Vor und hinter den Kulissen beim 4. VIVAWEST-Marathon 2016 in Gelsenkirchen

VIVA_LogoZum VIVAWEST-Marathon gibt es eigentlich nicht viel zu sagen – die Veranstaltung ist ein fester Bestandteil in meinem Wettkampfkalender und meine Teilnahme hat sich mittlerweile zu einer traditionellen Pflicht entwickelt. Der Start liegt keine 10 km von meiner Haustür entfernt und einige Streckenabschnitte meiner Standard-Trainingsrunden verlaufen auf der offiziellen Wettkampfstrecke. Zudem ist der VIVAWEST die „Nachfolge-veranstaltung“ des Ruhr-Marathons, der bis 2011 ausgetragen wurde und von Dortmund über Bochum, Herne und Gelsenkirchen nach Essen verlief. Der Ruhr-Marathon war 2005 der allererster Marathon, den ich überhaupt gelaufen bin und deshalb fühle ich mich mit der Veranstaltung auf einer gewissen Art und Weise verbunden. Am Wochenende findet mittlerweile die 4. Austragung statt – meine aktuelle Bilanz liegt bei 100% und wenn der Lauf im nächsten Jahr  am 21. Mai 2017 stattfinden wird, werde ich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit zum 5. Mal an der Startlinie stehen.

Der etwas andere Marathon vor dem eigentlichen Marathon

In diesem Jahr kam hinzu, dass ich im Vorfeld 3 Tage lang hinter die Kulissen des VIVAWEST-Marathons blicken konnte. Was für Aufgaben vor einer Marathon-Großveranstaltung anfallen und was alles in den drei Tagen meines Perspektivwechsels hinter die Kulissen des VIVAWEST-Marathons passiert ist, gibt es hier nachlesen:

  1. Hinter den Kulissen des VIVAWEST-Marathons: Bewerbung der kurioseren Art [1/2]
  2. Hinter den Kulissen des VIVAWEST-Marathons: Jobzusage [2/2]
  3. Hinter den Kulissen des VIVAWEST-Marathons: Tag 1 – Tüten stopfen
  4. Hinter den Kulissen des VIVAWEST-Marathons: Tag 2 – Flyer-Packstrasse
  5. Hinter den Kulissen des VIVAWEST-Marathons: Tag 3 – Startnummernausgabe

Die Startlinie am Musiktheater in Gelsenkirchen liegt ungefähr 10 km von mir zu Hause entfernt, deshalb war eigentlich geplant stressfrei mit dem Rad morgens zum Start zu fahren, da Thorsten aber nicht gewillt ist sein Fahrrad so lange unbeaufsichtigt im Start-Ziel-Bereich stehen zu lassen, fahre ich jetzt zunächst mit dem Rad zu ihm und dann fährt uns seine Frau die 4 km mit dem Auto zur Startlinie.

Die Autofahrt gestaltet sich ein wenig dramatisch, weil Bene der Kurze von Thorsten mächtig Theater macht. Er scheint aktuell in einem Alter zu sein, wo er zu fremdeln beginnt, aber im Laufe der Autofahrt beruhigt er sich auch wieder. In dem Alter ist wohl ein übertriebenes Misstrauen angesagt, vor allem wenn urplötzlich wer Fremdes im Auto auf der Rückbank neben einem sitzt.

Leistungspaket – Was gibts für das Geld?

Zum günstigsten Tarif kostet der VIVAWEST-Marathon 39€ (2015) und zählt damit zu den günstigeren Veranstaltungen im Wettkampfkalender. Die Leistungen sind dem Preis angepasst. Für sein Geld bekommt der Läufer eine gut organisierte Veranstaltung mit einer Strecke durch den Pott, die versucht dem Regionsfremden möglichst viel vom Esprit montaner Industrierelikte zu präsentieren. Die Verpflegung sowohl auf der Strecke als auch im Nachzielbereich ist gut. Die Finisher-Medaille ist im Preis enthalten, während das Finisher-Shirt mit zusätzlichen 8,50 zu Buche schlägt.

Die Starterbeute sind hingegen Enttäuschung pur – bis auf ein halbes Dutzend überflüssiger Werbeflyer von denen einer mit einer Tafel Traubenzucker beklebt ist, befindet sich im Starterbeutel überhaupt nichts, was dem Läufer positiv in Erinnerung bleiben könnte. Vielleicht sollte sich der Veranstalter für die nächsten Jahre hierfür  Sponsoren ins Boot holen, der dem Läufer kostenneutral Produktproben zur Verfügung stellt. Nichts ist nämlich wirksamer als die Mundpropaganda der Aktiven, wenn es um die persönliche Empfehlung für oder gegen eine Veranstaltung geht. Zu den wichtigsten Beurteilungskriterien sind aus eigener Erfahrung neben einer guten Organisation und einer interessanten Streckenführung auch die Medaille, das Finisher-Shirt, der Starterbeutel und die Verpflegung  zu zählen.

