Von Plattfuß über Barfuß zum pseudo-Barfuß: Zweiter Versuch eines per Zufall initiierten Projektes zum Einstieg in die Light-Version des Barfußlaufens

Hatte mich vor drei Tagen noch ein ärgerlicher Zwischenfall unerwartet zum temporären Barfußläufer werden lassen, so war ich heute in voller Absicht eine Runde schuhtechnisch unterbesohlt in meinem Laufrevier laufen. Das Thema Natural-Running hatte mich irgendwie schon längere Zeit latent interessiert, wobei dieses Interesse jedes Mal dann befeuert wurde, wenn ich bei Läufen über Distanzen vom Marathon bis zum 100k-Ultra mal wieder Vertretern der Barfußlauf-Bewegung begegnet bin. Gemeint sind damit Läufer, die entweder ganz ohne Schuhwerk auf der Strecke unterwegs waren oder nur mit minimalistischen Laufschuhalternativen von Laufsandalen wie den Huaraches bis hin zu Hightech-Produkten wie den FiveFingers ausgestattet waren.        [2080 more words]

„Zufälle fallen auf Nährboden latenten Interesses…“

Zum Zufall und dem vorhandenen Interesse ist hinzugekommen, dass ich aktuell auch noch das Buch Born to Run von Christopher McDougall lese, wo zum einen genau dieses Thema mitbehandelt wird und welches zum anderen einen wesentlichen Beitrag zur Barfußlaufdebatte der neueren Zeit beigesteuert hat. Wenn mich jemand zum bisherigen Inhalt des Buches fragen würde, würde ich vermutlich antworten, dass es um die Tarahumara geht, einem indigenen Volksstamm aus dem mexikanischem Hochland, die das Laufen in ihrer natürlichsten Form sowohl zur Alltagsbewältigung teilweise aber auch als Teil religiöser Rituale praktizieren und dabei im Verständnis des modernen Sports beeindruckende Leistungen vor allem im Ultralangstreckenbereich erreichen. Im Wesentlichen wird im Buch der Frage nachgegangen, worin das Geheimnis ihrer läuferischen Stärke begründet liegt.

Bücher

Born to Run Christopher McDougall – Barfuss zum Glück wie die Tarahumara?!

Ich befinde mich beim Lesen des Buches im Moment ungefähr in der Buchmitte, also  in den Kapiteln, wo sich die Protagonisten für den erkenntnisbringenden Lauf mit den Tarahumara in Mexiko eingefunden haben und einführend vorgestellt werden. Unter den Teilnehmern ist neben Scott Jurek unter anderem auch Ted McDonalds, der wahrscheinlich eher unter dem Namen Barefoot-Ted bekannt ist und als einer der berühmtesten Vorreiter des wiederentdeckten Barfußlaufkultes im zivilisierten und modernen Teil der Welt gilt.

Nachdem ich Thorsten von meinem luftkostenden Glückstreffer und dem daraus resultierenden Lauferlebnis erzähle, meint er nur, dass mich mein Karma hätte entschleunigen wollen?! Wozu auch immer ich das nötig gehabt habe, denn aufgrund der Wegbeschaffenheit unten am Kanal kann man mit den schmalen und unprofilierten Rennradreifen sowieso nicht wirklich schnell fahren. Und da auch mein sonstiges Leben nicht wirklich einer Einbremsung bedurft hätte, da das ständige Gedrängel auf der Überholspur unlängst vergangenen Zeiten angehört, hätte ich auch drauf verzichten können.

Naja, et kütt wie et kütt, würde der kölsche Rheinländer jetzt wohl zu sagen pflegen, aber diese Kombination aus Zufällen hat schlussendlich dazu geführt, dass ich an dem Tag die 5 Kilometer Heimweg barfußlaufend zurückgelegt habe – vielleicht hatte es irgendwie doch was Schicksalhaftes?! Wieso, weshalb und warum es so gekommen ist, wie es gekommen ist und wo ich an dem Tag eigentlich hin wollte, lässt sich alles im Beitrag mit dem Titel „Vom Plattfuß zum Barfuß“ nachlesen.

