in Köln 2016 bei meiner Hasenpremiere noch so hervorragend geglückt war, wurde in Düsseldorf nur ein paar Kilometer rheinabwärts zu einem regelrechten Desaster, aber fangen wir vorne an…

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Bis auf das Kratzen der Scheiben verläuft die Hinfahrt ausnahmslos stressfrei. Nachdem Thorsten eingeladen ist, geht es zunächst auf die A40 Richtung Essen, von da dann rüber auf die A52 und weiter bis zur Abfahrt Düsseldorf Unterrath. Nach einer ¾ Stunde sind wir an unserem aus den letzten beiden Jahren bewährten Parkplatz Am Hain angekommen. Hatte uns vor drei Jahren noch der Zufall hierher gelotst, so ist es mittlerweile schon zum Standard geworden – ein kostenloser Parkplatz  mit super Anbindung zum Startbereich am Rheinufer und keinerlei Probleme bei der Heimfahrt, weil die Sperrungen dann schon längst wieder aufgehoben sind, was will man mehr.

Nachdem der Wagen sicher abgestellt ist, geht es mit der U78 zur Heinrich-Heine-Allee, wo dann ein fünfminütiger Fußweg durch die Altstadt wartet. Es geht vorbei am Rathaus, das  man vermutlich von der alljährlichen WDR-Fernsehübertragung vom hiesigen Karnevalsumzug kennt. Schließlich befinden wir uns vor dem mit Sichtschutz abgesperrten Bereich des Athletendorfs, welches sich auf dem Burgplatz direkt an den Rheinuferauen befindet.

VORSTART – zwischen Athletendorf & Startlinie

Direkt hinter den Absperrungen wird es dann ein wenig unübersichtlich, die in der Luft liegende Nervosität ist beinahe zu greifen. Eine halbe Stunde vor dem offiziellen Start herrscht hier fast schon Chaos. Tausende wuseln chaotisch durch die viel zu engen Zeltgassen im Athletendorf auf dem Burgplatz umher. Dazu lange Schlangen vor der Kleiderbeutelabgabe – gute Organisation sieht dann wohl doch irgendwie anders aus, so zumindest mein erster Eindruck.

Mein Programm für die nächste halbe Stunde bis zum Start ist noch gut gefüllt. Ich muss die Startunterlagenausgabe finden, um meine Startnummer abzuholen, dann bin ich noch nicht in meinem Renndress, weswegen ich mich also auch noch umziehen muss, dann wollen meine Klamotten abgeben werden und nachdem ich dann soweit startklar bin, wartet noch der 4:45-Ballon irgendwo, den ich heute über die Strecke tragen darf und obendrein wäre da ja auch noch ein gutes Stück Fußweg bis zum Start auf der Joseph-Beuys-Ufer, aber eins nach dem anderen.

Unsere Startunterlagen halten wir schnell in unseren Händen, die Ausgabestelle ist allerdings erst auf Nachfrage zu finden, gegen eine bessere Beschilderung gäbe es auch nix einzuwenden. Auf der Suche nach einer Möglichkeit zum Umziehen verliere ich Thorsten, was im Grunde aber auch egal ist – spätestens wenn ich meinen dezent gelben Ballon bekomme, wird er mich wiederfinden. Das große weiße Zelt, in dem sich auch die Orga der Pacer befindet, ist rappelvoll. Freie Sitzmöglichkeiten finde ich keine, deshalb ziehe ich mich kurzerhand am Souvenirstand um.

Allerdings habe ich das offizielle Fotoshooting, wie es scheint, so eben verpasst. Beim Orga-Stand kurz nachgefragt, ob ich meinen 4:45h-Ballon bekommen kann, aber man teilt mir mit, dass sich dieser momentan auf dem Weg zum Fotoshooting befindet. Fotoshooting? Ok, dass das obligatorisch ist, war klar, hätte man vielleicht auch vorher kommunizieren können, aber nun gut die gesamte Koordination der Zug-und-Bremsläufer war von Beginn an eher pomadig, anders kann man den Ablauf nicht beschreiben, wenn man eine Woche vor dem Start die erste Info hierzu erhält und dies auch erst auf Nachfrage?!

Beim Verlassen des Zeltes kommt mir dann einer von der Orga entgegen, der dazu zufälligerweise auch noch meinen 4:45h-Ballon trägt, aber von seinen Klamotten ehrlichgesagt nicht danach aussieht als würde er den Marathon mitlaufen wollen. Ich begegne ihm mit: “Hallo, ich glaube das ist meiner?!“, während ich auf dem Ballon zeige. Er darauf fast schon vorwurfsvoll und ermahnende: „Wo warst Du? Der Albrecht hat dir doch gestern Bescheid gegeben, dass wir uns um Viertel vor Acht zum Fototermin treffen?!“ „Häää wat – wer soll wem Bescheid gesagt haben? Albrecht? Wer ist Albrecht? Also mit mir hat niemand gesprochen und wenn ich am Dienstag nicht noch via Mail nachgefragt hätte, was jetzt überhaupt los ist, dann hätte ich noch nicht einmal erfahren, dass ich überhaupt eingeplant bin.“ „Ach so, ja ok, dann scheint da wohl auch was schiefgelaufen zu sein“ und drückt mir den gelben 4:45h-Ballon in die Hand.