Streckenführung – Wo geht es lang?

Die Strecke des VIVAWEST-Marathons verbindet auf einem Rundkurs die Städte Gelsenkirchen, Essen, Bottrop und Gladbeck. Der Kurs ist zudem als profiliert zu beschreiben und schränkt somit das Erzielen persönlicher Bestzeiten ein. Für spassorientierte Läufer wie mich wäre dieses Kriterium eigentlich zu vernachlässigen, für leistungsorientierte Läufer kann dies durchaus zum Ausschlußkriterium werden.

Hinsichtlich des Streckenprofils muss man den VIVAWEST-Marathon als einen anspruchsvolleren Stadtmarathon bewerten, obwohl die Bezeichnung Stadtmarathon auch nicht idealerweise zutrifft. Auf der einen Seite geht es Phasenweise durch menschenleere Industrie- und Vorstadtgebiete, auf der anderen Seite aber auch direkt durch die Essener City. Ich würde ihn deshalb eher als eine Mischung aus Stadtmarathon und Landschaftslauf charakterisieren.

Highlights an der Strecke – Was gibt es zu bestaunen?

  • Kilometer 5: Zeche Zollverein – allerdings leider nicht durch die Kokerei – hier hätte ich mir auf jeden Fall eine längere Strecke auf dem Gelände des Weltkulturerbes gewünscht
  • Kilometer 12: durch die Rathaus-Galerie in die Essener Innenstadt – die schnellste Shopping-Tour ever
  • Kilometer 19: Trimetall Alufabrik Werksgelände
  • Kilometer 29: Ostermann – Fest auf dem Parkplatz mit Hüpfburg und Moderator
  • Kilometer 36: Nordstern-Park mit Zeche Nordstern und dem Herkules von Gelsenkirchen und der Doppelbogen-Brücke
  • Kilometer 42: Zieleinlauf vor dem Musiktheater

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Organisation

Im Großen und Ganzen ist alles professionell und auch gut organisiert, obwohl der zeitliche Ablauf der Wettbewerbe aus meiner Sicht verbesserungswürdig wäre.

Die ganzen Kurzdistanzen 10 km, Staffeln und Halbmarathon vor dem Marathon zu starten ist in meinen Augen absoluter Schwachsinn und schadet der Stimmung auf der Marathonstrecke. Es will mir auch nicht einleuchten – warum das so bei mehreren Veranstaltungen gemacht wird?! Beim Bonn Marathon im April hatte ich das auch schon bemängelt. Möglicherweise stecken hinter dieser Entscheidung auch organisatorisch oder bürokratische Gründe.

Die Besetzung der Streckenposten war streckenweise diskutabel – vielleicht sollte man diese Aufgabe zukünftig an Sportvereine abtreten, die das gegen eine kleine Aufwandentschädigung bzw. eine Spende in die Vereinskasse übernehmen. Viele derjenigen die den Job dieses Jahr innehatten, waren einfach nur deplatziert – Rauchen oder spielen mit dem Handy rum, nur die aller wenigsten feuern die Läufer an oder sorgen für Stimmung.

Zuschauer und Stimmung – Was geht ab?

Bis auf vereinzelte Stimmungsnester muss die Stimmung an der Strecke als eher mau bewertet werden, was bei knapp 1000 Startern über die volle Distanz aber auch nicht anders zu erwarten ist. Kontraproduktiv für die Stimmung an der Strecke ist in jedem Fall die Tatsache, dass die Kurzdistanzen (10km, Halbmarathon) mit dem Großteil der Starter schon vor dem Marathon gestartet werden. Würde der Marathon früher gestartet werden, so dass die schnellen Halbmarathonis mit den schnellen Marathonis ins Ziel einlaufen würden, würde sich das für die Marathonis stimmungstechnisch positiv auswirken.

