Faszination Lepidoptera: Schmetterlinge, Tagfalter, Butterflies, Sommervögel – nicht immer bunt, aber immer anders und manchmal auch ein Glücksbringer

Titelbild Schorni 50

Im mittlerweile sechsten Beitrag der Serie Faszination Lepidoptera möchte ich einen Schmetterling vorstellen, der mir vor allem dadurch aufgefallen ist, dass ich ihn ausschließlich an Orten beobachten konnte, an denen auch das Große Ochsenauge (Maniola jurtina) anzutreffen war. Diese Tagfalterart, um die es in diesem Beitrag geht, trifft man an sonnigen Tagen in der Regel mit zusammengeklappten Flügeln an, so dass die charakteristische Flügelunterseite gut betrachtet werden kann und eine eindeutige Bestimmung leicht möglich ist. An kühleren Tagen versuchen sie entgegen dieser Regel mit ausgebreiteten Flügeln ihre Körperoberfläche zu maximieren, um möglichst großflächig viel Sonne zu tanken, womit sie dem interessierten Naturbeobachter die Gelegenheit bieten, ihn auch aus dieser Perspektive ablichten zu können.                                               [500 more words]

Der nachfolgende Beitrag ist dem Braunen Waldvogel (Aphantopus hyperantus; engl.: Ringlet) gewidmet. Laut Wikipedia leitet sich der lateinische Name des Art-Epithetons von Hyperantus, dem Sohn des Ägyptus aus der griechischen Mythologie ab. Im deutschen Sprachraum (A, CH, D) wird er auch als Schornsteinfeger bezeichnet.

Der Braune Waldvogel ist ein Tagfalter aus der Familie der Edelfalter (Nymphalidae). Die Grundfärbung der Flügeloberseiten und -unterseiten des BRAUNEN Waldvogels sind, wie schon der deutsche Name vermuten lässt, einfarbig braun. Charakteristisch für diese Tagfalterart aus der Unterfamilie der Augenfalter (Satyrinae) sind ebenfalls die kleinen Augenflecken, deren Ränder gelblich bis gelblichbraun sind. Anzahl und Größe der Augenflecke sind individuell variabel. Bei einzelnen Individuen fehlen sie auf der Oberseite der Flügel und sind auf der Unterseite dann nur als kleine weiße Flecken vorhanden. Neben diesen optischen Charakteristika läßt sich der Falter an seinen typischen Flugstil erkennen, der als langsam und schwerfällig beschrieben werden kann.

Collage Schorni 50

Zum Vergrößern bitte ins Bild klicken !

Der Geschlechtsdimorphismus, der bei vielen  Schmetterlingsarten eine Unterscheidung der Geschlechter auf den ersten Blick auch für Laien ermöglicht, ist beim Schornsteinfeger weniger stark ausgeprägt. Das Männchen ist schwarzbraun und besitzt auf der Flügeloberseite mehr oder weniger undeutlich erkennbare kleine Augenflecken. Das Weibchen ist etwas größer als das Männchen. Die Farben des weiblichen braunen Waldvogels sind im Allgemeinen heller als die des Männchens. Die Flügelunterseite ist bei beiden Geschlechtern bis auf Farbenhelligkeit gleichartig ausgeprägt.

Der Braune Waldvogel ist in diversen Lebensräumen anzutreffen und kommt in passenden Habitaten auch im nahen Siedlungsraum vor. Man findet die Tiere unter anderem auf Lichtungen mit Gebüschen und an Wald- und Parkwegen, die von Sträuchern gesäumt werden. Halbschattige Bereiche mit Brombeersträuchern (Rubus) und Hochstauden wie beispielsweise Acker-Kratzdistel (Cirsium arvense) oder Dost (Origanum vulgare) gehören zu den bevorzugten Lebensräumen – in solchen Bereichen sind auch meine Aufnahmen entstanden.

In Deutschland, Österreich und der Schweiz kann man den Braunen Waldvogel vom Frühling bis in den Herbst beobachten. Die Falter fliegen in einer Generation von Mitte Juni bis Ende August. Die Überwinterung findet im 3. Larvenstadium statt. In den Roten Listen wird der Braune Waldvogel als (noch) „Nicht gefährdet“ eingestuft.