Auf dem Weg zum Start

Danach bewege ich mich in Richtung  zum Start, der am Joseph-Beuys-Ufer liegt. Der windanfällige Weg dorthin führt mich entlang des Rheins und dadurch, dass es hier doch etwas stärker weht, wird es ein wenig frisch. Zudem liegt der Startbereich mit dem Starttor durch die imposanten Gebäude wie Tonhaus und Palast komplett im Schatten, was den Wind noch unangenehmer werden lässt. In der Sonne ist es dagegen durchaus  angenehm und auszuhalten. So wie das Wetter aktuell mit blauem Himmel und fast wolkenlos aussieht, ist davon auszugehen, dass wir wettertechnisch heute einen Bilderbuchtag erwarten dürfen – gute Vorzeichen also…

Das Düsseldorfer Tonhaus ist das bedeutendste Konzerthaus Düsseldorfs –  der Kuppelbau mit grüner Kuppel wurde Ende der 20er Jahre als Mehrzweckhalle unter dem Namen Rheinhallen gebaut und unter anderem als Planetarium genutzt. Das markante Gebäude wird noch mindestens zweimal bei der Rheinquerung unsere Strecke kreuzen. Auf dem Weg zum Start geht es jetzt erst noch unter der Oberkassler Brücke durch. Die Erste Brückenpassage folgt dann bei Kilometer 13, wenn es dann rüber nach Ober- und Niederkassel geht.

Mit fortschreitender Zeit füllt sich der Start-Zielbereich nach und nach. Nachdem ich mich bei den Startblockeinweisern erkundigt habe, wie die genaue Aufteilung ist, finde ich auch den weiß markierten Bereich, der meiner Meinung nach, aber auch hätte deutlicher markiert werden können. Naja egal. Und auch Thorsten, den ich zuvor nach der Startbeutel Abgabe verloren hatte, findet mich hier wieder – aber mit meinem gelben Ballon kann er auch keine bessere Orientierung haben. Schnell sind einige Läufer um uns herum versammelt. Auch die anderen beiden Ballonträger finden sich ein. Nach netter Begrüßung wird die Strategie festgelegt. Der Plan ist es eine konstante 6:45 min/ km zu laufen, um somit nach 04:44:49 Stunden das Ziel zu erreichen. Die weiteren Zwischenziele sind der Halbmarathon nach 02:22:24 Stunden – allerdings muss ich mich dabei fast komplett auf die anderen beiden verlassen, da ich mir immer noch keine neue GPS-Uhr bestellt hatte und deshalb nur mit meiner Zeigeruhr ausgerüstet bin.

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Offizieller Streckenplan (Quelle: http://www.metro-marathon.de)

Der START – ein Marathon in 4 Akten – mit von allem ein bisschen – Drama, Tragodie und Happy End

Über die Lautsprecher startet der Moderator den Countdown – 5, 4, 3, 2, 1 und GO, der Start ist erfolgt. Endlich geht es los, obwohl wir im hinteren weißen Block noch gut und gerne drei Minuten nach dem offiziellen Start warten müssen, bevor auch wir die Startlinie überqueren und uns auf die Strecke begeben können, die sich grobstrukturiert aus den vier Staffelabschnitten zusammensetzt und mit mit viel Phantasie von der Form her mit einem deformierten vierblättrigen Kleeblatt vergleichbar ist.

Während sich Thorsten noch bis zum Start bei uns 4:45h-Schleichern aufgehalten hatte, ist er nach dem Start relativ zeitnah verschwunden – bedingt durch meine Aufgabe kann ich ihm heute nicht folgen. Für mich heißt die Marschroute konstante 6:45 min/ km (04:44:49) abzuspulen. Die überschaubare Pace hat natürlich auch weitere Vorteile, so habe ich beispielweise ausreichend Zeit, um nebenbei bei herrlichem Wetter Bilder zu machen und die Strecke zu genießen, was mir zu Beginn des Laufes auch super gelingt

                                                                 Abschnitt/ Akt 1 (km 0 bis 11,3 km/ Länge: 11,3 km)

Die Ziele zu Beginn sind klar: Reinkommen in den Marathon – die Gruppe kennenlernen – wem muss die Angst genommen werden – Anlaufnehmen für langen Weg ins Ziel – die wesentliche Aufgabe die Gruppe geschwindigkeitskontrolliert in den Lauf zu bringen – denn jeder weiss es, am Ende ist die Ente fett! Auf der ersten Schleife geht es zunächst in Sichtweite zum Rhein entlang flussabwärts gen Norden in Richtung Düsseldorfer Messegelände. Es geht vorbei an zahlreichen imposanten Gebäuden unter anderem dem Gebäude des Museums Kunstpalast oder dem Gerichtsgebäude des Düsseldorfer Oberlandesgerichts.

