Kurz, knapp & bündig aus der Rubrik Mein Marathon Kriterien KOMPASS (27): Der 19. Deutsche Post Marathon Bonn 2019

Bonn-Marathon 2019 Logo

Organisation:   [ok !] – Professionelle Organisation; Einsatz von Pendlerbusse zur Entzerrung der Parkplatzproblematik; Veranstaltungsinfrastruktur: Kleiderdepot und Startunterlagen – gut; es gibt wenig bis nichts zu beanstanden: die Tatsache, dass die Halbmarathonis vor den Marathonis starten ist spätestens nach Runde 1 unvorteilhaft für die Stimmung und Zuschauerresonanz; Schlemmer-Dorf im Nachzielbereich;

An-/ Abfahrt:   [ok !] – Knapp 120 km, A43, A52, A3 bis BN-Auerberg; Bus-Transfer zum Start (Fahrtzeit: 1:30 h): Hinfahrt ohne Komplikationen; Rückfahrt mit dem Shuttlebus aufgrund mieser Taktung grenzwertig; Autobahn aufgrund diverser Veranstaltungen, Baustellen und komplett Sperrungen etwas zäher; Fahrtzeit knapp 2:00 h;

Strecke:   [naja !] – doppelt zu laufender Rundkurs; Strecke ist abwechslungsreich, aber mit ausgeprägtem Wendestreckenanteil; vermehrt über breite Hauptstraßen ohne irgendwelche Ablenkungsmöglichkeit und ohne schattenspendende Bäume;

Highlights:   [ok !] – Startplatzgewinn via Team-Erdinger Alkoholfrei; Universitätsgebäude der Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität; Villa Hammerschmidt 2. Sitz des Bundespräsidenten, Sterntor, Altes Rathaus, Münster Platz mit altem Postamt-Gebäude; Post Tower; viel Kunst im öffentlichen Raum entlang der Strecke; Streckenabschnitt am Rhein mit den Party-Rudertrupp-VP (***); das fast schon zu gut gemeinte Sommerwetter;

Zuschauer/ Stimmung:   [naja !] – am Start und während der 1. Runde war überraschend viel los; teilweise stehen die Zuschauer Spalier fast schon vergleichbar mit Alp d’Huez; flacht dann aber recht schnell ab; an den Wechselpunkten der Schülerstaffeln ordentlicher Menschenandrang; 3-4 Trommlergruppen entlang der Strecke; spätestens nach der ersten Runde – dominierende Menschenleere und Totenstille; vor allem auf dem lästigen Wendestreckenanteil wird es für einen Citymarathon fast schon gespenstig; vermutlich aber auch dadurch bedingt, dass die teilnehmerstärkste Gruppe der Halbmarathonis schon viel früher vor den Marathonis startet;

Leistungen:   [gut !] –  Startbeutel voll mit unnützen Flyern, Strecken-VP, Medaille, online-Urkunde, Veranstaltungsshirt inklusiv, Schlemmermeile im Nachzielbereich;

Verpflegung:  [überdurchschnittlich !] –Marathon-Standardprogramm; DEXTRO-Energie-ISO; Wasser, Bananen; aufgrund der Temperaturen Duschmöglichkeiten zur Abkühlung; üppige Nachzielverpflegung vom obligatorischen Finisher-Bier in 3 Geschmäckern, Leckeres vom Grill, Backwaren, Obst und sicherlich noch einiges mehr;

Preis:   [top !] – vom günstigsten Tarif 49 € bis zur Nachmeldung für 76 € bewegt sich der Preis in einem tolerierbaren Rahmen und ist im Vergleich zu ähnlichen Veranstaltungen mehr als angemessen; gutes Preis-Leistungs-Verhältnis;

Wetter:   [suboptimal-herrlich !] – Temperaturen phasenweise an die 23°C bei Sonne satt; teilweise waren die Bedingungen aufgrund bisher nicht vorhandener Trainingsmöglichkeit herausfordernd;



Gesamturteil:          [~*~°  4,1 von 5 Sternen  °~*~]

Auch in diesem Jahr hat sich gezeigt, dass der Bonn Marathon eben der Bonn Marathon ist. Zugegebenermaßen enthält dieser Satz nur wenig inhaltliche Informationen, dennoch bringt er das heute Erlebte prima auf den Punkt. Schon bei meinen ersten beiden Bonn-Starts bin ich mit der Strecke nicht warm geworden und diese „Prophezeiung“ sollte sich auch in diesem wieder bewahrheiten. Dabei gab es in der ersten Runde und vor dem Start nicht viel zu beanstanden. Doch mit der zweiten Runde, als der Trubel auf der Strecke und die Unterstützung vom Straßenrand zunehmend weniger wurden und man zum wiederholten Mal dieselbe Strecke über dieselben breiten Hauptstraßen mit dem gefühlt viel zu hohen Wendestreckenanteil läuft, wird dieser Lauf schnell zu einer mental-herausfordernden Härteprüfung.

Wenn es das Wetter am Wettkampftag, so wie heute der Fall gewesen, für meinen Geschmack dann auch noch zu gut mit uns Läufern meint, wird aus einem geplant entspannten Marathon-Sightseeing-Run ein erschöpfender und wenig freudvoller Kraftakt. Klar sollte nicht vergessen werden, dass dabei meine suboptimale Herangehensweise mit einer (zu) schnell gelaufenen ersten Hälfte, die nicht an die wetterbedingten Gegebenheiten angepasst war, eine mitentscheidende Rolle spielt, dennoch hat sich meine Meinung über den Bonn Marathon einmal mehr bestätigt.

Festgehalten werden muss auch, dass die Bundesstadt Bonn grundsätzlich eine Menge zu bieten hat und ganz sicher auch immer eine Reise wert ist, aber muss man deshalb unbedingt den Deutsche Post Marathon laufen? Ich bin für mich zumindest zu dem Entschluss gekommen, dass ich für die nächste Zeit darauf verzichten kann und werde. Doch wie heißt es so schön: „Einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul“ – von daher war es zumindest aus der Kostenperspektive ein erfolgreicher Tag für mich. Der nächste Marathon ist geschafft und der Blick ist nach vorne gerichtet – denn „nach dem Marathon ist vor dem Marathon“ und in 5 Tagen wartet auch schon Paris auf mich, um per pedes erobert zu werden.


M2K2-Einleitung                                                                   M2K2-Chronologisch


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In dem Sinne keep on Running & Rock ’n Roll

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Über SohlenRocker

Irgendwas zwischen laufverrücktem Kilometerfresser und multibewegtem Blogger, aber eine Familienpackung Laufschuhe geht pro Jahr drauf?! Ansonsten naturverbunden, outdoorbesessen, wissbegierig, pflegeleicht, sozialverträglich & irgendwie auch ewiger SocialMedia-Neu-Entdecker...
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2 Antworten zu Kurz, knapp & bündig aus der Rubrik Mein Marathon Kriterien KOMPASS (27): Der 19. Deutsche Post Marathon Bonn 2019

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