Nachbericht zum Essen Marathon 2017 – für Anfang Oktober war es für meinen Geschmack eindeutig zu viel Grau!?

| Rund um den Baldeneysee | Essen | 08.10 2017 | Nachtrag |

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Wie so oft in letzter Zeit gewinne ich in der Woche vor einem Marathon beim Gewinnspiel des Hauptsponsors einen Startplatz für diesen Marathon. Die Anforderungen, um am Gewinnspiel teilnehmen zu können, beschränken sich in den meisten Fällen auf ein Liken und Teilen der Ankündigung des Marathons, um auf diesem Wege eine Woche vor dem Start der Veranstaltung nochmals die digitale Werbetrommel zu rühren. „Nichts ist leichter als das“, denke ich mir als ich die Nachricht von INNOGY in meiner Timeline sehe und mit dem zweimaligen Klicken die Teilnahmevoraussetzung erfülle – obgleich ich eigentlich noch am Marathon vom vorherigen Köln Wochenende zu knabbern habe, der alles andere als nach meinem Geschmack verlaufen war.

[2575 more Words]

Naja, Sich ins nächste Abenteuer zu stürzen soll ja bei manchen Problemlagen durchaus eine erfolgsversprechende Strategie sein, die allerdings im Zusammenhang mit einem Marathon besser nochmal durchdacht werden sollte?! [Memo an mich: Die Strategie sich von einem suboptimal verlaufenen Marathon 7 Tage später mit einem weiteren Marathon abzulenken, ist mehr als fragwürdig und sollte unbedingt hinterfragt werden!!!].

Aber was soll’s, hinterher ist man meistens zumindest schlauer, muss dann allerdings mit den Konsequenzen seines unüberlegten Tuns klarkommen. In meinem Fall sind die auf dem ersten Blick weniger dramatisch, denn wenn es schlecht läuft, dauert es am Sonntag etwas länger, ist meine Motivation noch weiter im Keller, ich bin noch eine Stufe träger und meine Lauflust nimmt noch eine Schüppe ab. Wenn man die Situation allerdings rational bewertet, kommt man unweigerlich zu dem Ergebnis, das hierbei eigentlich nur eine lauffreie Phase hilfreich sein könnte, die ich mir aus Eigenverantwortung zu meinem Körper eigentlich vor dem New York City Marathon sowieso verschrieben haben wollte…


So ausgeschlafen wie selten geht’s nach Essen…

Die Anfahrt in die Nachbarstadt zum Baldeneysee ist absolut nicht der Rede wert. Nach nicht einmal 30 Minuten befinde ich mich am Baldeneysee im Essener Süden. An der desolaten Parkplatzsituation hat sich im Vergleich zu 2015, als ich hier zum letzten Mal an den Start gegangen bin, allerdings nicht wirklich was geändert. Und wenn ich ehrlich bin, hatte ich die Situation auch komplett anders in Erinnerung, was vermutlich aber auch daran lag, dass mein Bruder damals die Dreistigkeit besessen hatte und kurzerhand aus einem Parkplatz der eigentlich keiner war, einen gemacht hat, sodass wir unmittelbar vor dem offiziellen Regattahaus parken konnten. In diesem Jahr sieht die Situation deutlich angespannter aus – auf beiden Straßenseiten stehen die parkenden Autos Stoßstange an Stoßstange. Ich fahre gefühlt bis in die Essener Innenstadt, [Info für nicht Ortskundige: die liegt über 10 km entfernt], aber es sind bestimmt dennoch gute zwei Kilometer und ein Blick auf die Uhr verschärft die Situation noch weiter.

Wir haben 09:15 Uhr und bis 09:30 Uhr sollen die Startunterlagen eigentlich abgeholt sein – ok, vielleicht hätte ich doch eher losfahren sollen. Diese Erkenntnis ist zwar löblich, bringt mir aber im Moment leider überhaupt nichts und schon gar keinen Parkplatz. Die desolate Parkplatzsituation hatte ich so auch echt nicht auf dem Schirm. Kurzerhand entscheide ich mich von der Haupt-Parking-Street links in eine Seitenstraße abzubiegen, die allerdings zu Beginn der Straße auch, wie soll es anders sein, komplett mit Autos zu gestellt ist. Dann findet sich aber doch noch eine Lücke zwischen zwei schon geparkten Autos. Nachdem mein Wagen steht und ich mich noch mehrmals vergewissert habe, dass ich auch ja nicht im absoluten Halteverbot stehe, schnappe ich mir meine Tasche und mache mich auf den Weg zur Turnhalle, wo die Startunterlagen ausgegeben werden sollen.