Nagel im Reifen

Volltreffer – per Blattschuss zum Platten – aber was mich am meisten interessiert – wem gehört dieser verdammt Nagel?!

„Beim ersten Mal tat es noch weh…“

Nach der mehr oder weniger erzwungenen ersten Probeeinheit, war heute der Zeitpunkt gekommen, einen zweiten Versuch zu starten. Das Erlebnis mit nackten Füßen über die asphaltierte Erzbahntrasse zu laufen, war zwar, wie beschrieben, überraschend anders, aber dennoch waren einige Modifikationen durchzuführen, damit die Erfahrung als ergänzender Baustein im Trainingsalltag zukunftsfähig sein konnte, da das Laufen gänzlich ohne Fußsohlenschutz aufgrund einer nicht im ausreichenden Maße ausgebildeten Hornhaut beim ersten Versuch noch zu kleineren aber durchaus schmerzhaften Komplikationen geführt hatte, die sich darin manifestierten, dass es gegen Ende der 5k-Einheit auf Grund der fortgeschrittenen Hypersensibilisierung vor allem im Kleinzehenballenbereich zu brennenden Hautirritationen gekommen war. Und genau aus diesem Grund habe ich in den Folgetagen versucht Lösungen zur Optimierung des Laufvergnügens zu eruieren.

Denn weitere und vor allem weniger schmerzhafte Versuche machten es erforderlich eine Schutz für die sensiblen Fußsohlen zu finden, so gesehen einen zweiten schmerzunempfindlichen Fußsohlenersatz, der die Füße vor fiesen Steinchen und spitzen Dornen schützt. Die Lösung des Problems musste die schmerzanfälligen Fußsohlen schützen, aber anders wie es der moderne Laufschuh tut, der den Fuß orthopädisch und muskulär zu sehr unterstützend und dadurch regelrecht überschützt. Daneben sollte ein zukünftiger Sohlenersatz unbedingt flexibel sein, diesen wichtigen Hinweis hatte mir Talianna, die schon seit längerer Zeit mit FiveFingers unterwegs ist, mit auf den Weg gegeben.

Auch um einen möglichst ergiebigen Trainingseffekt zu erzielen, dürfen die Bodenunebenheiten nicht von einer zu dicken und damit zu protektiven Sohlen absorbiert werden. Der Fuß soll diese minimalen und stabilisierenden Ausweichbewegungen, die die modernen Sohle eines Laufschuhs schlucken würde, wieder aktiv selber übernehmen, um so eine natürliche Fußmuskel- und Fußsehnenarchitektur wieder herzustellen, um mit einer gesteigerten Fußmuskulatur noch weniger anfällig für Haltungsschäden und unter Umständen vielleicht sogar auch schneller zu werden.

„Ziel ist die Renaturierung der degenerierten Fußarchitektur…“

Neben Prophylaxe und Trainingseffekt bietet das laufschuhlose Laufen darüber hinaus ein andersartiges intensiveres Lauferlebnis – man spürt irgendwie den Boden viel intensiver, ist viel näher dran und in engerem Kontakt zu Mutter Erde, was das Erlebnis auf einer gewissen Art und Weise perspektivenreicher werden lässt. Das Lauferlebnis gewinnt durch den direkteren Kontakt eine haptische Facette hinzu – auch wenn das Ganze dem einen oder anderen zu esoterisch angehaucht klingen mag. Diese besondere Fußhaptik hängt vor allem mit einer hohen Nervendichte in der Fußsohle zusammen, aber auch die weiteren Fußzahlen unterstreichen die einzigartige Komplexität des menschlichen Fußes. Zur Funktionseinheit des wichtigsten Lauforgans des Menschen gehören 28 Knochen, 33 Gelenken, über 100 Muskeln und mehr als 200 Bändern. In diesem Zusammenhang sei auch noch an die therapeutische Bedeutung in Form der alternativmedizinischen Fußreflexzonenmassage erinnert.