An dem Punkt der Strecke, wo der Straßenbelag von Asphalt zu Kopfsteinpflaster wechselt, lässt der Aqua-Zoo nicht mehr lange auf sich warten. Die beiden Rossreiter, die an der Straße davor imposant thronen empfangen uns bei etwa Kilometer 4. Aber schon vorher kommen uns die Führenden der Männerkonkurrenz entgegen, wobei sich der Erste zu diesem frühen Zeitpunkt schon einen gut 200 Meter Vorsprung vor dem Zweiten rausgearbeitet hatte. Dieser frühe Vorsprung ist umso verwunderlicher, wenn man bedenkt, dass die Spitze sich in dem Moment erst zwischen Kilometer fünf und sechs befunden hat und die Strecke recht windanfällig ist. Mit taktischen so Spielchen wie Führungsarbeit und Zwischensprints haben wir natürlich nichts am Hut. Im Gegensatz zur Elite befinden wir uns zu diesem Zeitpunkt gerade einmal bei Kilometer 2,5.

Vor dem Aqua-Zoo wartet auch gleichzeitig der erste Verpflegungspunkt – kurze Ansprache an den Trupp um uns herum – wir appellieren an unsere Gruppe auch dann schon einen Schluck zu trinken, wenn noch gar kein Durstgefühl vorhanden ist, was auch alle bereitwillig umsetzen. Zu dem Zeitpunkt hat sich um uns herum eine ordentliche Läufertraube von gut und gerne 15 Läufern und Läuferinnen gebildet.  Die Gruppe ist total gemischt – Junge und Alte, erfahrene Marathonis sowie Ersttäter – wir Pacer unter einander hatten sichtlich unseren Spaß, es wurde viel gelacht und viele Anekdoten aus der Vergangenheit  erheiterten die Runde.

Die weiteren Kilometer flogen an uns vorbei, ohne dass wir es registrierten, natürlich immer mit dem Blick auf die anvisierte Pace, die es zu laufen galt. Bei Kilometer 10 laufen wir dann am geparkten Auto vorbei – bei Kilometer11,3 wartet für die Staffeln auf der Fischerstraße die erste Wechselzone – bis hierin läuft alles erwartungsgemäß und nach Plan – ebenso wie es laufen muss.

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                                                         Abschnitt/ Akt 2 (km 11,3 bis 24,4 km / Länge: 13,1 km)

Auf dem zweiten Teilabschnitt der Staffeln, der mit 13,1 Kilometern der längste der vier Abschnitte ist, geht es dann bis zum Halbmarathon-Tor auf der anderen Rheinseite weiter. Hierbei wird zunächst der Stadtteil Niederkassel durchlaufen und danach geht es durch Oberkassel – auf dem Weg zum Halbmarathon-Tor liegt unter anderem auch der Kirmesplatz der Rheinkirmes, die jedes Jahr im Juli ein paar Millionen Besucher an den Rhein lockt.

Bevor es über die Oberkassler-Brücke auf die andere Rheinseite geht, wartet das Ratinger-Tor, dass wir am heutigen Tag noch mehrmals passieren werden. Nachdem uns der Führende der Herrenkonkurrenz bei Kilometer 4 entgegengekommen ist, kommt uns hier die Führende der Frauenwertung entgegen. Ein vorausfahrendes Führungsfahrzeug kündigt die Elite-Athleten immer an – während wir uns bei Kilometer 12 befinden, ist sie schon bei Kilometer 25. Absoluter Wahnsinn mit was für einer unvorstellbaren Geschwindigkeit mir das Persönchen auf der anderen Seite entgegenfliegt, aber bei einer gefühlten Körpergröße von 1,40 Meter und maximal 45 Kilogramm Körpergewicht muss man auch schnell sein, wenn es mal Ärger gibt, ist schnelles Wegrennen die einzige erfolgsversprechende Überlebenschance.

Bei Kilometer 13 geht es dann über die Brücke, die Aussicht auf die Düsseldorfer Skyline ist beeindruckend – rechts liegen das Tonhaus und die kleine Kirmes, die am Rheinufer unweit vom Start aufgebaut ist. Es geht über den Rhein, in der Entfernung kann man mehrere Schiffe erkennen, die wie in Zeitlupe entweder größer oder kleiner werden – wir befinden uns nach der Brückenquerung in Oberkassel.