Auf dem Weg dorthin – treffe ich glücklicherweise einen anderen Läufer, der in unmittelbarer Nähe zum See wohnt und mir deshalb den Rat gibt nicht so wie die Masse es tut, den Weg an der Straße entlang zu laufen, sondern den Weg über den Baldeney-Steig zu nehmen. Am Ende soll ich dann am Restaurant Seeside rauskommen und von dort aus ist es dann nicht mehr weit zu den Sporthallen, in denen der Check-In zu finden ist. Der Weg über den Steig wird zur kleinen Bergwanderung mit grandiosem Ausblick auf dem Baldeneysee – schnell ein Foto für zu Hause und weiter geht’s in Richtung Veranstaltungsgelände.

Blick ins Baldeneytal

Blick vom Baldeney-Steig auf den Stausse

Mit 5minütiger Verspätung geht es dann zum Abholen der Startunterlagen – glücklicherweise wird das hier nicht so eng gesehen und ist überhaupt kein Problem – da mein Jahrgang bei der Anmeldung allerdings auch noch nicht korrekt vorgelegen hat, werde ich dank des Hinweises auf dem Umschlag zur Ummeldung gelotst. Alle sind megafreundlich und das Ganze dauert keine 5 Minuten und ich bin offiziell und mit korrekten Angaben Teil des Starterfeldes beim Marathon am Baldeneysee. Beim Umziehen an der Tischtennisplatte vor der Halle treffe ich Karsten und Gustav, die hier heute in Essen auch wieder am Start stehen, obwohl sie noch in der letzten Woche mit mir die 42 km von Köln gelaufen sind.

Danach muss ich noch schnell meinen Rucksack bei der Kleiderbeutelabgabe im weißen Zelt abgeben, aber schnell geht es hier eher gar nicht. Es wartet eine Schlange mit gut und gerne dreißig Läufern – dieser Programmpunkt wurde absolut schlecht geplant und noch viel schlechter umgesetzt!! Läufer treten vor einen Tisch im Zelt, wo dann handschriftlich ein Garderobenzettel geschrieben wird, um diesen dann umständlich am Rucksack zu befestigen. Ich habe keine Zeit, der Start erfolgt in weniger als zehn Minuten und der Weg zum Start dauert auch noch seine Zeit, deshalb gehe sofort nach vorne zum Tisch, nimm mir einen Zettel und einen Stift vom Tisch, schreibe meine Nummer auf den Zettel, befestige den an meinen Rucksack und bin auch schon auf dem Weg zum Start, während die anderen weiter wartend in der Schlange stehen. Hätte man ein paar Zettel und Stifte in die Reihe gegeben, wäre es zu dieser unnötigen Warterei erst gar nicht gekommen. Entweder die Kapazitäten anpassen oder strategischer Planen – vor allem wie eingesaut ich am Ende meinen Rucksack zurückbekommen habe, das ist fast schon Sachbeschädigung und auf jeden Fall eine Frechheit – total schmutzig mit Matsche – entweder ist das Zelt abgesoffen oder irgendwer war zu blöd, um das ohne Komplikationen zu managen?! Hier steckt auf jeden Fall Verbesserungspotential für das Folgejahr!!!

Der Weg zum Start führt über eine Fußgängerbrücke, da wir zusammen mit den Startern der Seerunden um 10.00 Uhr auf die Strecke geschickt werden sollen, herrscht hier, wie kann es auch anders sein – genau Stau. Die Starts der Staffeln folgen uns dann 15 Minuten später, was für Entzerrung sorgt. Für mich erfolgt der Start wie immer stressfrei und absolut gemütlich – eigentlich sogar noch gemütlicher als sonst, weil ohne jegliche Zeitvorgabe. Ganz anders als noch vor einer Woche in Köln, wo ich penibel darauf achten musste, eine konstante Zeit auf die Strecke zu zaubern und dann bei Kilometer 26 mein persönliches Waterloo erleben durfte, aber wie es scheint, waren die 128 Kilometer vom 24h-Lauf in Reken noch nicht wirklich verdaut oder war es doch eher eine nicht vorhandene Tagesform?! Auch eine Woche danach habe noch immer nicht die Antwort darauf finden können, was aber vor allem daran liegt, dass ich nicht intensiv genug nach einer Antwort gesucht habe und mich viel lieber mit einem weiteren Start ablenke, weil wenn ich nach einer Antwort gesucht hätte, hätte ich hier ganz sicher nicht am Start stehen dürfen – hätte, hätte – genau, da war doch was…

