Lohnt sich eine Mitgliedschaft für das Team ERDINGER Alkoholfrei? Allgemeines & Rückblick auf mein TEA-Mitgliedsjahr 2017

Titelbild TEA maximale Auflösung

Mir wurde in letzter Zeit von verschiedenen Leuten die Frage gestellt, inwieweit sich eine Mitgliedschaft beim Team ERDINGER Alkoholfrei lohnen würde oder eben nicht lohnt. Da sich die Frage nicht mit einem einfachen „Ja lohnt sich“ oder „Nein lohnt sich nicht“ adäquat beantworten lässt, werde ich im Folgenden versuchen mit meiner Sicht auf das Thema eine Antwort auf die Frage zu finden.

Bei dieser Betrachtung werde ich mich ausschließlich auf  finanzielle Gesichtspunkte beschränken, denn ob jemand das Zugehörigkeitsgefühl zu einem „Team“ im besonderen Maße wertschätzt und somit subjektiv als „lohnend“ bewertet, kann ich rein objektiv nur schwer bis gar nicht beurteilen, wobei  für mich persönlich dieser Punkt zudem sowieso nur von untergeordnetem Interesse ist. Also die zu beantwortende Frage lautet…

Lohnt sich eine TEAm-Mitgliedschaft?

Team Erdinger Alkoholfrei Logo

Logo Team Erdinger Alkoholfrei [Entnommen von der offiziellen Homepage]

Ob sich eine Mitgliedschaft hinsichtlich finanzieller Kriterien lohnt oder nicht, hängt in erster Linie davon ab, wie viele Bewerbungen um einen der intern angebotenen Startplätze erfolgreich sind – sprich wie viele Freistarts man im Jahr der Mitgliedschaft erhält.

Die Startplatzvergabe verläuft, so wie es mir bekannt ist, als gewichtetes Losverfahren ab, was so viel heißt, dass wenn man sich nicht nur bei einem einzigen Lauf pro Mitgliedsjahr bewirbt, sondern sein Glück bei mehreren Veranstaltungen sucht, dann sollte man auch immer mindestens einen Startplatz bekommen. Und genau so ist es bei mir persönlich in den letzten vier Jahren auch jedes Jahr durchgehend gewesen.

Allerdings habe ich in Foren auch schon gelesen, dass dies wohl nicht der Regelfall sein soll, da sich dort wohl manche User darüber beschwert haben, dass sie freistarttechnisch gänzlich ohne Brücksichtigung geblieben sind, wobei ich mir diesen Umstand nur damit erklären kann, dass sich diejenigen entweder für nur wenige Startplätze beworben haben oder dass sie sich ausschließlich für Starts von begehrten Läufen wie beispielsweise den Berlin-Marathon beworben haben, wo natürlich die Interessentenkonkurrenz verständlicherweise deutlich höher ist als bei einem kleineren Marathon in der Provinz.

Was ist meine Taktik bei der internen Startplatzvergabe?

Also ich gucke eigentlich nur nach zwei Kriterien, die für mich bei einer Bewerbung um einen Startplatz relevant sind und das ist zum einen der Termin und zum anderen die Distanz zum Veranstaltungsort. Zudem verzichte ich von Vorherein auf meine Bewerbung für den Berlin-Marathon, was aber daran liegt, dass ich dort schon 2x gelaufen bin, was meiner Meinung nach vollkommen ausreichend ist.

Vielleicht fahre ich mit meiner „Strategie“ auch nur deshalb so gut, weil hier im mittleren Westen relativ viele Veranstaltungen stattfinden, von denen Erdinger ein Startplatzkontingent hat und dieses unter seinen Mitgliedern verteilt. Wobei die Auswahl der Veranstaltungen, bei denen das TEAm über ein gewisses Startplatzkontigent verfügt, sicherlich auch von marktstrategischen Gesichtspunkten abhängig sein werden.