Nach einer Schleife durch Oberkassel geht es bei Kilometer 17 unter der Oberkassler-Brücke durch und nach Niederkassel. Die Strecke führt uns parallel und in Sichtweite zum Rhein. Wir befinden uns jetzt ungefähr auf Höhe des Athletendorfs nur auf der anderen Rheinseite. Im Gegensatz zur anderen Rheinseite hat der Rhein hier auf der Seite viel Platz, damit er bei Hochwasser in Herbst oder Frühjahr über die Ufern treten kann. Einen Teil dieser weitläufigen Flächen am Ufer des Rheins werden jedes Jahr im Sommer für die Rheinkirmes genutzt, die in zehn Tagen rund vier Millionen Besucher anlockt und mit der Cranger Kirmes in Wanne-Crange zu den größten Volksfesten in NRW zählt.

Als wir am riesigen Kirmesplatz der Rheinkirmes bei Kilometer 19 vorbeilaufen, ist der Arbeitstag für Robert Chemonges (UGA) den diesjährigen Sieger des Düsseldorfer METRO-Marathons schon zu Ende. Mit seiner erzielten Zeit von 02:10:30 über die Marathondistanz gibt er wahrscheinlich gerade sein erstes Interview und bekommt eine wärmende Decke gereicht. Bis wir das Ziel am Rheinufer auf der anderen Rheinseite erreichen, werden noch einige Millionen Liter Wasser den Rhein hinuntergeflossen sein – wenn alles nach Plan läuft, dann sind wir noch genau 02:22:29 h unterwegs.

Das rote Marathontor der Stadtsparkasse Düsseldorf bei Kilometer 21,6 passieren wir mit einer Brutto-Zeit von  02:24:58 – nach Brutto-Netto-Korrektur – also abzüglich der Zeitspanne zwischen offiziellem Start und unserem Überschreiten der Startlinie, bleibt unter dem Strich eine Netto-Zeit von 02:22:03.  Wir befinden uns also exakt auf Kurs. Wenn man es genau nehmen möchte, haben wir sogar 27 Sekunden Vorsprung auf den imaginären Ghostrunner.

Bei Kilometer 22,6 erfolgt die Brückenquerung Part II. Es geht wieder zurück auf die andere Rheinseite – kurzer Zwischenstopp für ein Fotoshooting mit Michel einer Marathon-Institution auf der Oberkassler-Brücke – bei jedem Marathon, wo ich ihn treffe und das ist gefühlt immer, gehört das obligatorische Selfie mit ihm zum Pflichtprogramm, – ich sollte mal alle zusammensuchen und ein  – es müssen mittlerweile weit mehr als zehn sein.

Bei Kilometer 23,2 wartet dann erneut die beiden weißen Gebäude des „Ratinger-Tor“), die mit ihren Säulen auch irgendwie als antike römische oder griechische Miniaturtempel durchgehen würden. Das im klassizistischen Stil errichtete Bauwerk ist Teil der historischen Stadtmauer und ist ein Zolltor, wo Händler Binnensteuern zur Zeit der Viel- und Kleinstaaterei bezahlen mussten

Danach folgt eine lange Gerade, die uns auf ein geschichtsträchtiges Gebäude mit einer von außen sichtbaren Uhr zu laufen lässt. Das in den 1920er Jahren erbaute Wilhelm-Marx-Haus galt zur damaligen Zeit als das höchste Eisenbetonbauwerk in Europa und war zugleich das erste Hochhaus Westdeutschlands. Direkt neben dem Gebäude befindet sich in Form eines Pavillons der metallische Nachbau des so genannten Musiktempels, der durch den Bau des Wilhelm-Marx-Hauses weichen musste. Das Original stammte aus den Anfangsjahren des 19. Jahrhunderts und wurde 1902 im Zuge der Industrie- und Gewerbeausstellung gebaut. Wir befinden uns bei Kilometer 23,8.

Noch bevor die dritte Wechselzone bei Kilometer 24,4 an der Ecke Steinstr./Blumenstraße erreicht ist, beginnt eine der versnobtesten Straßen der Republik – die Königsallee oder auch einfach nur KÖ genannt. Auf der Königsallee 11 wartet mit dem Breidenbacher Hotel eine 5-Sterne-de-Luxe-Residenz, die zum Marathon in den letzten drei Jahren vor dem Hotel immer einen eigenen Verpflegungstand errichtet hatten und den Läufern durch einen Concierge und weiteren Angestellten in elitärer Dienstkleidung Bananen und Wasser gereicht haben. Und genau so soll es auch in diesem Jahr sein – ohne eine Foto zu schießen, komme ich an der Szenerie natürlich nicht dran vorbei.

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                                                          Abschnitt/ Akt 3 (km 24,4 bis 33,0 km / Länge: 8,6 km)

Der dritte Staffelabschnitt ist mit 8,6 Kilometern der kürzeste der vier Abschnitte und es geht zunächst noch ein Stück auf der Königsallee weiter. Was das KDW in Berlin ist die Galeria Kaufhof in Düsseldorf, das große Gebäude befindet sich auf der Königsallee 1. Auf dem Gehweg kurz vor dem Galeria Kaufhof-Gebäude befindet sich bei Kilometer 24,6 die berühmte KÖ-Uhr.