Essen-M vor dem Start 50


Startfrei zur großen Runde – noch ist es nur GRAU…

Aufgrund des Massenstarts und meiner Positionierung im Startfeld dauert es seine Zeit bis ich die Startlinie erreiche. Danach ist die Strecke zunächst minimal ansteigend, es geht vorbei an den Parkplätzen der Fregattabahn und dem Fregattahaus in Richtung Essen-Werden. In der Kurve hat sich die erste Samba-Trommlergruppe positioniert, die schon aus der Weite gut zu hören ist. Kurz danach verläuft die Strecke durch Essen-Werden, wir befinden uns bei Kilometer 3,5 und in der Nähe der Bushaltestelle wartet Trommlergruppe zwei. Nachdem die Brücke über die Ruhr passiert ist, warten mehrere verwinkelte kleine Straßen, die für den Verkehr gesperrt scheinen. Unter anderem geht es auch am Stadtbad vorbei. Was mir hier positiv in Erinnerung geblieben ist, dass die Streckenposten hier mit Anfeuerungs-Equipment ausgestattet wurden, um die Läufer lautstark anfeuern zu können. Nach der kurzen Schleife durch Werden geht es zurück an den See – hier passieren wir eine wohnbargemachte Schleuse und befinden uns auf dem Fuß- und Radweg, den wir erst wieder verlassen werden, wenn es in Essen-Kupferdreh über die Brücke auf die andere Seeseite geht und die Marathonis zum Schwenk auf die Schnellstraße nach rechts geleitet werden, während die Seerundler nach links in Richtung Ziel zum Endspurt ansetzen dürfen.

Aber bis dahin ist es noch ein gutes Stück entlang am Hardenbergufer – genau genommen ganze elf Kilometer. Bei Kilometer fünf passiert die Strecke eine imposante Wehranlage. Der damit aufgestaute Baldeney-See liegt knapp zwei Meter über dem Level der Ruhr, die von hier aus weiter in Richtung Duisburg zum Rheinorange fließt. Bei Kilometer acht wartet der Bunert-Fanpoint, der gleichzeitig der dritte Wechselpunkt für die Staffeln ist – aufgrund der Nähe zur anschließenden Gastronomie, ist hier im Vergleich zum Rest der Strecke zumindest etwas Stimmung, die Läufer werden durch einen Moderator namentlich empfangen und die speisenden Gäste spenden zwischendurch sparsamen Beifall.

Essen-M Highlights von der Strecke 50

Bevor es auf die andere Seeseite geht, kommen wir noch an einem Schnellimbiss mit dem verheißungsvollen Namen Biergarten am See vorbei, wo es dem Geruch nach zu urteilen lecker Pommes mit Currywurst gibt. Ich bin drauf und dran einen Stopp einzulegen, aber dummerweise habe ich mein Portemonnaie nicht dabei. Statt Fritten mit Majo wartet die Triathlon/ Duathlon-Abteilung des Turnvereins Kupferdreh 1877 mit der üblichen Kulinarik, außerdem wird es dank des ersten Staffel-Wechselpunkts auch wieder etwas voller.

Hier an der Hespertalbahn in Essen-Kupferdreh ist ordentlich Betrieb – vor allem wird das Bild von vielen jungen Sportlern dominiert. Hier befindet sich auch ein Kassenhäuschen und eine Haltestelle der Hespertalbahn, die ich heute allerdings nicht zu Gesicht bekommen werde. Danach geht es über die Fußgängerbrücke mit rutschigem Boden auf die andere Uferseite des Sees – hier trennen sich die Seerunden-Läufer von den Marathonis, was man unweigerlich auch daran merkt, dass sich die Strecke von jetzt auf gleich leert und man sich in der direkten Folgezeit immer mal wieder fragt, ob man sich noch auf dem offiziellen Teil der Strecke befindet oder sich vielleicht doch schon verlaufen hat.


