Kurz, knapp & bündig aus der Rubrik Mein Marathon Kriterien KOMPASS (28): Der 43. Schneider Electric Marathon de Pairs 2019

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Organisation:   [ok !] – erwartbar professionelle Organisation, so wie es bei einer Veranstaltung mit über 50.000 Teilnehmern für einen reibungslosen Ablauf sein muß; Kleiderdepotaufbewahrung perfekt umgesetzt, selbst bei meinem großen Reisegepäck keinerlei Beanstandungen; bei der Startunterlagenausgabe auf der Expo alles ohne Wartezeiten; die vielen Taschen- und Sicherheitskontrollen, dazu patrouillierendes Militär war schon lästig, aber bei der Terror-Vorgeschichte in Paris verständlich; alle Helfer freundlich, nett & zuvorkommend; über Schleusen zur Straßenquerungen für Passanten sollte nachgedacht werden; von meiner Seite aus keinerlei Kritikpunkte (keine Duschmöglichkeiten am Ende);

An-/ Abfahrt:   [hart an der Grenze !] – Strecke von 2 x 600 km, ökologisch-vertretbare Anreise via FLIX-Bus; Start in Bochum; HIN: 21.40 – 7:45 und RÜCK: 21.45 – 7.30; Preis für beide Fahrten rund 75 € mehr als human, aber anstrengend und schlaflos;

Strecke:   [ok !] – zweigeteilt; 1. Hälfte mit dem Start auf der Prachtstraße Champs-Elysee in Richtung Place de la Concorde und dem Triumphbogen im Rücken einfach Champions League; danach geht es Schlag auf Schlag, es folgen zahlreiche Pariser Sightseeing-Höhepunkte; Place des la Bastille, Place de la Nation, Oper, Eiffelturm, u.v.m. in der 2. Hälfte flacht das Spektakel etwas ab; einige Kilometer durch zu grüne und monotone Parkanlagen (Bois de Vincennes), damit weniger architektonische Ablenkung, die letzten Kilometer durch den Bois de la Bologne waren richtig hart;

Highlights:   [durchgehend !] – PARIS per pedes halt! Es fängt bei der Einzigartigkeit dieser Weltstadt an, geht bei den Goodies des Startbeutels weiter,  dazu kommt das geniale Wetter an diesem Wochenende; die Organisation & der Ablauf; die Freundlichkeit der Menschen & aller Beteiligten; die Finishermedaille, das inkludierte Finishershirt; der Honigkuchen an den VPs und die Orangenspalten im Zielbereich; keinerlei Stress wegen meines recht großen Reiserucksacks (nicht so wie in Berlin); einfach ein super Erlebnis;

Zuschauer/ Stimmung:   [mit Höhen und Tiefen !] – Massen an Zuschauern vor allem in den stadtnahen Bereichen; weniger eskalativ und lautstark als ich es in New York wahrgenommen habe; viele Bands verschiedener Genres entlang der Strecke; die Trommler an den Unterführungen an der Seine waren der Hammer; viele Menschen mit Bannern und Plakaten; aber vor allem in den Parkphasen relativ ruhig und zuschauerreduziert; in Zielnähe dann wieder Tollhaus pur;

Leistungen:   [gut !] –  top organisierte Veranstaltung von Anfang bis Ende; Startbeutel mit ein paar unnützen Flyern, aber auch reichlich brauchbarem Kram, Parfümprobe, Recovery-Bonbons, Weingummi und einen super Laufrucksack; die Strecken-VP; eine top Medaille, online-Urkunde; Finishershirt, Nachzielverpflegung mit frischen Orangenviertel; keine Duschmöglichkeiten am Ende;

Verpflegung:  [ok !] – Marathon-Standardprogramm; Wasser aus 0,33 Vittel-Flaschen; Bananen; Trockenfrüchte: Rosinen und Aprikosen; Zuckerwürfel (?!); genialen Honigkuchen; identische Nachzielverpflegung + frischen Orangenspalten;

Preis:   [top !] – günstigster Tarif von 89 bis 109 €; (abhängig von der Anzahl noch vorhandener Startplätze); für einen Hauptstadtmarathon wie den Marathon de Paris bewegt sich der Preis in einem jeden Falls tolerierbaren Rahmen; im Vergleich zu ähnlichen Veranstaltungen mehr als angemessen; gutes Preis-Leistungs-Verhältnis;