Bei Kilometer 25,5 passieren wir schon wieder (zum mittlerweile dritten und letzten Mal) das weiße Doppel-Tor und danach schließt sich jetzt die Team-Essen-99 Passage an – der Steiger, der in seiner Bergmannstracht beim VIVAWEST-Marathon am Weltkulturerbe Zollverein immer wartet und einen flotten Spruch parat hat, ist hier und heute nicht zu sehen.

Das rosafarbene Gebäude des Theatermuseums der Landeshauptstadt Düsseldorf folgt bei Kilometer 26, keine 200 Meter weiter bei 26,2 Kilometer werde ich das letzte Mal für die nächsten anderthalb Stunden meine Cam zücken, um den Kirchenturm der Rochus-Kirche zu fotografieren. Das nächste Foto werde ich erst wieder im Medienhafen vom Rheinturm bei Kilometer 38 machen, denn es bahnt sich an, dass es schon unerwartet früh zäh werden wird. Das auffällig rosafarbene Gebäude des Theatermuseums der Landeshauptstadt Düsseldorf registriere ich zwar, aber der Reiz zum Fotografieren wird nicht ausgelöst.

An der Fußgängerbrücke an der Jülicher Straße bei Kilometer  27,5 – hier würde ich im Nachhinein die ersten Vorboten vom Niedergang verorten – ein Gedankentornado formiert sich, ist aktuell aber erst noch ein laues Lüftchen und deshalb handelbar. Auswirkungen auf meine physische Leistung hat er noch nicht, allerdings konzentriert sich meine Wahrnehmung zunehmend auf die wachsenden Symptome der Erschöpfung. Fast schon lawinenartig schwirren mir Gedanken durch den Kopf, denen man bei einem Marathon unbedingt wenig Beachtung schenken sollte und mittels Gedankenstopps beenden muss.

Ablenkung vom Streckenrand wäre zwar prinzipiell da gewesen, dringt aber nicht mehr zu mir durch. Ich bin so sehr mit mir selbst und mit dem Sortieren meiner Gedanken beschäftigt und in ihnen vertieft, sodass ich die ablenkenden Reize, die mir durch die Strecke angeboten werden, wie beispielsweise das Eisstadion der DEG METROSTARS an der Brehmstraße bei Kilometer 28,5 gar nicht mehr wahrnehme.

Kurz vor dem Eisstadion befindet sich dann eine Verpflegungsstelle – wohlmöglich mit unter anderen ein Grund warum ich hier kein Auge für die Umgebung hatte. An der Verpflegungsstelle werden Gels gereicht – normalerweise immer ein positiv konnotierter Zeitpunkt in meinen Marathons – ich greif mir vier Gels in unterschiedlichen Geschmacksrichtungen, aber dennoch bleibe ich negativ. Auch nachdem ich mir eins der Gels einverleibt habe, ändert sich an meiner negativen Grundstimmung nichts. Ich finde das Haar in der Suppe, anstelle sich über die gratis Gelisierung zu erfreuen, ärgere ich mich innerlich über die hohe Viskosität und den atypisch minimal süßen Geschmack, der mir zu diesem Zeitpunkt unbekannten SIS-Gels. Zumindest die Cola schmeckt so wie immer und streicht für das erste die tiefsten Sorgenfalten einigermaßen wieder glatt.

Das laue Lüftchen hat in der letzten Viertelstunde ordentlich an Fahrt gewonnen und hat sich mittlerweile zu einem Orkan hinaufgeschraubt, aber bis Kilometer 30 ist zumindest zeittechnisch soweit noch alles wie geplant, wir liegen mit einer 3:22:27 absolut in Time.

ENDE im GELÄNDE – der Ballon ist abgefahren

Fußgängerbrücke Wehrhahn bei Kilometer 31,7 – es muss kurz nach Kilometer 32 gewesen sein?! Der relativ kurze Anstieg der Fußgängerbrücke tritt unerwartet deutlich in den Vordergrund meiner Wahrnehmung. Irgendwie macht sich so allmählich zudem eine Schwere in den Beinen deutlich bemerkbar und auch der Gegenwind auf den breiten endloslangen Straßen drängt sich mir unweigerlich ins Bewusstsein – die Trilogie aus Steigung, Gegenwind und Erschöpfung wird zunehmend allgegenwärtig. Vielleicht hätte ich mir den Holocaust-Mahnmal- Marathon von letzter Woche doch lieber knicken sollen – Gedanken drehen sich zunehmend um negative Aspekte – Selbstzweifel machen sich breit, ich suche nach Gründen für ein noch nicht eingetretenes Scheitern und lege damit gleichzeitig die Weichen dafür. Und dann kommt eins zum anderen und die negativen Gedanken lassen sich nicht mehr kontrollieren.