Mir graut es vor dem was noch alles kommt…

Auch der Blick von der alten Eisenbahnbrücke über den im niesligem Grau gehüllten Baldeney-See macht nicht unbedingt Lust auf mehr, aber ich habe für den heutigen Tag noch einiges mehr gebucht als von hier und jetzt schon wieder in Richtung Heimathafen zu steuern. Auf mich wartet nämlich die volle Dröhnung, was genaugenommen noch ganz lange 31 Kilometer Wegstrecke bedeuten, dabei befinden wir uns gerade einmal bei Kilometer elf.

Von hier an wird es ein relativ einsames Unterfangen – auch wenn hier an der Schnellstraße-Wendeschleife gleich drei rhythmusgebende Sambagruppen  installiert sind – ansonsten ist hier nichts – bis zur Wende kommen einem noch vereinzelte Läufer entgegen, die den erlösenden Wendepunkt schon erreicht haben, aber die Anzahl ist überschaubar, was ganz sicher daran liegt, dass nur sehr wenige die hier mitlaufen das persönliche Ziel haben um die 5h anzukommen – entweder man hat sich was ambitioniertes vorgenommen oder erfüllt sich seinen Marathontraum auf der Bühne irgend eines großen Citymarathons, der neben der sportlichen Herausforderung auch die Teilnahme an einem hochgradigen Spektakel aus Jubel, Trubel und Heiterkeit garantiert, wo schon das Pasta-Essen mehr Erlebnis verspricht, wie hier in Essen das ganze Marathonwochenende, aber wer will es ihnen verübeln.

Direkt nachdem uns das Ortseinfahrtsschild darauf aufmerksam macht, dass wir so eben Essen-Rellinghausen erreicht haben, ist bei Kilometer 15,5 auch schon der Wendepunkt der des Streckenabschnittes erreicht – einem Streckenabschnitt, der so gar nicht nach meinem Geschmack ist. Wir laufen parallel zu einer stark gefahrenen Straße – knapp vier Kilometer in die eine Richtung, um dann am Wendepunkt umzudrehen, um dieselbe Strecke dann wieder zurück zu laufen. Zum Glück sind auf den insgesamt knapp acht Kilometer drei der insgesamt fünf Sambagruppen und ein Verpflegungspunkt sogar mit Cola platziert, was das Ganze etwas erträglicher macht – und vor allem die Gewissheit hier nur ein einziges Mal lang zu müssen.

Essen-M Zieleinlauf 50

Nach dem Schwenk auf die Schnellstraße geht es wieder zurück an den See bei km 19,5 geht es erneut vorbei an der Eisenbahnbrücke – bei Kilometer 21,2 wartet die Halbmarathonmatte und nach weiteren vier Kilometern ist man in etwa da, wo man vor knapp drei Stunden losgelaufen ist, irgendwo hinter dem späteren Zielbereich. 25 Kilometer sind endlich im Sack – eigentlich hätte ich spätestens hier dann auch genug See für heute gesehen, aber es wartet ja noch ein Nachschlag von weiteren 17 Kilometer, was von der Strecke her genau der Seerunde entspricht, den alle Starter dieses Wettbewerbs mittlerweile absolviert haben sollten. Da diese Läufergruppe den Großteil des Starterfeldes gestellt hatte, ist die Strecke auf der zweiten Runde der Marathonis dementsprechend leer, was das Laufen mit der immer wieder aufkeimenden Frage nach dem Sinn des Ganzen nicht unbedingt erträglicher werden läßt.


Das große Grauen hat mich längst im Griff…

Spätestens auf der zweiten Runde hatte ich mich satt gesehen an der grauen Seenlandschaft und auch die Ruhe am Essener Ruhrstausee war schon längst nicht mehr inspirierend. Als sich mir auf der zweiten Runde kurz vor Kupferdreh dann auch noch eine Schwanenfamilie in den Weg stellt, war der Tag sowieso schon gelaufen, gehört aber trotzdem zu den interessanteren Begegnungen auf der zweiten Streckenhälfte. Im Grunde hätte die Reizarmut kein Problem darstellen dürfen, weil ich ja vorher schon wusste, dass hier kein Marathon aus der Kategorie Jubel-Trubel-Heiterkeit auf mich warten wird. Vermutlich wäre das auch gar kein Problem gewesen, wenn nicht meine mentale Resilienz nicht noch vom Köln-Crash regenerationsbedarf gehabt hätte – von daher bin ich natürlich der alleinig Verantwortliche für dieses sparsam-harte Erlebnis im Essener Regen…