Beispielspweise war in letzter Zeit feststellbar beziehungsweise ich habe zumindest den Eindruck gewonnen, dass vermehrt Startplätze von Veranstaltungen weit aus dem Süden und überwiegend sogar aus Österreich ausgeschrieben wurden, wohingegen die Veranstaltungen aus anderen Regionen eher spärlicher in den Listen vertreten gewesen sind – aber wie gesagt alles nur meine individuelle Wahrnehmung und ob die Brauerei Erdinger die Absicht verfolgt weiter in Richtung Süden zu expandieren, weiß ich natürlich nicht.

Gibt es auch noch andere Vorteile?

Die Mitgliedschaft kann sich aber beispielsweise auch für vereinslose Sportler lohnen, die regelmäßig an Triathlon-Veranstaltungen teilnehmen und hierfür für jede einzelne Teilnahme eine Tageslizenz erwerben müssten. Für diese Sportler gibt es die Möglichkeit über das TEAm einen DTU-Startpass vergünstigt zu erwerben, was allerdings für mich bisher keine Rolle gespielt hat. Wer dazu Näheres wissen möchte, sollte sich auf der offiziellen TEA-Seiten nochmal genauer schau machen.

Als TEA-Mitglied erhält man außerdem auch Preisnachlässe bei verschiedenen Kooperationspartnern, welcher das im Einzelnen sind, kann ich Euch gar nicht sagen, weil ich die Möglichkeit zugegebenermaßen noch nie in Anspruch genommen habe.

„Lohnt“ sich für dich eine Mitgliedschaft?

Also für mich persönlich lohnt sich die Mitgliedschaft auf jeden Fall. Warum sie sich für mich auszahlt bzw. auch in den vergangenen vier Jahren immer gelohnt hat, werde ich Euch im Folgenden am Beispiel meiner TEA-Mitgliedschaft für das Jahr 2017 einmal kurz darstellen. Von primären Interesse sind für mich hierbei nur die beiden Punkt

interne Startplatzvergabe und Race-and-Point-System.

Darüber hinaus gibt es sicherlich noch weitere Vorteile, die für mich persönlich und vor allem bei der aktuellen Betrachtung nur eine marginale Bedeutung haben.


Rückblick auf meine TEA-Mitgliedschaft 2017

Übersicht meiner Startplatzzusagen:

Übersicht meiner Startplatzzusagen beim Team Erdinger Alkoholfrei.
Übersicht meiner Startplatzzusagen beim Team Erdinger Alkoholfrei aus dem internen TEAm-Bereich.

Wie in der Übersicht für 2017 zu erkennen ist, habe ich vom TEA in dem diesjährigen Mitgliedsjahr die Zusage für zwei Startplätze bekommen. Schon allein mit nur einem dieser beiden Startplätze hätten sich der Jahresbeitrag  für die Gebühren der Mitgliedschaft von  30 € mindestens amortisiert, da mich die XLETIX-Challenge NRW über die L-Distanz 90 € gekostet hätte und der HAJ Marathon mit 69 € zu Buche geschlagen wäre, ist die ersparte Summe erheblich höher.

Heißt also, dass den Ausgaben von 30.00 € schon allein aus dem Bereich Startplätze Ersparnisse von 159.00 € gegenüberstehen – ich also allein hierbei schlappe 129 € eingespart habe. (Info: Der Ersteintritt ins TEA kostet mit 49,90 € deutlich mehr als die Verlängerung der Mitgliedschaft, allerdings erhält man dafür dann aber auch zusätzlich noch ein umfangreiches Starterpaket bestehend aus Club-Ausweis, 10 € Gutschein für den Fanshop, weiteren Rabatten sowie eine TEA-Lauf-Kappe und ein TEA-Lauf-Trikot).

Klar ist aber auch, dass ich mich für die XLETIX-Challenge NRW bei dem übertrieben und fast schon unverschämten Preisen ganz sicherlich nicht selbst angemeldet hätte, wenn ich den Preis hätte zahlen müssen. Aber das Thema der „Unverschämtheit von Startgeldern“ wäre ein Thema für sich. Unabhängig vom XELTIX-Startplatz schon nur mit den eingesparten Startgebühren für den Hannover-Marathon hätte ich unter dem Strich ein Plus von 39.00 € gemacht.

Also hinsichtlich des betrachteten Kriteriums Startplätze ist die Eingangsfrage aus meiner Perspektive und für mich persönlich  ganz klar mit „JA lohnt sich“ zu beantworten.