Wetter:   [optimal-kühl !] – Temperaturen vor allem vor dem Start gegen 8.00 Uhr bitter kalt; während des Laufes angenehm frisch mit reichlich Sonne und Temperaturen um 10°C; zusammengefasst optimale Bedingungen für den Marathon;



Gesamturteil:          [~*~°  4,8 von 5 Sternen  °~*~]

Die 43. Austragung des Marathon de Paris war das erwartbare Laufspektakel der besonderen Art. Die Stadt Paris wartet mit einer Unmenge an Highlights und hat damit alles, was für die perfekte Kulisse bei einem Citymarathon erforderlich ist. Die Gelegenheit, durch die autofreien Straßen dieser Weltmetropole im Rahmen des drittgrößten Marathons der Welt laufen zu dürfen, ist einzigartig und diese Chance sollte sich kein Marathonfan entgehen lassen.

Stimmungstechnisch empfand ich es dafür, dass sich die Menschen so zahlreich an der Strecke eingefunden hatten, dann irgendwie doch etwas zurückhaltend. Die vielen Bands, die entlang der kompletten Strecke verteilt waren, haben vor allem in den „Grünphasen“ der beiden Parks zumindest für akustische Ablenkung gesorgt und den dortigen Zuschauermangel bestmöglich versucht auszugleichen.

Die Höhe der Startgebühren ist für die gebotenen Leistungen mehr als angemessen und im Vergleich zu den oftmals überlaufenen Major-Marathons trotz alledem im unteren Preissegment angesiedelt. Darüber hinaus ist die Anmeldung für diese Veranstaltung mit erheblich weniger Frust verbunden. Alle die bei ihrer Saisonplanung vergeblich auf einen Startplatz bei einem der sechs Majors gehofft hatten, finden im Paris Marathon einen mindestens adäquaten Ersatz, der den anderen großen Läufen in nichts nachsteht.

Für die große Beliebtheit bei der internationalen Läuferschaft sprechen natürlich auch die hohe Zahl der Teilnehmer von über 55.000, von denen am Veranstaltungstag über 48.000 Läufer das Ziel am Triumphbogen erreicht haben. Paris, es war mir eine Ehre!


M2K2-Einleitung                                                                   M2K2-Chronologisch


zum ausführlichen Erlebnisbericht hier klicken !!!

(dauert noch ein Weilchen)


In dem Sinne keep on Running & Rock ’n Roll



Paris-Serie zum Wochenende des Paris Marathons:

[Teil 0] Im Vorbericht zum Schneider Electric Marathon de Paris erfährst du wie es dazu gekommen und welche Umstände dazu geführt haben, daß es der Marathon durch die französische Hauptstadt wurde.

Titelbild Paris Marathon 2019 red


[Teil 1] Im ersten Teil der Paris-Serie ging es unter anderem um die 10-stündige Busfahrt sowie den anschließenden Besuch des Salon du Runner, wo die Startunterlagen für den Marathon abgeholt werden musste.

4er Messe 66


[Teil 2] Wie ihr in diesem zweiten Beitrag der Paris-Serie ausführlichst lesen konntet, hat sich daran ein ausgedehnter Stadtbummel durch Paris angeschlossen.

Header Sightseeing Paris


[Teil 3] Im dritten Teil dieser kleinen Paris-Serie werde ich Euch vom Marathon-Morgen berichten, dessen Verschriftlichung voraussichtlich in den nächsten Tagen in einem weiteren Beitrag des Paris-Erlebnisberichtes veröffentlicht werden wird.

Vorstart-Header COLLAGE small


[Teil 4] Der vierte Beitrag wird mit dem Marathon durch die französische Hauptstadt die Paris-Serie zum Wochenende des Schneider-Electric Marathon des PARIS 2019 abschließen.

Paris Marathon 2019 Header


[Teil 5] Hier findest du die bewährte kriteriengeleitete Bewertung des 43. Schneider Electric Marathon de Paris 2019 aus der Rubrik Kurz, Knapp & Bündig.

m2k2_bild


[Teil 6] Hier findest du die BEWEGTEN BILDER MIT MUSIK.