Kritisch mitgedacht:

Hipper Trend mit theoretischer Evidenz

Die Bezeichnung Barfußschuhe ist im Grunde genommen völliger Etikettenschwindel und leicht verwirrend, da im Wort selbst ja schon der Widerspruch steckt und die Bedeutung des einen die des anderen per definitionem ausschließt?! Bei der Analyse von Gedichten im Deutschunterricht hätte man diese Widersprüchlichkeit wohl noch als semantisches Stilmittel erkennen und als Paradoxon oder Oxymoron benennen sollen. Dieses Problem macht aber deutlich, dass die in Diskussionen zum Thema verwendeten verwendeten Begrifflichkeiten, die von Minimalschuhen, Neutralschuhen, NakedShoes, Renn- und Laufsandalen bis hin zum Barfußschuh reichen, keineswegs eindeutig verwendet werden und eigentlich einer differenzierteren Betrachtung bedürften.

Dazu scheint in manchen Kreisen seit einiger Zeit eine regelrechte Natural-Running-Hysterie ausgebrochen zu sein – da ich mich zuvor noch nicht intensiver mit der Thematik auseinandergesetzt habe, war mir das so gar nicht wirklich bewusst, aber die Quintessenz an Theorie, die dahintersteckt mit einer degenerativen Entwicklung aufgrund der Hyperprotektion des modernen Laufschuhs, die sich nach der physiologischen Gesetzmäßigkeit „Use it or loose it“ erfolgt und den damit zwangsläufig einhergehenden orthopädischer und muskulärer Problemen, war für mich schon immer plausibel.

Wenn ein Kind jeden Morgen mit dem Auto zur Schule gebracht wird und ein anderes Kind jeden Morgen 20 Kilometer läuft, um zur Schule zu kommen, dann werden sich beide Kinder hinsichtlich wesentlicher Parameter des passiven und aktiven Bewegungsapparates unterscheiden. Da der Mensch evolutionsbedingt zum Läufer konzipiert wurde und das Konzept mindestens eine Ewigkeit ohne die Hyper-Protektionen von Nike, Adidas, ASICS und anderen mehr oder weniger namhaften Sportartikelhersteller erfolgreich funktioniert hat, könnte man sich als kritisch-mitdenker Vertreter der Menschheit durchaus die Frage stellen, wieso in den letzten 50 Jahren die Zahl derer so inflationär gestiegen ist, die mit sportbedingten orthopädischen Beschwerden zu kämpfen haben. Der Versuch diese Zahlen monokausal mit dem in der postindustriellen Gesellschaft gestiegenen Bewegungsmangel und einem ungesunden Lebensstil zu erklären, scheint der Problemlage nicht gerecht zu werden.


Selbst gedacht:

Praktische Umsetzung alternativer Lösungen

Eine wiederstandfähige Laufsocke wäre sicherlich auch ein denkbarer Lösungsansatz gewesen, allerdings ist es fragwürdig, ob sich ein solches Vorhaben  als Privatperson materialtechnisch umsetzen ließe. Vor allem weil ja ein verstärkter Socken nichts anderes ist als ein primitiver Schuh. Die sich aus dieser Konstruktion ergebenden Vorteile liegen aber auf der Hand – es wäre vor allem leicht vom Gewicht und flexibel. Vielleicht eine modifizierte Anti-Rutschsocke allerdings mit dickerer Rutschprofillage, dadurch wiederstandfähig gegenüber Wasser und der rauen Oberflächenstruktur von asphaltierter und geteerter Straße – im Grunde eine Art minimalbesohlter Socke, wo wir wieder beim klassischen Schuh bez. den vorhandenen Lösungen angelangt wären – möglicherweise sollte ich einfach eine Multifunktionslaufsocken auf eine alte oder billige neue Schuhsohle kleben?!