Übersicht meines Race & Point-Kontos:

Neben den Startplätzen gibt es einen weiteren für mich relevanten Vorteil, der eine Mitgliedschaft für mich als Vielstarter lohnend macht und zwar ist das der Punkt Race & Points – heißt, ihr bekommt für jede Laufveranstaltung, die ihr finisht und in dieses System eintragt, eine gewisse Anzahl von Punkten gutgeschrieben, die gegen Klamotten aus dem Fanshop eingetauscht werden können.

Die Anzahl der Punkte, die man erhält, orientieren sich an der Distanz in Kilometern, die man zum Finishen des Wettbewerbs zurücklegen musste. Ob man bei der Anmeldung zu einem Lauf angibt für das Team Erdinger Alkoholfrei zu starten, ist jedem selbst überlassen und nicht verpflichtend, wenn man dies allerdings tut, dann wird dies mit 10 weiteren Bonuspunkten honoriert. Für einen Marathon bekommt man beispielsweise 45 Punkte gut geschrieben plus respektive der 10 Punkte für die Anmeldung mit Angabe der Vereinszugehörigkeit zum Team Erdinger Alkoholfrei, macht also 55 Punkte.

Kontoauszug Race & Point TEA Team Erdinger Alkoholfrei
Kontoauszug meiner im Mitgliedsjahr erfolgreich absolvierten und eingereichten Veranstaltungen, für die mir im Bereich Race & Point Punkte gutgeschrieben wurden.

Wie am Umfang der Liste unschwer zu erkennen ist, fällt sie bei mir in diesem Jahr mit insgesamt 17 Marathons besonders lang aus und deshalb „lohnt“ sich das Race & Point für mich in diesem Jahr auch umso mehr. Bei den Klamotten aus dem Shop sollte jedem schon vorher klar sein, dass natürlich alle Klamotten, die man dort im Fanshop wählen kann, mit einem fetten Werbeschriftzug versehen sind, aber darüberhinaus eine ansprechende Qualität aufweisen und zum Laufen reicht es sowieso allemal.

Also auch hinsichtlich des betrachteten Kriteriums Race & Points ist die Eingangsfrage von meinem Standpunkt aus und für mich persönlich  ganz klar mit „JA lohnt sich“ zu beantworten.


Ok?! Und wo ist jetzt der Haken bei der Sache? Abofalle, Spamterror oder Datenkrake?

Keine Abofalle!

Die Jahresmitgliedschaft beträgt 39 € – das sind zunächst einmal 39€, die man zum Zeitpunkt der Mitgliedsverlängerung so gesehen in Vorkasse tritt.

Zum Jahreswechsel bekommt jedes Mitglied eine E-Mail in der daran erinnert wird, dass die eigene Mitgliedschaft zum 31.12. ausläuft und bei Bedarf eine Verlängerung beantragt werden muss. Also hier liegt absolut keine Abofalle vor, werde ich nicht aktiv, läuft meine Mitgliedschaft zum Jahresende ohne Nachteile aus.

Keine Datenkrake!

Also nicht, dass ich davon wüsste. Man offenbart dieselben Daten, die man bei jeder Anmeldung zu einer x-beliebigen Sportveranstaltung oder beim Onlineshopping auch offenlegen muss. Obwohl ein Weiterverkauf meiner Laufdaten gerne an meine Krankenkasse erfolgen dürfte – vielleicht würde mir auf diesem Wege dann ein vergünstigtes Angebot unterbreitet werden?!

Kein Spamterror!

Also ich bekomme einmal pro Monat einen Newsletter in dem über anstehende Aktionen, Trainingslager und dergleichen informiert wird, aber wenn ich den nicht erhalten möchte, dann kann ich mich ganz einfach aus dem Verteiler entfernen und schon ist das Problem beseitigt.


Mein abschließendes Resümee:

Also ich kann für mich behaupten, dass sich die Mitgliedschaft 2017 für mich in jedem Fall mehr als ausgezahlt hat und generell immer dann auszahlt, sobald man einen Startplatz zugesprochen bekommen hat. Da es bei mir die letzten vier Jahre immer so gewesen ist, also dass ich mindestens einen Startplatz bekommen habe, gehe ich davon aus, dass man auch prizipiell jedes Jahr mindestens einen Startplatz bekommt.