Bei Kilometer 32,5 wartet das Goethe-Museum, das rosafarbene Gebäude liegt nur knapp  250 Meter vom Gebäude des Theatermuseums entfernt, wir befinden uns kurz vor der nächsten Wechselstelle – aber für Kultur und Gebäude habe ich keinerlei Auge mehr – vom Umfeld nehme ich nichts mehr allzu viel wahr und wenn dann nur unbewusst. Und kurz nach der Wechselzone drei an der Jacobistraße ist es dann passiert…

                                         Letzter Abschnitt/ Akt 4 (km 33,0 bis 42,2 km / Länge: 9,2 km)

Der letzte Abschnitt startet bei Kilometer 33 und ist mit 9,2 km der zweitkürzeste der vier Teilabschnitte. Er führt durch Friedrichstadt, Unterbilk vorbei am Rheinturm, dann kommen im Medienhafen die beiden außergewöhnlichen Häuser und zuletzt kommt Karlstadt mit dem Ziel direkt am Ufer des Rheins.

Das Drama nimmt seinen Lauf…

Irgendwo kurz nach der Wechselzone bei Kilometer 33 passiert es dann – der Start meiner Out-of-Order-Phase, die nächste Eskalationsstufe ist erreicht – es fühlt sich irgendwie danach an als hätte ich einen Frosch im Hals, aber jegliches Räuspern, lässt das Gefühl nicht verschwinden. Ich versuche fast schon verzweifelt dieses Jucken auf den Bronchen – oder ist es doch der Eingang von Speise- oder Luftröhre, naja egal – mit bewusst herbeigeführtem Husten zu beseitigen, aber auch dies gelingt nicht wirklich Es führt zumindest zu keinerlei Linderung – mit jedem Moment, den ich mich mit diesem Problem beschäftige, verliere ich den Fokus auf das Laufen – bis ich schließlich dieses komplett abbrechen muss und stehen bleibe. Das juckende Kratzen wird stärker, der Husten überschlägt sich, meine Augen tränen – so in etwa muss es sich anfühlen, wenn man einen asthmatischen Anfall erleidet.

Ist es mir vorher noch gelungen negative Faktoren erfolgreich auszublenden – irgendwie hat das Hustenproblem die anderen Probleme katalysiert. Als hätte der Gedankentornado dermaßen an Kraft zugelegt, dass die normalen Barrieren der mentalen Stärke nicht mehr in der Lage waren ihn zu stoppen oder zumindest einzudämmen. Vermutlich hätte ich mit einem rationalen Gedankenstopp reagieren müssen, aber in dem Moment war es fast unmöglich – eine außenstehende Person hätte da vielleicht intervenieren können aber eigenständig aus dem gedanklichen Teufelskreis zu entkommen ist nur schwer machbar und zudem war ja der Hustenreiz auch real.

Die Attacke dauert gefühlt eine Ewigkeit, in Realität aber nur drei bis vier Minuten, trotzdem bin ich komplett raus aus meinem Rhythmus – die anderen beiden Ballonträger sind mittlerweile schon aus meinem Sichtfeld und ich habe echt damit zu kämpfen, den Reiz zu unterdrücken, der mich weiter husten lässt – wirklich erfolgreich bin ich dabei nicht. Zunächst habe ich noch überlegt, mit welcher Taktik ich die anderen Pacer wieder einholen kann, aber immer dann, wenn ein imaginäres Belastungslevel überschritten war, fing es bronchial wieder an zu jucken und ich musste rausnehmen. Woran diese bronchial Attacke letztendlich gelegen haben wird, kann ich wirklich nicht sagen – entweder war es wirklich psychosomatisch bedingt oder vielleicht auch doch durch Pflanzenpollen ausgelöst, die auf Grund des trocken-warmen Wetters vermehrt die Luft belastet haben?!

Was es genau war – ist im Nachhinein natürlich nur schwer zu beurteilen, ich denke aber, dass es der Pollenflug der blühenden Platanen war, der den dunklen Moment endgültig ausgelöst hat. Pollen im Rachen – bei jedem Atemzug kratzt es, als würde etwas in meine Luftröhre gelangt sein – mir ist zwar nicht bekannt, dass ich an irgendeiner Allergie leide, aber ich Huste vor mich her und das Ganze bekommt schon fast asthmatische Dimensionen. Eventuell wurde der Hustenreiz auch mechanisch durch die Polle ausgelöst? Jeden Falls: Ich muss stehen bleiben, setze mich hin und spiel mit dem Gedanken auszusteigen, mein kompletter Rhythmus ist gestört. Das ganze Manöver dauert fast fünf Minuten. Raik und Steffi sind mittlerweile außer Sichtweite und mir fehlt in dem Moment einfach die Kraft nach vorne aufzuschließen. Der Bruch in meinem Rennen hat sich endgültig vollzogen.