YT_Thumnailes Paris Marathon 2019


in dem Sinne keep on RUNNING & ROCk ’n‘ ROLL

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Über SohlenRocker

Irgendwas zwischen laufverrücktem Kilometerfresser und multibewegtem Blogger, aber eine Familienpackung Laufschuhe geht pro Jahr drauf?! Ansonsten naturverbunden, outdoorbesessen, wissbegierig, pflegeleicht, sozialverträglich & irgendwie auch ewiger SocialMedia-Neu-Entdecker...
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6 Antworten zu Kurz, knapp & bündig aus der Rubrik Mein Marathon Kriterien KOMPASS (28): Der 43. Schneider Electric Marathon de Pairs 2019

  1. Talianna schreibt:

    Oh, das klingt aber gut. Von Karlsruhe aus ist das auch gut per TGV/ICE-International erreichbar. Sollte ich mir mal überlegen …

    Gefällt 1 Person

    • SohlenRocker schreibt:

      Ja, aus dem Ruhrpott wäre das wohl auch die sinnvollere und entspanntere Alternative gewesen. Der eigentliche Plan sah es vor, mit 4 Personen am Freitagmorgen via Auto anzureisen. Doch am Dienstag kam die erste Absage, weil der Laufkumpel, der auch laufen wollte, an Schalach erkrankt war und am Donnerstag musste mein Bruder berufsbedingt absagen. Spontan hat mein Budget nur FLIX-Bus hergegeben. ABER Paris ist in jedem Fall immer eine Reise wert!!!

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      • Talianna schreibt:

        Scharlach … uff, sowas braucht auch kein Mensch! Von uns hier in Mittelbaden ist die Distanz nach Paris ja eigentlich ein Katzensprung – superseltsam, dass ich das nicht viel öfter mache, ob zum Laufen oder einfach so. Ich würde echt gerne mal wieder in die Sacré Coeur!

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      • SohlenRocker schreibt:

        Aus der Retropespektive meiner Paris-Sightseeing-Hetze betrachtet, steht Monmatre auch ganz weit oben im Ranking, direkt gefolgt von der gigantischen Parkanlage des Louvres!!! 🙂

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      • Talianna schreibt:

        Vor langer Zeit, müsste 2006 gewesen sein, hatten wir Hotel in der Nähe vom Rathaus und sind zu den Tuilerien gelaufen, um Croissants zu futtern – und haben eine lange Tour über alle Brücken von der Ile de la Cité bis zum Eiffelturm gemacht. Die Sacré Coeur ist eine wunderschöne Kirche – trotz all der Bestürzung über den Schaden an der Notre Dame sage ich noch immer, dass die Sainte Chapelle (auch Ile de la Cité), St. Eustache (Quartier des Halles) und die Sacré Coeur (Montmartre) meine liebsten Kirchen von Paris sind. Die Katakomben sind auch echt ein Erlebnis. Leider steht der Louvre noch aus für mich.

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      • SohlenRocker schreibt:

        Oh Zufall, 😀 In dem Jardin des Tuileries (Park am Louvre) ist mir Ähnliches in den Sinn gekommen. Bei mir war es allerdings ein Baguette, was einverleibt werden wollte. Notre-Dame hatte ich mit auf meiner Liste stehen, da standen aber so viele Orte drauf, dass die 12h-Hetze am Marathon-Vortag nicht ausreichen konnte, um wirklich „alles“ mal gesehen zu haben. Ich habe sie einmal aus der Entfernung von einer der zahlreichen Seine-Brücken gesehen und fotografiert. Aber ehrlichgesagt, der Tag war 24h vor dem Marathon auch so schon hart genug. Nach dem Marathon war ich leider zu demoliert, um spontane Entscheidungen bezüglich eines weiteren Sightseeing-Plans machen zu wollen, obwohl das zur optimalen Zeitausnutzung von zu Hause vom Schreibtisch aus so angedacht war. Aber Paris ist ja nicht aus der Welt. Möglicherweise bin ich im Juni schon wieder an der Seine…

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