My Advent Calendar New York City Marathon 2017 *limitierte spezial Edition* 26.2 Meilen bis ins Ziel und guten Rutsch: Türchen [~24~]

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Bei Betrachtung des Streckenprofils für Meile 24 wird einmal mehr klar, was damit gemeint ist, dass die Strecke des NYCMs nur bedingt dazu geeignet wäre, um seine persönliche Marathon-Bestzeit zu verbessern. Auch wenn die minimale Steigung auf dem ersten Blick alles andere als giftig erscheint, so ist es der späte Zeitpunkt so kurz vor dem Ziel definitiv. Wir befinden uns weiterhin auf der Fifth Avenue – auf der so genannten Museumsmeile. Die Passage wird auch ganz offiziell so genannt, weil hier schlichtweg ein Museum auf das nächste folgt und es obendrein Museen und Kunstgalerien von Weltformat sind. Unmittelbar nach dem 23-Meilenstein auf Höhe der 105/104th Street geht es vorbei am El Museo del Barrio, einem Museum, das seit seiner Gründung 1969 den thematischen Schwerpunkt auf Arbeiten von Künstlern aus Süd- und Mittelamerika gelegt hat.

Nur einen Block weiter auf Höhe der 103rd Street endet rechtsseitig der Conservatory Garden mit der Burnett Memorial Fountain, aber wirklich viel erkennen lässt sich jenseits der Parkbegrünung nicht, außer die Statue eines Dr. James Marion Sims, die sich vor dem Grün befindet – auch wenn ich mich zu Hause natürlich erst einmal schlau machen musste, warum man ihm in solch exponierter Lage sein Denkmal gesetzt hat. Er gilt als „Vater der Gynäkologie“, weshalb der Ort seines Denkmals gegenüber der New Yorker Academy of Medicine durchaus Sinn macht. Allerdings wird seine Person mittlerweile kontrovers diskutiert, da er aus heutiger Perspektive betrachtet ethisch-bedenkliche  Experimente an afro-amerikanischen Sklavinnen durchgeführt haben soll. In unmittelbarer Nachbarschaft zu ihm befindet sich das Museum of the City of New York, das sich mit der Stadtgeschichte New Yorks befasst.  Dabei steht der Zeitraum von den Anfängen als niederländische Kolonie Nieuw Amsterdam bis heute im Mittelpunkt. Zu sehen gibt es neben Karten, Gemälden und Kleidung auch Räume, die im Stil der jeweiligen Epoche gestaltet sind.

Ab der5th Avenue Ecke 100th Street beginnen die verschiedenen Fachbereiche des Mount Sinai Hospitals, das  1852 als „The Jews Hospital“ gegründete Krankenhaus zählt zu den renommiertesten der Vereinigten Staaten und ist zudem Co-Sponsor des New York City Marathons. Während sich auf der rechten Straßenseite im Central Park mit dem Jacqueline Kennedy Onassis Reservoir, das flächenmäßig größte Gewässer im Park und ein Refugium für Mensch und Tier zugleich anschließt, geht es linksseitig weiter mit Kultur. Auf Höhe der 94th Street wartet das International Center of Photography, was sowohl Museum als auch Forschungszentrum für Fotografie ist. The Jewish Museum für jüdische Kunst auf Höhe der 92nd Street heißt seine Besucher in einem sechsgeschossigen Haus, das sich Felix und Frieda Warburg durch den Architekten C. P. H. Gilbert 1908 im neugotischen Stil bauen ließen, herzlich willkommen. Ein Block später wartet die Andrew-Carnegies-Mansion, eine 1903 erbaute Villa im englischen Landhaus-Stil mit beeindruckenden 64 Zimmern. In das schlossähnliche Gebäude, in die das Cooper-Hewitt National Design Museum eingezogen ist, werden dem Publikum Objekte aus dem Design- und Kunstgewerbe gezeigt.

Foto-Collage von Meile 24 beim New York City Marathon 2017
Foto-Collage von Meile 24 beim New York City Marathon 2017

Auf Höhe der 90th Street führt die Strecke dann durch das Engineers Gate rechts in den Central Park. Das Engineers Gate ist eins von den insgesamt 20 Zugängen in den Park, die alle einen Namen tragen und mal mehr oder weniger pompös gestaltet sind.