Also, das soll es dann auch schon wieder zum Braunen Waldvogel gewesen sein. Die grundlegenden Informationen habe ich mir von den in der Quelle genannten Seiten zusammengesucht. Informative Ergänzungen, die über diese Basis-Informationen hinausgehen, sind zu jeder Zeit gerne gelesen und dürfen unbedingt als Kommentar diesem Beitrag hinzugefügt werden.


In dem Sinne – keep on Running, Rock n‘ Roll & immer dran denken mit offenen Augen sieht man mehr vom Weg!!!



QUELLENVERZEICHNIS (STAND: 15.08.2019)


Brauner Waldvogel

https://nrw.nabu.de/tiere-und-pflanzen/aktionen-und-projekte/tagfaltermonitoring/tagfalter-nrw/22565.html

http://www.schmetterling-raupe.de/art/hyperantus.htm

https://www.welt-der-schmetterlinge.de/schmetterling-brauner_waldvogel-schornsteinfeger-aphantopus_hyperantus.html

http://tierdoku.com/index.php?title=Schornsteinfeger

https://www.deutschlands-natur.de/tierarten/tagfalter/schornsteinfeger/


Hier geht’s zum ersten Beitrag der Themenreihe Faszination Lepidoptera mit dem Tagpfauenauge, dem Zitronenfalter und dem Kleinen Fuchs:

Alle4-COLLAGE 50


Hier geht’s zum zweiten Beitrag der Themenreihe Faszination Lepidoptera mit dem Aurorafalter:

Header COLLAGE waagerecht 66


Hier geht’s zum dritten Beitrag der Themenreihe Faszination Lepidoptera mit dem Waldbrettspiel:

Waldbrettspiel Header


Hier geht’s zum vierten Beitrag der Themenreihe Faszination Lepidoptera mit dem Rapsfalter:

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Hier geht’s zum fünften Beitrag der Themenreihe Faszination Lepidoptera mit dem Großen Ochsenauge:

COLLAGE-Titelbild längs-45


Hier geht’s zum sechsten Beitrag der Themenreihe Faszination Lepidoptera mit dem Braunen Waldvogel:

Titelbild Schorni 50


 

Über SohlenRocker

Irgendwas zwischen laufverrücktem Kilometerfresser & multibewegtem Blogger. Ansonsten naturverbunden, outdoorbesessen, wissbegierig, sozialverträglich und ewiger SocialMedia-Neu-Entdecker...
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8 Antworten zu Faszination Lepidoptera: Schmetterlinge, Tagfalter, Butterflies, Sommervögel – nicht immer bunt, aber immer anders und manchmal auch ein Glücksbringer

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  6. puzzleblume schreibt:

    Der Beobachtung, dass Waldvögel und Ochsenaugen gemeinsam vorkommen, schliesse ich mich an, das ist mir im Garten auch aufgefallen: als die eine Art ihn für gut befand, tauchte auch die andere auf. Ihre Vorliebe für den gleichen Lebensraum und eine gewisse grundfarbliche Ähnlichkeit führt manchmal sogar zu Irrtümern hinsichtlich ihrer partneschaftlichen Avancen.

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    • SohlenRocker schreibt:

      Stimmt, das hatte ich in meinem Beitrag überhaupt gar nicht erwähnt, obwohl ich bei meiner Recherche zum Braunen Waldvogel oder war es zum Großen Ochsenauge – naja ist auch egal – sogar Bilder von 2 kopulierenden artverschiedenen Faltern gesehen hatte. Mich würde ja interessieren, inwieweit eine solche Genkombination von Erfolg gekrönt sein könnte, wobei die aus dieser Kreuzung resultierenden Hybride, vergleichbar mit dem Maultier, das durch Kreuzung von Pferd und Esel entstanden ist, lediglich das Problem haben sollte, nicht fortpflanzungsfähig zu sein.

      Naja wie auch immer – besten Dank für Deinen informativen Nachtrag und viele Grüße Christian

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      • puzzleblume schreibt:

        Im Lepiforum gibt es, glaube ich, mindestens so eine Aufnahme, wo sich zwei wirklich „einander verbunden“ zeigten, aber Annäherungsversuche bis kurz vor knapp habe ich selbst auch schon gesehen. Ich denke, solche Versuche führen seltenst zu Resultaten, aber es ist ein anschauliches Beispiel für das das Potential, das langfristig vielleicht doch mal seine Sternstunde bekommt.
        (Die Entwicklung der Hominiden und letztlich des heutigen Homo sapiens ist vermutlich auch nur einem solchen nicht zu eng eingeschränkten Interesse zu verdanken. ^^)

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