„Man muss das Rad ja nicht gleich neu erfinden…“

Oder gibt es wohlmöglich schon längst einen Schuh der alle Anforderungen erfüllt und bloß zweckentfremdet werden müsste?! Was ist beispielsweise mit den Turnschläppchen? Die Turn-Schuhe schützen die Fußsohlen und erhalten das Gefühl für die Geräte maximal. Wobei die Ledersöhlchen schon bei überschaubarer Nutzung nach nur einem Semester und dazu in einer Sporthalle im Fußballenbereich durchgelaufen waren – also das bedürfte zumindest einer Verstärkung durch eine belastbarere Sohle oder durch einen Sohlenrohling, um sich daraus dann seine eigene Sohle schneiden zu können. Eventuell nochmal ein paar Nachforschungen betreiben, inwieweit das preislich und auch technisch praktikabel sein kann. Nach dem ersten Internet-Check scheiden Sohlenrohlinge aus wirtschaftlichen Gründen aus, da könnte auch auf eine vorhandene industriellen Lösungen zurückgegriffen werden. Als Vorteile dieser Dummy-Lösung bleiben unter dem Strich zu nennen, dass das Gefühl und die Freiheitsgrade der Bewegung uneingeschränkt erhalten sind – allerdings bestünde das Problem bei der Haltbarkeit.

Also Turnschläppchen aus Leder sind auf längere Sicht nicht die ideale Endlösung, aber was ist mit Surfschuhen aus Neopren? So billige Surfschluppen zur besseren Haftung auf dem Bord oder ganz normale Strandschuhe für Strände mit schwarzem und sich dadurch stark erhitzenden Vulkangestein oder scharfkantigen Muschelresten – das könnten praktikable Lösungen sein! Zufälligerweise hatte ich noch welche zu Hause rumliegen. Allerdings sind die nicht wirklich für den harten Boden und auch nicht für lange Strecken konzipiert – was bedeutet, dass sie vergleichbar mit den Turnschläppchen relativ zeitnah abgerockt sein werden. Für eine längere Haltbarkeit müsste man allerdings die bisherige Materialzusammensetzung den neunen Anforderungen anpassen oder das relativ weiche Gummi mit einer zusätzlichen härteren Lage vor den mechanischen Einflüssen des Bodens schützen.

Da ich meine alten Surfschlappen aus wasserdurchlässigen Neopren glücklicherweise noch irgendwo rumfliegen hatte, stand einem zeitnahen Praxistest nichts mehr im Wege. Und die Erfahrungen aus der ersten Einheit mit den „neuen Schuhen“ waren so vielversprechend, dass ich zuversichtlich bin, die Endlösung für meine Suche gefunden zu haben. Zur Haltbarkeit der Sohlen ließ sich nach nur einen Einheit natürlich noch nichts Konkretes in Erfahrung bringen, wobei die Haltbarkeitsproblematik bei Anschaffungskosten von unter 10 € nur aus ökologischen Gesichtspunkten weiter erforderlich ist. Sobald sich mir hinsichtlich der Abnutzung neue Erkenntnisse ergeben sollten, werde ich nach besseren Lösungen suchen.

WP Collage Surfschuh


Denken lassen:

Lösungen der Industrie und anderen Profiteuren

Anbieter gibt es mittlerweile wie Sand am Meer – die Namen reichen von Leguanos, Vibram FiveFIngers, Merrell , NB, SoleRunner, ZAQQ, Luna Sandals, Xero Shoes, vivobarefoot und und und auch die großen Marken sind mittlerweile auch alle mit mindestens einem Modell im Minimalschuhbereich vertreten. Es scheint jeder auf der Welle mit surfen und wenn man die Preise sieht vor allem mitverdienen zu wollen.