In der Zeitung wurde zwar von 100.000 Zuschauern an der Strecke beichtet, was ich persönlich für zu hochgegriffen erachte. Obwohl ich natürlich nur die Situation beim Marathon beurteilen kann, da die Strecke für Marathonis und Halbmarathonis nur bis zur Zeche Zollverein identisch ist. Und auf den Streckenabschnitten, die von Marathonis und Halbmarathonis zusammen belaufen wurden, war die Stimmung vorbildlich. Es ist sicherlich auch davon auszugehen, dass die kürzeren Distanzen aufgrund der höheren Teilnehmerzahlen auch zuschauertechnisch besser besucht sind als der Marathon.

Auch Klaus teilt meine Zweifel hinsichtlich der offiziellen Zuschauerzahlen, er kommentiert die 100.000-Zuschauer-Meldung süffisant mit: „na klar und davon waren 90.000 noch unter Tage“.

Wettertechnische und klimatische Bedingungen

Laut Wetterprognose musste mit trockenen 20°C gerechnet werden, wobei gegen Mittag Regen angesagt war. Das tatsächliche Wetter am Wettkampftag bestätigte die Prognose vom Vortag nur annähernd. Es war nicht nur trocken sondern aufgrund der hohen Luftfeuchtigkeit auch unangenehm schwül. Man kann die Bedingungen fast schon als erdrückend heiß beschreiben und das Warten auf den versprochenen Regen während des Laufes war mit Ausnahme vereinzelter Tröpfchen vergebens.

Als alles vorbei war, fing es dafür dann doch noch richtig an zu regnen. Und die gemessenen Temperaturen von 25°C waren aus der Retroperspektive betrachtet für mich persönlich dann doch eher als suboptimal zu bewerten, aber ok, als Läufer muss man mit den Gegebenheiten leben, die einem vorgesetzt werden und man nicht ändern kann. Diese Grundeinstellung beim läuferischen Krisenmanagement ist der erste Schritt zur Problembewältigung. Langes Lamentieren und Beschweren sind fehl am Platze, da sonst negative Emotionen erzeugt werden, die es beim Marathon und ganz besonders beim Ultramarathon zu vermeiden gilt.


Fazit der relativ objektiven Betrachtung

  • Preis/ Leistung: top (39 € im günstigsten Tarif/ 47,50 € mit Shirt)
  • Verpflegung (Strecke/ Nachzielbereich): normal bis gut
  • Streckenführung mit Highlights: ok, mit Potential nach oben
  • Organisation: Programmabfolge verbesserungswürdig, sonst gut
  • Zuschauer: vereinzelt vorhanden, hätten aber auch gerne mehr sein dürfen
  • Stimmung: teils teils, aber eher doch verhalten
  • Wetter: schwül bis drückend heiß – suboptimal für einen Marathon.

Subjektiver Rennverlauf

Bis zum Halbmarathon bei Kilometer 21 verläuft der VIVAWEST 2016 wie ein Marathon immer verläuft. Die Renneinteilung lässt mal wieder ein wenig zu wünschen übrig, vor allem wenn man bedenkt, dass Thorsten seine erste Marathondistanz des Jahres absolvieren wollte. Während die Zwischenzeit in etwa so ausgefallen ist wie beim Metro-Group-Marathon in Düsseldorf, ist das Tempo auf der ersten Hälfte für Thorsten mit 2:04:47 zu ambitioniert gewähöt, was sich im weiteren Verlauf auch offenbarte. Ab Kilometer 21 fingen bei Thorsten die ersten Walk-and-Go-Phasen an, denen ich mich zunächst angeschlossen hatte. Die erste Cola habe ich mir bei 22 km gegönnt, während Thorsten bis Kilometer 26 ohne ausharren wollte, keine Ahnung warum?!

Als Thorsten dann bei Kilometer 30 vorgibt sich „einen Stein aus seinem Schuh entfernen“ zu wollen und sich aus diesem Grund auf die Bank an der Bushalterstelle setzt, setze ich mich erst noch mit dazu, als er danach aber nicht wieder beginnt anzutraben, trennen sich unsere Wege…

Ab Kilometer 31 finde ich dann zunehmend zu einem flüssigeren Laufrhythmus zurück und laufe die letzten 11 km bis ins Ziel zwar mit vereinzelten Gehpausen aber dennoch mit einer ordentlichen Pace von 6:15 Minuten pro Kilometer.

Die letzte Welle durch den Tunnel zur Hans-Böckler-Straße, wo sich die Ziellinie befindet, wurde dann auch noch durch die letzte VP versüßt. Und in der Kurve höre ich dann ein „Ey, Meithi“, es ist Bubu mit der gesamten Familie Trichter, ich laufe die 300 m weiter bis ins Ziel, weil mir der Blick auf die Uhr eine sub4:40 in Aussicht stellte, was mir dann auch noch hauchdünn gelingt. Absolut nichts tolles, aber für einen Trainingslauf recht passabel. Danach lass ich mir meine Medaille um den Hals hängen und wundere mich warum das Medaillenband in diesem Jahr nach den 3 hellblauen aus den Vorjahren lila ist.

