My Advent Calendar New York City Marathon 2017 *limitierte spezial Edition* 26.2 Meilen bis ins Ziel und „rutscht gut rein“ Türchen [~POST FINISH~]

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Und nach dem Zieleinlauf geht es genauso optimal organisiert weiter, wie die Veranstaltung auch schon seit heute Morgen am Fort Wadsworth in Staten Island am Fuße der Verrazano-Bridge und auch während des gesamten Marathontages organisiert gewesen ist…

Unmittelbar nach dem Zieleinlauf hatte ich dann noch ein mir bekanntes Gesicht erspäht, zumindest dachte ich in dem Moment, dass ich den jemand kennen würde oder besser gesagt ihn schon mal gesehen hatte. Allerdings muss ich zugeben, dass ich vor Ort irgendwie nicht wirklich wusste mit wem ich das Selfie gemacht hatte, weil das einfach nur so ein Gefühl war. Zu Hause am Rechner hat sich dann bestätigt, das der Jemand doch relativ bekannt ist und zwar nur per Zufall als ich mir das Rennen mit der Eröffnungsrede auf YOUTUBE angeguckt habe, und ich mir dachte den Redner kennst du doch!? Es war Peter Ciaccia seit 2001 Präsident der NYRR und Renndirektor des New York City Marathons – der es sich nicht nehmen lassen hat, den Einlauf der 5h-Läufer persönlich anzugucken und sogar noch Zeit für ein schnelles Selfie hatte. Blöderweise war in dem Augenblick ein dicker Regentropfen auf der Linse, aber was soll’s.

Danach gab es eine Finisher-Medaille der Extraklasse um den Hals gehangen – groß, schwer, kunstvolle Gestaltung und meisterhafte Verarbeitung, die Medaille war der Punkt auf dem i und hat absolut in das Bild einer nahezu beängstigend perfekten Marathonveranstaltung gepasst. Und im Grunde war das so klar, wie das Amen in der Kirche, denn eine Marathonveranstaltung vonWeltformat wie der New York City Marathon weiß natürlich auch in der B-Note zu glänzen. Die Medaille wird in jedem Fall einen Spezial-Ehrenplatz bekommen, den hätte es wohlmöglich auch dann gegeben, wenn sie weniger geil ausgefallen wäre.

NYCM17 Mile 26+++
Foto-Collage aus dem Zielbereich vom New York City Marathon 2017

Danach geht es in Tippelschritten weiter zu den Wärmefolien, die hier einem umgelegt werden – mir ist nachträglich sowieso aufgefallen, dass man als Finisher im Zielbereich gefühlt wie ein Held behandelt und betüddelt wird. Jeder gratuliert dir, bedankt sich bei dir – total strange!  Mit den Folien um den Schultern ging es dann weiter zu den Lunchbeutel und  an der nächsten Station gab es dann auch den Handfrei-Aufkleber – der die beiden Folienenden vor der Brust zusammenhielt, so dass man wie der Name schon vermuten lässt beide Hände zum Kramen in der Lunchtüte frei hatte. Man merkt auf jeden Fall das hier an nahezu alles gedacht wird, um dem Kunden ein perfektes Produkt zu bieten

Aufgrund der überfüllten Wege geht es echt nur in Trippelschritten vorwärts in Richtung Straße. Der Zombiewalk bis zur 77th Street dauert gefühlt eine Ewigkeit – in regelmäßigen Abständen kommen medizinische Helfer vorbei und fragen ob bei uns alles Ok ist. Einige werden hilfebedürftige Läufer, denen es wie es scheint, gesundheitlich nicht optimal geht, werden zum Medizinzelt geleitet. Hatte ganz kurz überlegt, ob mir ein simulierter Schwächeanfall vielleicht einen verkürzten Weg zum Ausgang einbringt, habe mich dann aber doch dagegen entscheidenden und mich meinem Schicksal schleichend gestellt.

Zum Glück hatte das am Samstagabend doch noch mit der POST-RACE-PONCHO-Option geklappt und konnte über den vorderen Ausgang an der 77th Street den Heimweg antreten und musste nicht noch bis zur 81st Street oder sogar bis zur 85th Street, um mir dort meine aufgegebene Tasche an den UPS-LKWs abzuholen – also wenn ihr die Option habt oder Euch entscheiden müsst, dann rate ich Euch unbedingt zur PONCHO-Option – wenn ihr Fragen hierzu habt, schreibt mir einfach ins Kommentarfeld…

Also das Getippel ist im Nachhinein echt das Nervigste des ganzen Marathons  – vor allem weil auch die meisten um mich herum den Anschein machen als wären sie 100 km gelaufen – viele von der Anstrengung gezeichnet mit  schmerzverzehrte Gesichter, der Gang sieht total unrund aus, bei manch einem Ultra wären einige aus dem Rennen genommen worden und ich will hiereinfach nur ins Hotelzimmer unter die warme Dusche. Als wir die rettende Straße am Central Park West endlich erreicht hatten, entspannte sich die Lage ein wenig und man hatte die Möglichkeit an dem Kadaver slalommäßig zu vorbeizukommen. Und unmittelbar nachdem die Hauptstraße erreicht war, gab es auch schon de PONCHO ausgehändigt. Da die Ponchos nur auf einer Straßenseite ausgegeben wurden, kam es  hier kurz zu einem minimalen Stau, aber alles kein Problem. Danach war alles super und Dank des Ponchos war es auch temperaturtechnisch echt warm.

An der Family-Reunion-Area, die die Funktion hatte, dass man sich mit seinen Lieben einfacher wiederzufinden, hatte ich schnell hinter mir gelassen. Die Bürgersteige um den Columbus-Circle waren dermaßen überfüllt, dass es fast schon wieder nur im Zombiewalk-Getippel vorwärts ging. Der Polizist, den ich auf dem Rückweg spaßeshalber gefragt hatte, ob er mir einen Helikopter rufen könnte, hatte auch Humor – und hat mich zum Glück nicht sofort erschossen.

Kurzerhand habe ich mich dann noch dazu entschlossen, die rund drei Meilen zurück zum Hotel joggend zurückzulegen. Die Blicke und Reaktionen der Leute als ich mit meinem wehenden  blauen PONCHO superheldenlike (wie Batman oder Superman) auf dem Fahrradweg an ihnen vorbei geflogen bin, waren echt großartig – die meisten konnten überhaupt nicht verstehen, wie man nach einem Marathon noch laufen kann .

Geilster Marathon ever!!!


Kalender waagerecht


in dem Sinne Rock ‚N‘ Roll & besinnlich-frohe Weihnachten gehabt zu haben & einen guten Rutsch

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Über SohlenRocker

Irgendwas zwischen laufverrücktem Kilometerfresser und multibewegtem Blogger, aber eine Familienpackung Laufschuhe geht pro Jahr drauf?! Ansonsten naturverbunden, outdoorbesessen, wissbegierig, pflegeleicht, sozialverträglich & irgendwie auch ewiger SocialMedia-Neu-Entdecker...
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