Ok, man sollte auch nicht übersehen, dass einige vor allem von den kleineren Unternehmen weiterhin vor Ort in Deutschland produzieren und somit Arbeitsplätz schaffen und darüber hinaus mit dem Vertrieb gemeinnützige Projekte unterstützen, was die teilweise doch gesalzenen Preise für die materialreduzierten Schuhe verschmerzbarer werden lässt. Alternativ und mit überschaubaren Kosten von schlappen 20 € gäbe es bei EBAY ein DIY Huarache-Set bestehend aus den Schuheinzelteilen und dazu sogar zum selber zusammenbauen.

Wer allerdings „nur laufen“ möchte und beim Laufen nicht auch noch die Welt ein Stück besser machen will bzw. wer das eingesparte Geld selber sinnvoll investieren will, der kommt um die günstigen Surf- und Badeschuhe aus Taiwan oder China für unter 10 € nicht drum herum – bei solch einem Preis ist dann selbst die Haltbarkeit zu vernachlässigen. Und wer es noch günstiger haben will, der sollte einen Schuh komplett auslassen und auf die Vollkommenheit des menschlichen Körpers setzen – denn früher oder später hat die natürlich schützende Hornhaut den durch die Hyperprotektion degenerativen Zustand überwunden und es ist sowieso komfortabler als es jegliche künstliche Imitation sein kann.

Wichtig erscheint mir vor allem auch die Intention zu sein, die man mit dieser besonderen Urform des Laufens verfolgt. Will man ein gesellschaftskritisches Statement setzen oder will ich einfach meinen Füßen einen zusätzlichen Trainingsreiz bieten, um durch Adaptation ein höheres Niveau zu erreichen, was mich leistungsstärker oder resistenter gegenüber Verletzungen macht.



Nicht nur gedacht sondern auch gemacht

Fazit nach der 2. Trainingseinheit:

GPS 2. BF-TE

Im Vergleich zur ersten Einheit, die noch Barfuß im wahrsten Sinne des Wortes und ausschließlich auf der asphaltierten Erzbahntrasse gelaufen wurde, ging die zweite Einheit mit den alten Surfschuhen ausgerüstet über deutlich unebeneres Gelände, das auf meine Füße zudem mit minimalem Profil in Form von Treppen sowie kleineren Hügeln und den unterschiedlichsten Bodenbeschaffenheiten wartete. An der Distanz hat sich nichts geändert, fünf Kilometer sind es auch dieses Mal geworden.

Am Tag danach habe ich minimalen Muskelkater im Wadenbereich. Die Quelle hierfür sehe ich vor allem im ungewohnten rein muskulärgedämpften Bergablaufen, aber auch das Bergauflaufen ist aufgrund der Flexibilität der verwendeten Surfschuhe ungewohnt anders und führt durch das höhere Maß an Bewegungsfreiheit zu anderen Belastungen im Fuß.

Ein unerwartetes Auftreten auf größere Steine ist vor allem im Bereich der Fußwölbung schmerzhaft, aber aufgrund der Flexibilität und der geringen Sohlendicke nicht zu vermeiden. Diese potentielle Gefahr führt nebenbei zu einem aufmerksameren Laufstil und zu einem bedachteren und somit kontrollierten Fußaufsatz, was mit Zunahme des Erschöpfungsgrades allerdings durchaus problematisch werden könnte.

Positiv festzuhalten gilt in jedem Fall, dass die Fußsohlen diesmal Dank des mechanischen Schutzes durch die Surfschuhe ohne jegliche Irritationen geblieben sind – weder im Klein- noch im Großzehenballenbereich sind irgendwelche dermatologischen Auffälligkeiten aufgetreten. So darf es gerne weitergehen…



in dem Sinne keep on RUNNING & Rock #N# Roll

 

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Über SohlenRocker

Irgendwas zwischen laufverrücktem Kilometerfresser & multibewegtem Blogger - die Familienpackung Laufschuhe geht pro Jahr drauf?! Ansonsten naturverbunden, outdoorbesessen, wissbegierig, sozialverträglich & irgendwie auch ewiger SocialMedia-Neu-Entdecker...
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6 Antworten zu Von Plattfuß über Barfuß zum pseudo-Barfuß: Zweiter Versuch eines per Zufall initiierten Projektes zum Einstieg in die Light-Version des Barfußlaufens