Der Nachzielbereich ist mittlerweile beinahe menschenleer – wir haben 14:20 Uhr und die Halbmarathonis sind schon seit Stunden auf dem Heimweg oder sitzen schon längst zu Hause auf der Couch und auch die Marathonis sind zumindest schon geduscht. Nachdem ich kurz durchgeatmet habe, schnappe ich mir 2 Becher mit dem alkoholfreien Bier und gehe ein paar Meter zurück zum Zielbogen, um Thorsten im Empfang zu nehmen. Etwa 10 Minuten nach mir kommt er dann sichtlich erschöpft, aber mit Otti an der Hand ins Ziel. Beide bekommen ihre Medaille verpasst, Thorsten noch zusätzlich das Bier von mir.

Dann ging es gemeinsam ab durch den Zielbereich mit der anschließenden Nachzielverpflegung, wo wir uns noch jeder ein zweites Bier geschnappt haben. Otti wurde mit einem Becher Apfelschorle ausgestattet und ab ging es zum Rest der Family Trichter. Alli hatte den Wagen zum Glück direkt am Rathaus geparkt, das nur 3 Straßen vom Ziel entfernt liegt. Auf dem Weg dorthin treffe ich Jutta, die ich Donnerstag und Freitag beim Starterbeutelpacken kennengelernt hatte. Nach kurzem Smalltalk über Belangloses ging es auf direktem Wege zum Auto und zurück zu Trichter-Castle, wo ja mein Fahrrad auf mich wartete.

Zur Belohnung ging es dann erst mit dem Bike nach Hause und nach dem Duschen ins Griechischen Restaurant, wo ich mir draußen unterm Sonnenschirm bei strömendem Regen zunächst einen Bauernsalat und dann einen Gyrosteller mit Zazicki, Zwiebeln und einer doppelten Pommes mit Mayo genehmigt habe. Zur Abrundung des Tages gab es noch ein leckeres Weizen-Vollbier dazu – hallelujah…

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Persönliche Zielsetzung:

Für mich persönlich hatte der diesjährige VIVAWEST-Marathon den Stellenwert eines Trainingslaufes im Rahmen einer organisierten Veranstaltung, so gesehen mein letzter ‚Langer‘ vor dem Hollenlauf L111 am Samstag den 28.05.2017.

Geplant war ein gemütlicher Lauf ohne zu sehr in den anstrengenden Bereich zu stoßen, weil zur vollständigen Regeneration danach nur noch 6 Tage Zeit bleiben. Außerdem sollte ich Benni bei seinem ersten Marathon und Thorsten auf seinem Weg zurück in die Welt des Marathons begleiten. Während Thorsten, der seit dem traumatisierenden Zugspitz-Ultra-Trail im Juni 2015, also nach einer fast 12 monatigen Wettkampfdurststrecke erstmals wieder an der Startlinie eines kompletten Marathons stand, hatte Benni eine Woche vor seinem geplanten Marathondebüt kalte Füße bekommen und kurzerhand seine Premiere gecancelt.

Ein weiterer Grund für meine wiederholte Teilnahme ist unter anderem aber auch der Fortbestand meiner lückenlosen VIVAWEST-Teilnahmen-Serie – auch wenn der VIVAWEST-Marathon objektiv nicht unbedingt zu meinen Lieblingsveranstaltungen gezählt werden darf.