Neben dem Vanderbilt Gate, das uns in den Conservatory Garden führt, gibt es noch das Miners‘ Gate  (E 79th St); Inventors‘ Gate (E 72nd St); Children’s Gate (E 64th St); Scholars‘ Gate (E 60th St); Artists‘ Gate (Sixth Ave); Artisans‘ Gate (Seventh Ave); Merchants‘ Gate (Columbus Circle); Women’s Gate (W 72nd St); Naturalists‘ Gate (W 77th St); Hunters‘ Gate (W 81st St); Mariners‘ Gate (W 85th St); Gate of all Saints (W 96th St); Boys‘ Gate (W100th St); Strangers‘ Gate (W106th St); Warriors‘ Gate (Adam Clayton Powell Blvd); Farmers‘ Gate (Lenox Ave).

In der Kurve vor der Abbiegung in den Park ist eine hellleuchtende Videoleinwand aufgebaut, die schon von weitem aus das Ende der Straße markiert hat und die fast schon unangenehm hell für meine an die dominierende Diesigkeit angepassten Augen ist. Denn wettertechnisch hätte mir weniger Niederschlag durchaus gefallen können, aber was will machen, es kommt wie es kommt. Links befindet sich das Gebäude der Church of the Heavenly Rest, die 1929 fertiggestellte Episkopalkirche wurde im Stil des Art déco und der Neogotik gebaut. Neben den zahlreichen Zuschauern, die trotz widrigen Wetters hier zahlreich am Streckenrand stehen, werden wir auch vom offiziellen Schild des US-Schuhverkäufers im Central Park willkommen geheißen. Mit einer  schnellen Rechts-Links-kombination – rechts in den Central Park und links auf den East Drive – wartet ein relativ profilierter und vor allem kurviger Streckenabschnitt durch das Grün des Central Parks.

Auf Höhe der zwischen E88/89th Street befindet sich nicht nur das unverwechselbare Gebäude des Solomon R. Guggenheim Museums – was ich allerdings am Renntag zugegebenermaßen überhaupt nicht gesehen habe, sondern auch der reguläre Standort eines Denkmals, das jedes Jahr zum Zeitpunkt des New York City Marathons an die Ziellinie geholt wird. Jeder der sich ein wenig mit der Geschichte des New York Marathons auskennt oder meine vorherigen Texte gelesen hat, der weiß genau um wen es sich handelt? Es ist natürlich Fred Lebow! Ihm zu Ehren steht nämlich die lebensgroße Statue das ganze Jahr über gegenüber vom Guggenheim Museum an der Fifth Avenue im Central Park in direkter Nähe zum Reservoir.  Diese Stelle erreichen wir unmittelbar nach dem die Strecke rechts durch das Engineers Gate in den Central Park und dann links auf den East Drive gebogen ist, der eigentliche Standort der Statue befindet sich zur Rechten. „Few things in life match the thrill of a marathon„, so steht es auf dem Transparent, das am Sockel der Statue befestigt ist – wie recht er doch hat…

Wenn auf der linken Seite des East Drives das gigantische Gebäude des Metropolitan Museum of Art erscheint, das gewaltige Dimensionen hat und sich von der E84th Street bis zur E80th Street erstreckt, dann ist der 24er-Marker auf Höhe der 84th Street endlich erreicht. Von da an sind es nur noch zwei Meilen und 385 Yards, was immer das heißen mag – so genau will man das so kurz vor dem Ziel eigentlich auch gar nicht wissen und wirklich viel aufnehmen vom Streckenrand klappt auch nur noch bedingt, aber so lange die Medaille noch nicht um den Hals hängt, ist das Ziel noch nicht erreicht und die Devise lautet weiterhin – Augen zu und durch, beißen bis zum Ende auch wenn es schmerzt…


im Türchen Nr. 25 wartet Morgen mit Meile 25

Kalender waagerecht


in dem Sinne Rock ‚N‘ Roll & eine besinnlich frohe Weihnacht…

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Über SohlenRocker

Irgendwas zwischen laufverrücktem Kilometerfresser & multibewegtem Blogger - die Familienpackung Laufschuhe geht pro Jahr drauf?! Ansonsten naturverbunden, outdoorbesessen, wissbegierig, sozialverträglich & irgendwie auch ewiger SocialMedia-Neu-Entdecker...
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