  1. Robert schreibt:

    Ich war nie ein Barfußläufer und werde auch keiner mehr werden. Selbst ohne Socken in Schuhen geht bei mir nicht. Aber das muss auch nicht mehr. Bin schon froh, überhaupt noch so laufen zu können. Wenn ich sehe, wie es in meinem Bekanntenkreis aussieht, bin ich wirklich sehr happy 🙂

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    • SohlenRocker schreibt:

      Barfußlaufen, im reinsten Sinne des Wortes also mit baren demnach nackten Füßen zu laufen, kann ja gar nicht im Sinne der Industrie sein, die würden sich ja ein Eigentor schießen, weil sie nichts mehr zu verkaufen könnten. Die Industrie bedient sich deshalb eines simplen Tricks und nennt ihr Produkt Barfußschuhe, wo jedem die offensichtliche Widersprüchlichkeit eigentlich ins Gesicht springen müsste.

      Und in Barfußschuhen könntest du auch mit Socken laufen – weil es primär nicht darum geht mit baren Füßen zu laufen, sondern die (giftige) Unterstützung und Protektion des modernen Turnschuhs auf ein minimal Maß zu reduzieren, damit diese Aufgaben wieder von den eigenen Füßen übernommen werden können, dadurch an Kraft und Stabilität gewinnen und damit Widerstandfähiger gegenüber Verletzungen sind – so zumindest die Theorie… 🙂

      Naja, wie auch immer – wenn ich jeden Falls in ein paar Jahren noch so fit beieinander bin, wie du es bist, dann wäre ich mehr als zufrieden. Du bist Vorbild und Ansporn zugleich, ein Leben lang sportlich am Ball zu bleiben!!!Danke für Deinen Kommentar, bleib gesund und ich wünsche Dir nur das Beste!!!

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  2. Talianna schreibt:

    Ja, die Waden … die habe ich anfangs auch sehr gespürt. Danke für den Bericht, ich werde Deine Gedanken mal im Hinterkopf behalten, um gelegentlich vielleicht mal meine doch recht teure Lösung „FiveFinger“ zu überdenken. Gestern habe ich die Dinger auf dem Weg zur Arbeit, beim Lauftreff und auf dem Heimweg wieder mal 25km näher an den Exitus gebracht, aber zur Zeit laufe ich einfach mehr meine heiß geliebten Escalantes. Meine Füße würden mir, auch in der Erfahrung gestern, sicher danken, wieder zu 40-40-20 überzugehen (40% Altra Escalante, 40% Mizuno Waverider oder Saucony Kinvara 9 und 20% Fivefingers).

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    • SohlenRocker schreibt:

      Das nenne ich mal eine Auswahl – ich laufe seit Jahren ausschliesßlich in ASICS GT 1000 oder 2000 – meistens irgendein Vormodell aus dem Vorjahr und nie teurer als 60€. Also zur Ergänzung Deines „Furhparks“ wären die Schlappen sicherlich zu empfehlen – allerdings bin ich selbst gespannt, wie sie sich schlagen, wenn es mal nicht trocken und heiss ist?! Und ich befürchte, dass die Lebensdauer auch eher überschaubar ist. Und Brombeerresistent sind sie auf keinen Fall, die Erfahung habe ich gestern machen dürfen 😀

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      • Talianna schreibt:

        Ich würde das Brombeer-Resistenz-Siegel vorschlagen, mit Dir als Tester 😀

        Ich bin lange Zeit einen Asics-Schuh gelaufen. Dann kam ich auf Mizuno Wave und es war eine Offenbarung (für mich). Ähnlich ging es mir mit den Altra Escalante. Ich gebe zu, dass ich an der Stelle kosteneffizienter rangehen könnte, aber da will ich das gar nicht.

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