Und als Bonus oben drauf kommen dann noch die Punkteprämien aus dem Race & Point-System, die sich neben dem materiellen Nutzen gleichzeitig auch noch positiv auf die extrinsische Motivation auswirken. Ach ja, monatliche Gewinnspiele mit mehr oder weniger spektakulären Preisen, vergünstigte Seminare und Trainingslager sowie Rabatte bei Partnerfirmen sind ebenfalls in der Mitgliedschaft enthalten – inwieweit diese Rabatte tatsächlich lohnenswert sind, dazu kann ich Euch aufgrund mangelnder eigener Erfahrung nichts konkretes sagen.

Ich hoffe ich konnte mit meiner Ausführung ein wenig Licht ins Dunkle bringen!?

Achso ja: Wenn es von Eurer Seite aus trotzdem noch irgendwelche Unklarheiten gibt, ihr Fragen habt oder aber komplett anderer Meinung seid, weil ihr möglicherweise konträre Erfahrungen mit dem Thema TEA-Mitgliedschaft gemacht habt, dann würde ich mich freuen, wenn ihr Eure Unklarheiten ansprecht, eventuelle Fragen stellt respektive eure Erfahrungen mitteilt – und alles wie immer mir unten ins Kommentarfeld pinnt.


in dem Sinne – keep on RUNning & Rock‘ N ‚ Roll


PS: Auch wenn in diesem Beitrag des Öfteren von einer Brauerei oder dem Laufteam dieser Brauerei die Rede sein wird, so ist das Ganze dennoch nicht als Product-Placement,  Schleichwerbung oder dergleichen zu verstehen – ganz einfach deshalb – weil es keine sein soll und somit auch keine ist. Des Weiteren wurde ich natürlich auch nicht dazu aufgefordert diesen Text hierzu zu verfassen. Das was ich hier schreibe und dass ich überhaupt etwas zu diesem Thema schreibe, mache ich natürlich auch aus freien Stücken und ohne, dass sich hierdurch irgendwelche Vorteile für mich ergeben werden.

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Über SohlenRocker

Irgendwas zwischen laufverrücktem Kilometerfresser und multibewegtem Blogger, aber eine Familienpackung Laufschuhe geht pro Jahr drauf?! Ansonsten naturverbunden, outdoorbesessen, wissbegierig, pflegeleicht, sozialverträglich & irgendwie auch ewiger SocialMedia-Neu-Entdecker...
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11 Antworten zu Lohnt sich eine Mitgliedschaft für das Team ERDINGER Alkoholfrei? Allgemeines & Rückblick auf mein TEA-Mitgliedsjahr 2017

  1. crossboxsports schreibt:

    Schöner informativer Beitrag, das Thema hatte mich schon immer interessiert.

    Gefällt 1 Person

  2. SohlenRocker schreibt:

    Besten Dank für Dein Feedback!!!

    Gefällt mir

  3. Talianna schreibt:

    Sehr hilfreich! Danke!

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  4. Rakete18 schreibt:

    Vielen Dank für die vielen Infos! Sehr hilfreich!
    Gibt es eigentlich vergleichbare Teams wie das TEA?

    Gefällt 1 Person

    • SohlenRocker schreibt:

      Danke für Deinen Kommentar – inwieweit es vergleichbare Alternativen zum TEAm gibt, dazu kann ich Dir leider nichts sagen, aber bekannt sind mir zumindest keine. Von Krombacher Alkoholfrei gibt es wohl eine Verteilung/ Verlosung von Freistarts für Veranstaltungen, bei denen sie selbst als Sponsor fungieren – allerdings sind diese Verlosungen öffentlich und nicht im Rahmen einer für Mitglieder beschränkten Community.

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  8. Wolfgang Wilde schreibt:

    Team Mitglieder grüßen und treffen sich weltweit!
    Ob es sich lohnt, weiß man, wenn man angekommen ist.
    Es grüßt und beißt der Havelwolf

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