Danach war an normales Weiterlaufen nicht mehr zu denken, von jetzt auf gleich ist die Luft raus und das wortwörtlich. Innerhalb von wenigen Momenten bricht ausgelöst vom Atemproblem ein Gedanken Tornado in meinem Kopf los, den ich in einem solchen Ausmaß schon lange nicht mehr erleben musste. Destruktive Gedanken und Negativität lassen bei herrlich sonnigem Wetter dunkle Wolken aufziehen. Der Rhythmus ist endgültig dahin und das knapp zehn Kilometer vor dem Ziel. Danach beginnen für mich zehn extrem harte Kilometer – aufgeladen mit all den negativen Emotionen geht eigentlich gar nicht mehr viel bis auf den wütenden Gedankentornado, der einiges aufwirbelt und Chaos zurück lässt. Wenn an normalen Tagen nichts mehr geht, dann klappt wenigstens noch das stramme Wandern mit einer Pace von 8 min/ km, aber heute kostet selbst die Überwindung dafür unheimlich viel Kraft und dazu permanent dieses drückende Bedürfnis stehen zu bleiben,  mich hinzulegen und meine Augen zu schließen und das nach 33 Kilometern bei einem Marathon, der bis dahin geschwindigkeitstechnisch absolut kontrolliert gelaufen wurde und absolut in meinem Leistungsspektrum zu sein schien.

Nachdem ich mir dann nach einer Weile eingestanden hatte, dass es mit der angestrebten Zielzeit von 04:44:59 nichts mehr werden wird, reiße ich mir den 04:45h-Ballon ab und lass ihn wegschweben. Ein in jedem Fall deprimierendes Gefühl, aber ich möchte ja niemanden eine falsche Hoffnung geben, die ich in dem Moment nicht mehr hätte einhalten können. Dass ich an der verpassten Zielzeit von 04:45:00 h längere Zeit zu knabbern hatte, zeigen sowohl die benötigte Zeit von 1:20 h für 10km, die ich eigentlich in einer 01:07:30 hätte zurückgelegt haben müssen, um den Ballon exakt nach 04:44:49 im Ziel landen zu lassen und die überschaubare Anzahl der gemachten Fotos im Zeitraum zwischen Kilometer 33 und Kilometer 42 sprechen natürlich auch eine deutliche Sprache.

Bei Kilometer 39,5 – ungefähr drei Kilometer vor dem Ziel treffe ich Thorsten, der mir auf der anderen Straßenseite entgegenkommt und auch nicht mehr den fittesten Eindruck macht. Während ich bei Kilometer 39 bin – ist er schon auf seinem letzten Kilometer. Ich spiele kurz mit dem Gedanken abzukürzen, aber als er mir sagt, dass bei Kilometer 40 noch eine Zeitmessung wartet, erledigt sich der Gedanke von selbst. Die letzten Meter Leid bis dann endlich Ziel erreicht ist, werde ich auch noch ertragen. Dieses Erlebnis bedarf zu Hause am Schreibtisch sowieso noch einer intensiveren Aufarbeitung.

Ab Kilometer 40 wartete das letzte Mal die KÖ und auch die Zeitmessmatte, die Thorsten meinte – von hier aus geht es dann relativ flüssig, wenn man davon in meinem Zustand überhaupt noch sprechen darf, weiter bis zum Ziel unten am Rhein. Nach den letzten zwei Kilometern ist dann auch der langherbeigesehnte Zielkanal mit dem Zielbogen bei Kilometer 42,195 am Ende endlich erreicht. Wirklich freuen kann ich mich über das Finish allerdings nicht, höchstens darüber dass es endlich vorbei ist – daran ändert auch die coole Medaille, die ich mir umhängen lassen überhaupt nichts dran, dass dieser Marathon unbedingt einer Aufarbeitung bedarf, drüber bin ich mir aber schon beim Zieleinlauf im Klaren…

Nachzielbereich & Heimfahrt

Thorsten wartet am Ende des Zielkanals, der direkt unten am Rheinufer liegt, schon mit einem Bier auf mich – schnell noch ein Erinnerungsfoto von diesem Moment der konzernierten Vollzerstörtheit – so erbärmlich wie ich mich in dem Moment gefühlt habe, war es schon lange nicht mehr. Wie ich das Ziel herbeigesehnt habe, war für einen Marathon eigentlich absolut atypisch ist. Ich schleppe mich die restlichen Meter durch den Zielkanal. Es geht auf dem direkten Weg zurück ins Zelt, um meine deponierte Tasche abzuholen, denn im ufernahen Bereich des Rheins wird es durch den immer noch wehenden Wind zeitnah ziemlich kalt. Erst einmal irgendwo hinsetzen und die letzten Stunden Revue passieren lassen – was ein gebrauchter Tag das doch war?!