 Meine persönlichen Highlights

  1. Highlights gab es einige, aber von 2 Personen war ich während des Marathons besonders beeindruckt. Zum einen von einer Frau mit ein Beinprothese, die den Halbmarathon gelaufen ist und zum anderen von einem sehbehinderten Läufer, der zusammen mit seinem Guide auf der Marathonstrecke unterwegs gewesen ist. Ihr habt mich echt zum Staunen gebracht. Wie hart dich das Schicksal auch trifft, man muss immer versuchen das Beste aus der Situation zu machen – streng nach dem Motto „Never give up“ und wo trifft diese Divise eher zu als beim Lang- und Ultralangstreckenlauf…
  2. Bei Kilometer 6 an der Zeche Zollverein – steht eine Gruppe „alter Kumpel“ mit einem klasse Spruchtransparent: „ Die Kohle geht die Kumpel bleiben“. Ein weiteres Highlight hier auf Zollverein war auf jeden Fall auch die Begegnung mit dem Steiger, der jedes Jahr an gleicher Stelle die Läufer in seiner traditionellen Bergmannstracht begrüßt und bei mir stets für gute Laune sorgt.
  3. Bei Kilometer 15 – als ich mal wieder stehen bleiben musste, um Fotos zu machen und danach erst wieder zu Thorsten auflaufen muss, fragt er mich spaßeshalber: „Soll ich lieber Tempo rausnehmen oder brauchst du schon ein Gel? Die Frage wird im Verlauf des Marathons zum ‚Running Gag‘ und kommt exzessiv zur Anwendung.
  4. Ein kurzes Interview bei Ostermann durfte ich auch noch geben – nachdem mir der Moderator nach 30 km das Mikrofon in die Hand drückt und mich auffordert: „Erzähl doch mal was zum Marathon…“. Nichts ist leichter als das, auch wenn mir in der erschöpften Situation zunächst die Worte fehlen.
  5. Meine Aufforderung an die Polizei – „Nehmen sie den mal fest – der verfolgt mich schon seit 3 Stunden“ wurde hingegen mit einem müden Lächeln quittiert

Marathon-Nachbetrachtung

Tempogestaltung in jedem Fall suboptimal, Anpassung an die Wetterlage wäre sinnvoll gewesen, vor allem bei Betrachtung der zeitlichen Differenz zwischen HM1 mit 2:04:47 und HM2 mit 2:34:55 wird dies besonders deutlich. Allerdings habe ich mich bis km 34 auch dem Tempo von Thorsten angepasst und bin erst auf den letzten 8 km unabhängig gelaufen.

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Abschließendes Fazit

Ich denke zum VIVAWEST-Marathon ist ausreichend viel gesagt – aufgrund seiner Sonderstellung als Haustürmarathon erspare ich mir ein zu kritisches Resümee. Unter dem Strich bleibt festzuhalten: 4. VIVAWEST Marathon 2016 Haken dran – No. 35 complete und der letzte „Lange“ vor dem Hollenlauf (T-6) ist auch gerockt. Dank der Schwüle allerdings doch anstrengender als geplant – aber mit 4:39 in jedem Fall im Plansoll.


In dem Sinne keep on moving & Rock `n Roll

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Über SohlenRocker

Irgendwas zwischen laufverrücktem Kilometerfresser und multibewegtem Blogger, aber eine Familienpackung Laufschuhe geht pro Jahr drauf?! Ansonsten naturverbunden, outdoorbesessen, wissbegierig, pflegeleicht, sozialverträglich & irgendwie auch ewiger SocialMedia-Neu-Entdecker...
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9 Antworten zu Vor und hinter den Kulissen beim 4. VIVAWEST-Marathon 2016 in Gelsenkirchen

  1. Ana schreibt:

    Toller Beitrag und gut recherchiert! Mit Gelsenkirchen verbindet mich meine Herkunft und Familie. Seit zwei Jahren bastle ich nun an einer VIVAWEST-Teilnahme, letztes Jahr war ich da, aber krank, dieses Jahr hat mein enger Zeitplan keinen Start zugelassen – who knows, vielleicht klappt es 2017?!

    Gefällt 1 Person

    • SohlenRocker schreibt:

      Danke danke – ich muss zugeben, dass ich zur Recherche die letzten 4 Austragungen Zeit hatte – um Dir die Wettkampfplanung für 2017 zu erleichtern – der 5. VIVAWEST-Marathon findet am 21. Mai 2017 statt – wünsche Dir weiterhin viel Erfolg und Freude bei Deinen Wettkämpfen und im Training. Viele Grüsse aus dem Pott… 😉

      Gefällt 1 Person

  2. Jenne schreibt:

    Klasse Bericht. Hat mir grad einen Teil der Anfahrt zur Ostsee kurzweiliger gemacht

    Gefällt 1 Person

    • SohlenRocker schreibt:

      das freut mich – obwohl ich zugeben muss, dass es mir vor allem bei dem Bericht irgdnwie schwer gefallen ist, was auf das Papier zu bringen – woran es lag?! Keine Ahnung – vlt. an der 4. Teilnahme, aber sicherlich auch daran, dass ich den „Pott“ tagtäglich erlebe und erlaufe – so eine Art von routinemäßiger Erblindung/ Alltagsblindheit. Naja, egal – ich wünsche Dir in jedem Fall eine entspannte Zeit am Meer!!!

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