Was aus meiner Sicht aber gar nicht geht, das war das Verhalten der Radbegleitung des Führenden, der einen älteren Teilnehmer, der auf Zuruf von hinten nicht direkt reagiert hatte, dermaßen unfreundlichen angegangen wurde, dass man sich von Veranstalterseite nicht wundern muss, dass durch solche individuellen „Aussetzer“ zukünftig noch weniger Marathonis an den Start gehen werden. So ein Verhalten geht in meinen Augen gar nicht – der Weg bzw. die Straße ist an der Stelle mindestens fünf Meter breit! Am liebsten hätte ich den Idioten von seinem Rad geholt und zur Rede gestellt!!! Ist man als langsamer Läufer ein Läufer zweiter Klasse?! Wenn das in Essen so gehandhabt wird, dann wird das definitiv mein letztes Mal gewesen sein, dass ich hier an den Start gegangen bin.


Fazit/ Resümee: Von grau bis grauenhaft…

Trotz seiner langjährigen Tradition hat mich der traditionsreiche Landschaftslauf im Essener Süden heute nicht wirklich überzeugen können. Das waren für meinen Geschmack eindeutig zu viele Kritikpunkte, die sich zudem durch die ganze Veranstaltung gezogen haben. Mit der Parkplatzproblematik schon vor dem Start fing es an und zog sich wie ein roter Pfaden über die Strecke bis zur Medaille, einer nicht vorhanden Nachzielverpflegung und sogar das Wetter hat sich in diesem Jahr perfekt dem vorgefundenen Bild anpasst. Dabei lassen sich einige der kritisierten Punkte relativ leicht ausmerzen. Inwieweit meine individuelle Situation mit dem relativ kurzen zeitlichen Abstand von nur sieben Tagen zum Marathon in Köln zu diesem eher negativen Empfinden beigetragen hat, kann ich im Nachhinein nicht beurteilen, ist aber natürlich nicht auszuschließen und wäre durchaus plausibel.

Aber auch mit zeitlichem Abstand zur Veranstaltung relativiert sich mein persönlicher Eindruck nicht wirklich. Um im Konkurrenzkampf mit anderen eventmäßigen Veranstaltungen der unzähligen Citymarathons zu punkten, die in direkter Nachbarschaft über das Wettkampfjahr verteilt angeboten werden, müssen Highlights gesetzt werden, das hat man in diesem Jahr weder bei der Medaille noch bei der Verpflegung geschafft. Unterm Strich bin ich von der Mittelmäßigkeit enttäuscht, setzt man die Veranstaltung in Relation zu den im günstigsten Fall zu zahlenden 29 Euro, dann relativieren sich die meisten Kritikpunkte.

Trotzdem muss einiges zusammenpassen, dass ich mich in nächster Zeit den zwei Runden um den Teich wieder stellen werde. Als verpflegter Trainingslauf schön und gut, vielleicht noch um seinen Marathonzähler weiterzudrehen, aber ob man dafür dann unbedingt Startgebühren von um die 40 Euro zahlen will?! Mich ist das vielleicht noch als Spende für den Fortbestand des traditionsreichen Landschaftslaufs noch denkbar, aber nicht aus Überzeugung?!. Leistungsorientierte Läufer, die in Essen ihre persönliche Bestzeit angreifen wollen, finden hier sicherlich gute Bedingungen dafür, aber ich als Genussläufer bin bei den zwei Runden durch das Grau am Baldeneysee keineswegs auf meine Kosten gekommen, so Leid es mir tut!


die bewegten Bilder mit Musik gibt es natürlich auch:

und auch Beitrag aus derRubrik Mein kriteriengeleiteter Marathon Kompass zum 55. innogy Essen Marathon ist fertig!!!


In dem Sinne keep on Running & Rock ‘n‘ Roll…

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Über SohlenRocker

Irgendwas zwischen laufverrücktem Kilometerfresser und multibewegtem Blogger, aber eine Familienpackung Laufschuhe geht pro Jahr drauf?! Ansonsten naturverbunden, outdoorbesessen, wissbegierig, pflegeleicht, sozialverträglich & irgendwie auch ewiger SocialMedia-Neu-Entdecker...
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3 Antworten zu Nachbericht zum Essen Marathon 2017 – für Anfang Oktober war es für meinen Geschmack eindeutig zu viel Grau!?

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