Auf der Bank im Zelt sitzend habe ich dann per Zufall Raik noch wiedergetroffen, der sich nach getaner Arbeit am Pacer-Stand einen Helferpulli abholen will. Das ist doch mal eine unerwartete und freudige Überraschung nach dem Laufdesaster, dass wir so einen Pulli bekommen sollten, da hatte ich vorher natürlich nichts von gewusst, was wieder damit zusammenhängt, dass hier ein gewaltiges Kommunikationsproblem besteht. Entweder wurden hier die Verantwortlichkeiten der zu erledigenden Aufgaben nicht richtig verteilt oder aber die Aufgabenanforderungen übersteigen die vorhandenen Kompetenzen einiger Verantwortlicher, aber das ist zum Glück nicht meine Baustelle und Kritik zu äußern eigentlich auch nicht!


Fazit: Was war los? Was lief falsch?

Nachdem Motto – „war der Lauf nicht dein Freund, so war er dein Lehrer“, mache ich mich mal an eine Nachbetrachtung. Vermutungen wie der Lauf zum Fiasko werden konnte, habe ich einige. Möglicherweise lag es an einer grundsätzlich falschen Einstellung an der auf dem ersten Blick  relativ leicht zu erfüllenden Aufgabe – das innerliche Herabwerten eines Marathons mit Zielzeit von unter 04:45:00 Stunden war zu wenig fordernd. Ziel hatte nur eine geringe Attraktivität, deshalb konnte ich keine optimale Vorstartspannung bzw. innere Aktiviertheit aufbauen.

Begrenzte Vorfreude – lenkt die Aufmerksamkeit auf die zu erlaufende Zeit/ Leistung und nimmt einen irgendwie was vom Laufvergnügen. Es verhindertet, blockiert den freien Genuss vor allem bei einem nicht optimalen Belastungs-Erholungsverhältnis. Dazu kommen die Leistungen aus Hannover und vom HOMAMA, wo es mit überschaubarem Einsatz zu Zeiten um die vier Stunden gereicht hatte. Vielleicht war ich auch geblendet von den in Hannover und der Woche zuvor beim HOMA-Marathon erzielten Leistungen – die mich vielleicht auch irgendwie übermütig werden lassen haben – da Hochmut ja bekanntlich vor dem Fall kommt, war das die Quittung dafür. Wer denkt zu sein, hört auf zu werden – vermutlich war meine Einstellung an dem Tag absolut für den Arsch, allerdings eher unterbewusst, weil eigentlich hatte ich Bock.

Auch wenn sich das zu Beginn gar nicht danach angefühlt hat, so wurde es hinten raus echt zäh wie Kaugummi, aber vielleicht wollte ich die möglichweise schon vorher vorhandenen Symptome auch gar nicht wahrnehmen, schließlich stand ja sowieso schon seit längerer Zeit fest, dass dieser Termin mit Pacer-Aufgabe auf mich warten wird. Naja solche Tage sind dann wohl der Kollateralschaden, wenn man zu gierig nach Marathons ist, um seinen Marathonzähler schnellstmöglich Richtung 100 voran zu treiben.

Ich denke die Summe aus schlechter Voreinstellung, suboptimaler Erholung waren letztendlich die Hauptursache für das heutige Abschneiden – inwieweit der fast schon asthmatische Anfall Ursache oder nur Ergebnis war, lässt sich nur schwer bewerten. Belastungsbedingtes Asthma ist bei mir zuvor zumindest auch noch nicht vorgekommen, sodass das eigentlich ausgeschossen werden kann. Fakt ist aber, dass mich der Hustenanfall ordentlich aus dem Rhythmus gebracht hat.

Eins ist mir durch das heutige Erlebte ebenfalls klar geworden, drei Marathons in 21 Tagen, wobei zwei davon ganz nah am individuellem Leistungslimit gelaufen wurden, offenbart mir meine aktuelle Belastungsgrenze – vor allem im mentalem Bereich. Eine überhebliche Grundeinstellung zum Marathon in 04:45:00 Stunden in Kombination mit einer unzureichenden Regenerationsphase und selbst eine unter normalen Umständen easy zu erreichende Zielzeit von 04:44:00 Stunden wird zur unüberwindbaren Wand.


Bewegt, in Farbe, ohne Text, dafür aber mit Musik  – die Fotoshow!!!

Wer es gern kürzer mag, dem sei aus der Rubrik Kurz, Knapp & Bündig der Beitrag zum METRO-Marathon 2017  ans Herz gelegt!!!


In dem Sinne keep on Running & Rock N* Roll

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Über SohlenRocker

Irgendwas zwischen laufverrücktem Kilometerfresser & multibewegtem Blogger - die Familienpackung Laufschuhe geht pro Jahr drauf?! Ansonsten naturverbunden, outdoorbesessen, wissbegierig, sozialverträglich & irgendwie auch ewiger SocialMedia-Neu-Entdecker...
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